"Haben leider zu wenig gefährliche Leute"

10. Mai 2012, 21:52
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  • Salzburg - Kapfenberg

Ricardo Moniz (Salzburg-Trainer): "Der Sieg ist verdient. Allerdings war die Mannschaft mit den positiven Erwartungen ein bisschen verkrampft. Wir waren nicht so dominant wie gegen Rapid und wir haben leider noch immer zu wenig gefährliche Leute. Aus diesen Chancen nach der Pause müssen ganz einfach mehr Tore gemacht werden. Deshalb wird der Fokus hinsichtlich Cupfinale auf die Chancenauswertung gelegt. Mit dem Sieg von Rapid musste man rechnen. Wir haben unsere Pflicht getan. Wir haben geduldig gespielt. Offiziell brauchen wir noch einen Punkt, und den werden wir holen."

Erwin Fuchs (Kapfenberg-Präsident): "Das monatelange Leiden hat jetzt ein Ende. Den Abstieg haben wir ja bereits verarbeitet. Wir richten den Fokus nach vorne und wollen nächstes Jahr wieder aufsteigen. Gegen Rapid gibt es noch ein abschließendes Highlight für unsere Fans. Babangida bleibt vielleicht, die anderen Namen wie Gerson oder Nathan Junior sind nicht zu halten."

Thomas von Heesen (Kapfenberg-Trainer): "Ich möchte den Bullen zur Meisterschaft gratulieren. Wir sind heute auf eine top motivierte Mannschaft getroffen. Wenn die einmal ins Rollen kommt wie in der zweiten Spielhälfte, ist es sehr schwer dagegenzuhalten. Auswärts fehlt mir bei uns der Punch von den Heimspielen. Letztendlich haben wir heute wieder dazugelernt und hatten mit Tormann Wolf einen überragenden Mann."

Stefan Maierhofer (Salzburg-Torschütze): "Es ist nach wie vor vollste Konzentration gefragt. Wir müssen ganz einfach die nötigen Punkte am Sonntag in Wiener Neustadt einfahren. Solange nicht alles rechnerisch unter Dach und Fach ist, muss man aufpassen."

Alexander Walke (Salzburg-Tormann): "Wir haben heute unsere Hausaufgabe gemacht. Wir brauchen noch einen Punkt, den wir sicher holen werden."

Franz Schiemer (Salzburg-Verteidiger): "Eine Feier auf dem Spielfeld ist ohnehin schöner als im VIP-Club. Aber lieber wäre es mir schon gewesen, wenn schon heute alles entschieden worden wäre. Dann hätten wir uns ab sofort in Ruhe aufs Cupfinale vorbereiten können."

  • Mattersburg - Rapid:

Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Fußball ist eine grausame Sache. Wir haben die zweite Hälfte dominiert und große Chancen vergeben. In der ersten Hälfte wollten wir so wie in Innsbruck in Schönheit spielen."

Peter Schöttel (Rapid-Trainer): "In der ersten Hälfte hatten wir kein Problem mit dem Gegner, da war es extrem ruhig, es gab praktisch keine Fouls. Mit dem schnellen Tor ist alles für uns gelaufen. In der zweiten Hälfte waren wir unsicher und passiv. Die Mannschaft denkt vielleicht zu viel nach, man hat den Druck gespürt, weil wir unbedingt den Europacup-Platz holen müssen. Der Gegner hat zum Schluss viel riskiert und wir haben unsere Konter schlecht gespielt."

  • Austria - Wr. Neustadt:

Ivica Vastic (Trainer Austria Wien): "Ich muss meiner Mannschaft gratulieren. Wir haben von Anfang an das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir sind aggressiv ins Spiel gegangen und haben dies auch auf dem Platz gezeigt. Wir haben verdient geführt und nach einer Unaufmerksamkeit das 1:2 bekommen. Das hat uns verunsichert, aber das 3:1 vor der Pause war wichtig. In der zweiten Spielhälfte wollten wir daran anschließen, aber der eine oder andere ist müde geworden. Das hat sich ausgewirkt."

Peter Stöger (Trainer Wiener Neustadt): "Die Austria war 90 Minuten lang die bessere Mannschaft. Wir haben heute eines unserer schlechteren Spiele gemacht, obwohl wir gewusst haben, dass wir gerettet sind. Ich habe gehofft, dass wir befreiter aufspielen. Knackpunkt war das 1:3, nachdem wir eigentlich den psychologisch guten Anschlusstreffer vor der Pause erzielt haben."

  • Sturm - Admira:

Thomas Kristl (Trainer Sturm): "Schade, dass wir in der Druckphase in der 2. Hälfte unsere Chancen nicht nutzen konnten. Das 0:1 fiel wie aus heiterem Himmel und nach dem 0:2 war es sehr schwer, zurück ins Spiel zu kommen. Wir hatten uns für die 2. Hälfte viel vorgenommen und sind umso enttäuschter, dass das erklärte Ziel Europa League nicht erreicht wurde. Jetzt wollen wir die Saison vernünftig zu Ende spielen. Am Sonntag kommt ein schweres Spiel, bis dahin müssen wir die Mannschaft wieder aufrichten."

Dietmar Kühbauer (Trainer Admira): "Dieser Sieg war ein wichtiger Schritt. Es war ein tolles Spiel mit Chancen auf beiden Seiten - wir haben sie zum Glück genützt. Nach dem Spielverlauf wäre ich auch mit einem 1:1 zufrieden gewesen. Nach dem 2:0 war die Sache erledigt." Zur Europacup-Situation wollte Kühbauer keine Prognose abgeben. "Wir haben noch zwei Spiele, wir könnten nach der letzten Runde auch mit leeren Händen dastehen."

  • Ried - Wacker:

Gerhard Schweitzer (Ried-Trainer): "In den ersten 20 Minuten haben wir nicht unsere Leistung gebracht, wir kamen schwer ins Spiel rein. Nach dem 0:1 sind wir dann aufgewacht und hatten danach gute Chancen. Letztendlich war es ein verdienter Punkt."

Walter Kogler (Wacker-Trainer): "Ich bin aufgrund der Tabellensituation zufrieden mit dem Punkt. Wenn wir die drei Punkte unbedingt gebraucht hätten, wäre ich aber nicht zufrieden gewesen. Wir haben sehr gut begonnen und früh das 1:0 vorgelegt. Danach hatten wir weitere gute Chancen um zu erhöhen. Doch dann kam Ried auf und erzielte in einer Schwächephase von uns den Ausgleich." (APA, 10.5.2012)

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