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vergrößern 500x360Der Normverbrauch hat mit der Realität oft nur wenig gemeinsam.
Die Abweichung des tatsächlichen Verbrauchs von den Normverbrauchsangaben ist in Wirklichkeit oft sehr groß, was die Forderung nach realitätsnäheren Angaben logisch erscheinen lässt. Doch die Thematik ist äußerst komplex. Neue Motortechnologien eröffnen neue Möglichkeiten des sparsamen Fahrens. Man kann also heute mit dem Verbrauch zwar weiter runterkommen, aber nach oben ist bei aggressiver Fahrweise noch immer (fast) alles offen.
Das heißt, bei einem großvolumigen oder turbogeladenen Sechszylinder mussten Sie vor wenigen Jahren noch mit 12 l / 100 km Benzin rechnen. Heute können Sie so ein Auto ohne Zauberei mit neun Litern fahren. Wenn Sie dem aber ordentlich "einschenken", werden Sie auch wieder kaum unter 12 l / 100 km kommen.
Das heißt, wer nicht das Leistungs-, sondern das Sparpotenzial nutzt, kommt durchaus in die Nähe der Normverbrauchsangaben. Ganz allerdings nicht, weil das Geschwindigkeits- und Beschleunigungsniveau des Testzyklus zu niedrig ist. Mit dieser Fahrweise würden Sie andere Verkehrsteilnehmer nerven.
Die Forderung nach einem neuen Testzyklus wäre zwar hinsichtlich Wahrheitsfindung sinnvoll, seine Einführung aber hätte einen gravierenden Nachteil: Nach den Werten wird die Normverbrauchsabgabe berechnet. Diese Steuer würden dann auch höher ausfallen, und es ist kaum vorstellbar, dass der Staat auf die Mehreinnahmen gerne verzichten möchte.
So testet der deutsche Autofahrerclub ADAC seit Jahren nach einem eigenen realitätsnäheren Zyklus. Die Abweichungen sind zwischen minimal und dramatisch. Wie viel Ihr Auto demnach verbrauchen "darf", finden Sie in der aktuellen Ausgabe des Konsument. (Rudolf Skarics, Automobil, DER STANDARD, 11.5.2012)
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eine anpassung des normverbrauchszyklus an praxisnähere bedingungen wäre prinzipiell dringend notwendig, wird aber nicht kommen, weil sich auf einen schlag sämtliche oft steuer- und sanktionsrelevante werte ändern würden, wie flottenverbrauch, normverbrauchswerte usw.
Ich fahre einen Mercedes seit 340 000 km mit durchschnittlich 1 Liter unter dem damaligen Normverbrach.
Einen Honda Jazz (Mietauto) bin ich mit 3.5 Liter gefahren, wenn ich es darauf anlegte.
Den Porsche Boxster 987/2 bin ich (nicht immer, aber bei vorsichtiger Fahrweise) mit 7.8 Liter gefahren, Normverbrauch 9.8 Liter.
Was gibt es da am Normverbrauch auszusetzen?
Was ich mich frage: warum gibts noch keine Software die den Fahrzyklus optimiert ?
Sprich: drückt man den Optimierungsknopf wird Gas geben und bremsen verbrauchsoptimiert gesteuert.
Will man sportlich fahren oder verlangt es die Verkehrssituation, wird das System auf Knopfdruck (oder Kick down) ausgeschaltet.
gas geben und bremsen tut immer noch der fahrer, weil das auto diese entscheidungen nicht fällen kann.
und wenn der fahrer einen bestimmten beschleunigungswillen äußert wird das fahrzeug versuchen diesen umzusetzen. alles andere wäre ziemlich unsinnig.
sport-knöpfe odgl. verändern üblicherweise nur die gaspedalkennlinie und sind daher eigentlich recht entbehrlich. manchmal verändern sie auch dämpfercharakteristik, getriebeverhalten (bei automatik) und steuern auspuffklappen, das hat dann eher sinn.
1 Liter rauf oder runter interessiert keinen da die Hauptkosten beim Wertverlust, Reparaturen, Service, Versicherung etc liegen.
Beispiel:
1èr BMW / 100.000 km = 0,5 € pro km
Dacia Sandero / 100.000 km = 0,23 € pro km
Das macht bei 100.000 km (oder je nach Auslastung 3-5 Jahren) eine Differenz von 27.000 € aus.
Würde der Sprit das "doppelte" kosten, würde das lediglich gut 10.000 € ausmachen.
Übrigens: Dank Turbolader, Injektoren, Hochdruckpumpen etc werden die Reparaturkosten so richtig schön billig. Ein neuer Motor nach Motorschaden bei einem BMW kostet knapp soviel wie ein neuer Dacia Sandero - kein Scherz.
Die Reduktion vom Hubraum bringt nur, dass man die Normwerte bei 80 oder 100 km/h am Papier erreicht.
Um auf der Autobahn mitzuschwimmen muß man aber einen Hubraumschwachen "treten". Bei höheren Drehzahlen braucht man natürlich mehr Sprit als angegeben - ein Auto mit 3.0L Hubraum fährt die gleiche Geschwindigkeit defaco mit Standgas, weniger Stress und mehr Spaß.
es wird immer darüber geraunzt, diskutiert und geschrieben werden.
fahre seit 30 jahren auto und eben so lange wird darüber diskutiert.
für den Betreiber sind die kosten relevant und die haben sich kaum geändert. der heutige geringere verbrauch wird durch höhere treibstoffkosten ausgeglichen. ist eben nur ein Geschäft, wie alles andere auch.
Wer gleitet statt hetzt verbraucht weniger?
Tolle Erkenntnis, Hr. Skarics!
Trotzdem ein netter Weckruf, denn was nützt es, wenn der Normverbrauch seit 20 Jahren noch so runterrasselt, wenn jeder zweite
-beim Tschickkaufen den Motor rennen lässt
-vor der roten Ampel no gschwind Gas gibt
-den 50er SICHER NICHT mit der 5. fährt
-das "Schubabschaltung" nix mit Ausländerpolitik zu tun hat
-meint spritsparend fahren = wie a "Woama" foahn
...ist der Motor meines Autos unter der Leerlaufdrehzal und der Motor schüttelt sich fürchterlich.
Vor der Ampel noch ein bissl aufs Gas ist wahrscheinlich sparsamer, als die kinetische Energie durch das Bremsen in Wärme umzuwandeln, an der roten Ampel im Leerlauf sinnlos Kraftstoff verheizen um dann wieder kraftstoffintensiv beschleunigen zu müssen.
...auf die man mit 80km/h zufahren darf. Da ist das VIERMALIGE blinken nicht so ewig lang als Vorwarnzeit.
Nichtsdestotrotz ist es voll wurscht ob die Ampel blinkt oder nicht, ob ich jetzt stark von Geschwindigkeit X abbremse oder schwach: Die "vernichtete" kinetische Energie ist dieselbe. Leider ist es mit den grundlegenden Physikkenntnissen vieler Poster im Standardforum nicht so weit her.
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