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Mohamed, 15 Jahre, arbeitet für 13 Euro am Tag in einem israelischen Landwirtschaftsbetrieb.

Die palästinensischen Arbeiter am Heimweg von der Arbeit.

Blick aus dem Dorf Fasa'il. Der Boden im Jordantal ist extrem trocken, das Wasser kostbar.

Zwei Fußballfelder in Fasa'il, eines auf der palästinensischen Seite und ein begrüntes in der Siedlung gegenüber.
Im Jordantal machen Firmen Geld aus Armut: Palästinensische Kinder und Jugendliche arbeiten für rund 13 Euro am Tag in israelischen Landwirtschaftsbetrieben, ohne Rechte und ohne Versicherung.
"Jeden Tag arbeite ich von 6 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags auf der Farm. Die Arbeit ist hart, aber es gibt hier keine anderen Jobs", sagt der 15-jährige Mohamed aus dem palästinensischen Dorf Fasa'il im Jordantal. Für den Landwirtschaftbetrieb der Siedlung Tomer, die nach internationalem Recht illegal ist, da sie auf besetztem palästinensischem Gebiet liegt, pflückt er für knapp 300 Euro im Monat Paprika und anderes Gemüse. Und das jeden Tag bis auf eine dreimonatige Sommerpause.
"Eigentlich würde ich gerne eine Ausbildung zum Automechaniker machen. Aber das geht nicht", sagt er während des Gesprächs im Haus seiner Familie. Das Haus ist so gut wie ohne Einrichtung, nur ein Fernseher ziert das Wohnzimmer. Doch selbst der steht auf einer jener gebrauchten Kisten, in denen die Firmen das gepflückte Gemüse exportieren.
Mohameds Vater Khalid meint, dass er seinen Sohn nicht ins nahe gelegene Jericho schicken kann, um dort eine Ausbildung zu machen. "Ich verdiene als Angestellter in einer Schule 350 Euro. Nur mit Mohameds Einkommen schaffen wir es, über die Runden zu kommen", sagt er.
Das besetzte Jordantal
87 Prozent des Jordantals stehen unter vollständiger israelischer Kontrolle und sind damit Teil der Zone C, die 60 Prozent des Westjordanlandes einnimmt. In dieser Zone liegen auch alle israelischen Siedlungen, was sich oft negativ auf die Bewegungsfreiheit und die Wirtschaft der palästinensischen Bevölkerung auswirkt. So auch im Jordantal.
"Die palästinensischen Bauern und Händler im Jordantal schaffen es kaum, ihre Produkte zu verkaufen, weil ihre Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt ist und sie immer weniger Land und Wasser zur Verfügung haben", erklärt Isra Muzaffar, die Leiterin des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Hilfe (OCHA) im zentralen Westjordanland.
Dutzende Kontrollpunkte und militärische Sperrzonen erschweren hier das Leben und den Transport. Viele Viehzüchter haben keinen Zugang zu Weideboden und das Wasser ist extrem ungleich verteilt. Während die meisten Viehzüchter pro Kopf nur 20 Liter Wasser pro Tag zur Verfügung haben, liegt der durchschnittliche Wasserverbrauch in den Siedlungen bei 300 Litern pro Kopf.
Keine Alternative
Armut und ein Mangel an Alternativen treiben Palästinenser im Jordantal in die Lohnabhängigkeit der Siedlungen, die im Auftrag von israelischen und internationalen Firmen großen Gewinn machen. Eigentlich wären israelische Firmen auch dann an das nationale Arbeitsrecht gebunden, wenn sie in den besetzten Palästinensischen Gebieten produzieren, meint Dror Etkes, ein israelischer Experte für rechtliche Angelegenheiten rund um Siedlungsfragen. Doch die Realität sieht anders aus.
"Ich habe Angst, dass mein Sohn einmal einen Unfall hat. Versichert ist er nicht", sagt Liga, eine Beduinenfrau und Mutter eines 15-Jährigen, der auch Mohamed heißt und in Tomer arbeitet.
Doch auch die Familienstrukturen machen den Söhnen das Leben schwer. Ligas Ehemann ist über 70 und noch dazu mit zwei weiteren Frauen verheiratet. Weil der Vater nicht mehr arbeiten kann, muss Mohamed auch noch die Kinder, die sein Vater mit den anderen Frauen hat, ernähren.
Am Weg vor Ligas Haus geht es eine trockene Schotterstraße entlang in Richtung Siedlung, wo naturgemäß eine gut ausgebaute Asphaltstraße beginnt. Ein Traktor nach dem anderen fährt aus der Siedlung heraus, beladen mit palästinensischen Arbeitern und Kisten voll mit Gemüse.
