Hilfe, mein Auto säuft

11. Mai 2012, 16:42

Wer nicht das Leistungs-, sondern das Sparpotenzial nutzt, kommt durchaus in die Nähe der Normverbrauchsangabe

Die Abweichung des tatsächlichen Verbrauchs von den Normverbrauchsangaben ist in Wirklichkeit oft sehr groß, was die Forderung nach realitätsnäheren Angaben logisch erscheinen lässt. Doch die Thematik ist äußerst komplex. Neue Motortechnologien eröffnen neue Möglichkeiten des sparsamen Fahrens. Man kann also heute mit dem Verbrauch zwar weiter runterkommen, aber nach oben ist bei aggressiver Fahrweise noch immer (fast) alles offen.

Das heißt, bei einem großvolumigen oder turbogeladenen Sechszylinder mussten Sie vor wenigen Jahren noch mit 12 l / 100 km Benzin rechnen. Heute können Sie so ein Auto ohne Zauberei mit neun Litern fahren. Wenn Sie dem aber ordentlich "einschenken", werden Sie auch wieder kaum unter 12 l / 100 km kommen.

Das heißt, wer nicht das Leistungs-, sondern das Sparpotenzial nutzt, kommt durchaus in die Nähe der Normverbrauchsangaben. Ganz allerdings nicht, weil das Geschwindigkeits- und Beschleunigungsniveau des Testzyklus zu niedrig ist. Mit dieser Fahrweise würden Sie andere Verkehrsteilnehmer nerven.

Die Forderung nach einem neuen Testzyklus wäre zwar hinsichtlich Wahrheitsfindung sinnvoll, seine Einführung aber hätte einen gravierenden Nachteil: Nach den Werten wird die Normverbrauchsabgabe berechnet. Diese Steuer würden dann auch höher ausfallen, und es ist kaum vorstellbar, dass der Staat auf die Mehreinnahmen gerne verzichten möchte.

So testet der deutsche Autofahrerclub ADAC seit Jahren nach einem eigenen realitätsnäheren Zyklus. Die Abweichungen sind zwischen minimal und dramatisch. Wie viel Ihr Auto demnach verbrauchen "darf", finden Sie in der aktuellen Ausgabe des Konsument. (Rudolf Skarics, Automobil, DER STANDARD, 11.5.2012)

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Bin vor kurzem mit einem Hybrid-PKW im Stop-and-Go Verkehr gefahren.

4.1 Liter Verbrauch (Benzin).
Was gibt es da noch zu bekritteln.
Ich bin sicher, dass ich dieses Auto unter günstigen Bedingungen auch mit 3.4 Litern betreiben kann...

Oft muss das ganze erst eingefahren werden.

Unsere Autos haben am Anfang immer mehr als im Normverbrauch angegeben verbraucht, und jetzt bei 250.000 bzw. 380.000 km ist man bei gemütlicher Fahrweise sogar darunter.

eine anpassung des normverbrauchszyklus an praxisnähere bedingungen wäre prinzipiell dringend notwendig, wird aber nicht kommen, weil sich auf einen schlag sämtliche oft steuer- und sanktionsrelevante werte ändern würden, wie flottenverbrauch, normverbrauchswerte usw.

Es ist durchaus möglich, den Normverbrauch zu unterbieten.

Ich fahre einen Mercedes seit 340 000 km mit durchschnittlich 1 Liter unter dem damaligen Normverbrach.
Einen Honda Jazz (Mietauto) bin ich mit 3.5 Liter gefahren, wenn ich es darauf anlegte.
Den Porsche Boxster 987/2 bin ich (nicht immer, aber bei vorsichtiger Fahrweise) mit 7.8 Liter gefahren, Normverbrauch 9.8 Liter.
Was gibt es da am Normverbrauch auszusetzen?

wos interessiert mich schon der Spritverbrauch?

Spaß machen muss es, das Autofahren.
Und wenn ichs mir nur leisten kann, wenn ich spritsparend und somit bochn herumfahre, dann lass ich das Auto lieber gleich stehen.

Warum wird der Verbrauch nicht so angegeben wie überall in der Technik wo es Toleranzen gibt. Mit einem Minimal- und einem Maximalverbrauch. Einen gemittelten Wert kann man daraus dann immer noch errechnen.

Denken sie einmal über Ihren eigenen Vorschlag nach.

Hilft es Ihnen, wenn Sie bei einem sparsamen Kleinwagen lesen: "Minimalverbrauch 4 Liter, Maximalverbrauch 280 Liter auf 100 km?"

wie willstn den maximalverbrauch auf 100km berechnen? nimmt man da ne steigung an auf der man 100km knapp am begrenzer rauffährt?

Irgendwie haben sie mich jetzt an die alte Schönberggerade erinnert...

Und den Sound den die heutigen F1-Boliden dort mit dem Begrenzer hätten! :-)

Was ich mich frage: warum gibts noch keine Software die den Fahrzyklus optimiert ?
Sprich: drückt man den Optimierungsknopf wird Gas geben und bremsen verbrauchsoptimiert gesteuert.
Will man sportlich fahren oder verlangt es die Verkehrssituation, wird das System auf Knopfdruck (oder Kick down) ausgeschaltet.

gas geben und bremsen tut immer noch der fahrer, weil das auto diese entscheidungen nicht fällen kann.

und wenn der fahrer einen bestimmten beschleunigungswillen äußert wird das fahrzeug versuchen diesen umzusetzen. alles andere wäre ziemlich unsinnig.

sport-knöpfe odgl. verändern üblicherweise nur die gaspedalkennlinie und sind daher eigentlich recht entbehrlich. manchmal verändern sie auch dämpfercharakteristik, getriebeverhalten (bei automatik) und steuern auspuffklappen, das hat dann eher sinn.

