"Forcierungsmittel" für Kunsthaus Graz

20. Juni 2003, 13:04
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Stadtsenat genehmigt zwei Millionen Euro

Graz - So genannte Forcierungsmittel im Ausmaß von 2,085 Mio. Euro hat der Grazer Stadtsenat am Freitag genehmigt, damit das Kunsthaus als ein Herzstück des Projekts Kulturhauptstadt 2003 termingerecht fertig wird und wie geplant am 27. September eröffnet werden kann. KPÖ-Stadtrat Ernst Kaltenegger stimmte gegen die Aufstockung, die nicht in der Regierung vertretene FPÖ übte ebenfalls Kritik.

Nach den Worten von Baustadtrat Gerhard Rüsch (V) hätten vor allem Probleme der Qualitätssicherung für die Außenhaut aus Plexiglas zu vier Wochen Verzögerung geführt. Die Hitzebeständigkeit der prototypischen Materialien habe erneut überprüft werden müssen. Um den Fahrplan halten zu können, müsse die Montage der Platten nun von der Stahlbaufirma SFL statt vom Gerüst aus über Kräne durchgeführt werden, was den Gutteil der Mehrkosten ausmache. Insgesamt kostet das Kunsthaus nun 35,6 Mio. Euro, Grundstückkosten und Tiefgarage nicht mitgerechnet.

Dass es noch einen Preisschub für das ursprünglich kostenmäßig gedeckelte Kunsthaus geben könnte, dafür könnte die Stahlbaufirma SFL sorgen, die auch die Murinsel gebaut hat: Eine von ihr eingebrachte Nachtragsforderung über 2,2 Mio. Euro ist gerichtsanhängig.(APA)

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