Einer der Jungs, die auf der Ladefläche eines Traktors stehen, ist ebenfalls erst 15. Er sagt, dass er schon seit drei Jahren auf der Farm arbeitet. Wo es sonst keine Einkommensquellen gibt, sorgt Kinderarbeit für familiären Wirtschaftsaufschwung.
"Es gibt so wenige Beschäftigungsmöglichkeiten im Jordantal, dass Palästinenser die Wahl haben, entweder daheim zu bleiben oder in einer Siedlung zu arbeiten, um so wenigstens ihre Familie ernähren zu können", sagt Christopher Whitman vom palästinensischen Ma'an Development Center.
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übliche verleumdung des grundsätzlichen problems und verdrehung bzw. nicht-benennung der ursachen, wie z.b. illegaler landnahme, entzug bzw. nicht-genehmigung der wasserrechte, zerstörung der landwirtschaftlichen infrastruktur bzw. von nutzpflanzen.
die ewiggestigen beharren nicht nur unentwegt auf eigene sonderrechte zum schaden anderer, sondern nutzen das elend der anderen auch noch schamlos aus.
1. bis zur 1. Intifada 1988 konnten die P. sogar relativ frei in I. arbeiten und auch Waren von dort frei einführen. Das Recycling aus isr. Schrott erlebte sogar bis 88 einen Boom.
Erst die zunehmenden Gewalttaten gegen isr. Arbeitgeber und p. ARBEITNEHMER erzwangen die Restriktionen.
2. es stünde der PNA frei, mit I. einen "Flächenwidmungsplan" füre die WB auszuarbeiten. Nur würde sie das tun, dann wäre nicht nur hier auf der Antisemiten-Antizionisten Front am "Standard" die Hölle los.
"Flächenwidmungsplan"
ganz gewiss bei den flickerlteppich und mit checkpoints flächendeckend durchzogenen gebiet.
andernfalls zeigen sie doch mal hinweise geschweigedenn entwürfe zu diesen vermeintichen Flächenwidmungsplan.
lassen sie doch bitte ihre ewiggestrigen unterstellungsversuche a la antisemitisimus ... und schon gar nicht in zusammenhang mit antizionismus zu bringen.
Die demografische Entwicklung ist das wahre Problem im Westjordanland.
Die Geburtenrate in den Palästinensergebieten liegt bei durchschnittlich 5 Kindern pro Frau.
Die Ressourcen(Arbeit/Wasser/Wohnraum) wären auch ohne die Siedler extrem knapp.
Die Palästinenser sollten am besten die Ein-Kind-Politik von China übernehmen.
In der Area C (60% der WB) lebten Mitte der 90er noch 215 000 Palästinenser - heute sind es noch 65 000 - alle anderen vertreiben und enteignet - und wenn Sie wissen wollen wer sich 'zu viel vermehrt' - dann sagen Sie doch den Orthodoxen Juden, die oft 6-10 Kinder haben, dass ihre außerordentliche Fruchtbarkeit nicht erwünscht ist.
Wäre schön, wenn Sie recht hätten.
Aber haben sie Anhaltspunkte für diese Annahme?
Damit meine ich jetzt nicht Berichte über einzelne, denn Sie schrieben "viele Kinder"
- die Hilfs-Milliarden (!) aus den USA und der EU sind wo? auf den schweizer Konten der arabischen Führer?
- wenn die bösen "Siedler" verschwinden, wo arbeiten dann die Araber in Judea und Samaria, da es ja laut Artikel "keine anderen Jobs" gibt?
- schlecht bezahlte Hilfsarbeit in der Landwirtschaft ist böse -stimmt! aber vielleicht sollten wir in Ö/Europa erst einmal vor unserer eigenen Türe kehren
- wieviel verdienen Hilfsarbeiter in den benachbarten Ländern? und sind sie dort gut versichert?
und wieso dürfen wir darüber ausnahmslos nie etwas lesen?
Hackl schreibt von Kinderarbeit, berichtet aber von zwei 15-jährigen und bringt keine überprüfbaren quantitativen Werte zustande.
A bisserl antiisraelische Propaganda geht immer im Standard und sei sie noch so tief.
Über die Siedlungen und deren Berechtigung oder Unrecht kann und soll man streiten, aber Kinderarbeit? Ich vermute, Hackl kann kein Hebräisch, nur Arabisch, deshalb ist er ja dort auch Korrespondent.
Mal abgesehen davon, dass die Siedler ja erstaunliches Vertrauen den Jugendlichen entgegenbringen, nach Itamar.
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