-> das gibts doch schon in vielen Modellen, z.B. per Knopfdruck wahlweise den "ECO Modus" od. den "SPORT Modus" auszuwählen...

1 Liter rauf oder runter interessiert keinen da die Hauptkosten beim Wertverlust, Reparaturen, Service, Versicherung etc liegen.

Beispiel:

1èr BMW / 100.000 km = 0,5 € pro km
Dacia Sandero / 100.000 km = 0,23 € pro km

Das macht bei 100.000 km (oder je nach Auslastung 3-5 Jahren) eine Differenz von 27.000 € aus.

Würde der Sprit das "doppelte" kosten, würde das lediglich gut 10.000 € ausmachen.

Übrigens: Dank Turbolader, Injektoren, Hochdruckpumpen etc werden die Reparaturkosten so richtig schön billig. Ein neuer Motor nach Motorschaden bei einem BMW kostet knapp soviel wie ein neuer Dacia Sandero - kein Scherz.

Also

ich hab meinen alten TDI so deppert fahren können wie ich wollte, es standen NIE mehr als 8 Liter am Display (auf einen Tank gemittelt)

.

Wer sich ständig um den Verbrauch Gedanken macht, soll Bim oder Bus fahren.

Ich mach mir keine Gedanken WEIL ich Bim und Bus (und Rad) fahre :)

Betrug am Kunden

Die Reduktion vom Hubraum bringt nur, dass man die Normwerte bei 80 oder 100 km/h am Papier erreicht.
Um auf der Autobahn mitzuschwimmen muß man aber einen Hubraumschwachen "treten". Bei höheren Drehzahlen braucht man natürlich mehr Sprit als angegeben - ein Auto mit 3.0L Hubraum fährt die gleiche Geschwindigkeit defaco mit Standgas, weniger Stress und mehr Spaß.

völlig egal, was ein auto verbraucht

es wird immer darüber geraunzt, diskutiert und geschrieben werden.

fahre seit 30 jahren auto und eben so lange wird darüber diskutiert.

für den Betreiber sind die kosten relevant und die haben sich kaum geändert. der heutige geringere verbrauch wird durch höhere treibstoffkosten ausgeglichen. ist eben nur ein Geschäft, wie alles andere auch.

wow!

Wer gleitet statt hetzt verbraucht weniger?

Tolle Erkenntnis, Hr. Skarics!

Trotzdem ein netter Weckruf, denn was nützt es, wenn der Normverbrauch seit 20 Jahren noch so runterrasselt, wenn jeder zweite
-beim Tschickkaufen den Motor rennen lässt
-vor der roten Ampel no gschwind Gas gibt
-den 50er SICHER NICHT mit der 5. fährt
-das "Schubabschaltung" nix mit Ausländerpolitik zu tun hat
-meint spritsparend fahren = wie a "Woama" foahn

Bei 50 km/h im 5. Gang...

...ist der Motor meines Autos unter der Leerlaufdrehzal und der Motor schüttelt sich fürchterlich.

Vor der Ampel noch ein bissl aufs Gas ist wahrscheinlich sparsamer, als die kinetische Energie durch das Bremsen in Wärme umzuwandeln, an der roten Ampel im Leerlauf sinnlos Kraftstoff verheizen um dann wieder kraftstoffintensiv beschleunigen zu müssen.

unsinn, ich hab sportwagen mit entsprechender getriebeübersetzung und bei einem fährt der automatikmodus des dsg ab 50 in der 6. (ich fahr selber nicht so, aber unter der leerlaufdrehzahl ist man da lange nicht).

Wir sind hier in Österreich, wo man 5 mal grün blinkende Ampel schon sehr weit vorher sehen kann. Dann brauchen SIE nicht so stark zu bremsen.
Aber leider ist es mit der Logik bei vielen Autofahrern nicht so weit her.

Auf meiner Strecke hab ich mehrere Ampeln...

...auf die man mit 80km/h zufahren darf. Da ist das VIERMALIGE blinken nicht so ewig lang als Vorwarnzeit.

Nichtsdestotrotz ist es voll wurscht ob die Ampel blinkt oder nicht, ob ich jetzt stark von Geschwindigkeit X abbremse oder schwach: Die "vernichtete" kinetische Energie ist dieselbe. Leider ist es mit den grundlegenden Physikkenntnissen vieler Poster im Standardforum nicht so weit her.

nur können sie von v "X" nicht schwach abbremsen, weil dann krachts. Sie können von einer niedrigeren v "Y" schwach abbremsen so geht sich´s auch aus.

Das Ganze ist kein Problem.

Sicherheit geht vor. Und wenn jede Ampel genau vier mal grün blinkt, bevor sie gelb wird, ist die Entscheidung nicht wirklich schwierig.
Falls Sie ein Problem damit haben: Ein Hybrid hilft.

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