"Gebühren nicht in völlige Willkür einer Uni geben"

Interview | Lisa Nimmervoll
10. Mai 2012, 18:07
  • Heinrich Schmidinger "wundert" sich über die Senate, die trotz 
Finanznot der Unis gegen Studiengebühren gestimmt haben.
    foto: der standard/corn

    Heinrich Schmidinger "wundert" sich über die Senate, die trotz Finanznot der Unis gegen Studiengebühren gestimmt haben.

  • "Ich hoffe natürlich, dass mein Antrag durchgeht und wir wieder 
Studienbeiträge einheben können. Ich glaube, es wird ein sehr knappes 
Ergebnis - in die eine oder andere Richtung."
    foto: der standard/corn

    "Ich hoffe natürlich, dass mein Antrag durchgeht und wir wieder Studienbeiträge einheben können. Ich glaube, es wird ein sehr knappes Ergebnis - in die eine oder andere Richtung."

Heinrich Schmidinger, Rektor der Uni Salzburg und Präsident der Universitätenkonferenz, pocht auf 500-Euro-Obergrenze und Ausnahmenliste

STANDARD: Nach fünf Senatsentscheidungen steht es 3:2 für die autonome Einhebung von Studiengebühren. Uni Wien, TU Graz und WU werden ab Herbst kassieren, die Senate der TU Wien und der Uni Klagenfurt haben sich gegen die Anträge ihrer Rektoren entschieden. Überrascht Sie das Ergebnis?

Heinrich Schmidinger: Überrascht hat es mich nicht, denn die Rektoren haben im Plenum der Universitätenkonferenz zum Teil schon angekündigt, wie die Senate bei ihnen vermutlich entscheiden werden.

STANDARD: Ihre Uni, die Uni Salzburg, ist die nächste. Auf welches Ergebnis Ihres Senats hoffen Sie denn am kommenden Dienstag?

Schmidinger: Ich hoffe natürlich, dass mein Antrag durchgeht und wir wieder Studienbeiträge einheben können. Ich glaube, es wird ein sehr knappes Ergebnis - in die eine oder andere Richtung.

STANDARD: Ist die Hoffnung die auf baldige Gewissheit durch den Verfassungsgerichtshof (VfGH) - oder entspricht Ihr Antrag auch Ihrer Überzeugung, dass Studiengebühren gut, wichtig und richtig sind?

Schmidinger: Ich bin ein Befürworter von Studienbeiträgen. Mir geht es natürlich darum, dass eine juristische Klärung herbeigeführt wird, mir geht es aber vor allem auch um das Geld. Ich kann auf diese Beträge nicht verzichten. Und ich muss sagen, es wundert mich bei den Senaten, die jetzt die Anträge an ihren Unis ablehnen, dass es ihnen darum anscheinend nicht geht, denn das Geld wird es anders nicht geben.

STANDARD:  Es gibt die Angst, dass das Ministerium jene, die keine Gebühren einführen, "bestrafen" könnte, indem bei den Leistungsvereinbarungen gesagt wird: "Ihr fordert mehr Budget, aber auf die Einnahmen aus Studiengebühren verzichtet ihr großmütig."

Schmidinger: Unter diesem Druck fühle ich mich nicht. Ich glaube auch nicht, dass sich das Ministerium so verhalten wird. Ich habe doch schon etliche Gespräche - auch mit Minister Karlheinz Töchterle - geführt, und das ist immer ausgeschlossen worden.

STANDARD: Um wie viel Geld geht es an der Universität Salzburg?

Schmidinger: Wir reden von den Studienbeiträgen, um die es zuletzt ging: 363,36 Euro pro Semester für Nicht-EU-Bürger und Langzeitstudierende. Das ist bei uns ein Betrag von 1,5 Millionen Euro im Jahr, das entspricht 1,5 Prozent von unserem Globalbudget von ungefähr 100 Millionen Euro.

STANDARD:  Was passiert mit dem Geld, das Sie vielleicht im Wintersemester 2012/13 einnehmen? Können Sie es überhaupt ausgeben, oder muss es sofort gebunkert werden für etwaige Rückzahlungen?

Schmidinger: Natürlich muss ich das Geld rückstellen für den Fall, dass die Uni geklagt wird und das zurückzahlen muss, aber ich habe es trotzdem in der Liquidität und kann das Geld einsetzen - das entspricht ungefähr zehn Professuren. Wenn wir das Geld nicht erhalten, müssen wir diesen Betrag einsparen, und wir werden auf jeden Fall auch defizitär.

STANDARD:  Es zeichnen sich erste Wettbewerbsphänomene ab. An der Uni Klagenfurt wurde mit Blick auf die eigene technische Fakultät auch bedacht, dass die benachbarte TU Graz ab Herbst wieder gebührenpflichtig ist - eine gebührenfreie Alternative also attraktiv wäre. Ist das gesunder Wettbewerb oder eine unerwünschte Nebenwirkung?

Schmidinger: Zweiteres. Natürlich wäre auch mir lieber gewesen, die Unis hätten in dieser Frage alle an einem Strang gezogen. Das wäre sicherlich viel besser gewesen für die Position der Universitäten in Österreich insgesamt, aber diese Einigkeit war aus verschiedensten Gründen nicht herzustellen. Deshalb sehe ich das jetzt eher als Nebeneffekt, der sich fast zwangsläufig einstellt, über den ich aber alles andere als glücklich bin. Wenngleich ich nicht glaube, dass er intendiert ist oder der Grund war, warum etwa die TU Wien die Studienbeiträge abgelehnt hat.

STANDARD: Die Uni Wien will die Gebühren stunden. Die WU verpflichtet sich, allen Studierenden die Gebühren zu retournieren, falls der VfGH sie aufhebt, nicht nur jenen, die dagegen Beschwerde erheben. Bei VfGH-Anlassfällen gibt es ja die "Ergreiferprämie" nur für Beschwerdeführer. Was machen Sie?

Schmidinger: Eine Stundung ist bei uns nicht angedacht. Ich gehe ich davon aus, dass im Falle einer Aufhebung alle das Geld wieder zurückbekommen müssen. Ich würde nicht einsehen, dass nur die, die klagen, die Gebühren rückerstattet erhalten. Da würde ich nicht auseinanderdividieren.

STANDARD: Angenommen, der VfGH bestätigt die autonomen Gebühren der Unis, dann hat die Politik das Problem los, und die Unis haben es am Hals. Wie geht's dann weiter? Stichwort Stipendiensystem etc.

Schmidinger: Die Politik wird in keinem Fall darum herumkommen festzustellen, dass das ab jetzt autonome Sache der Universitäten ist. Es gibt dann die eindeutige rechtliche Basis, aber der Gesetzgeber muss noch einmal sagen: Bitte, das ist jetzt Sache.

STANDARD: Soll diese dann juristisch beglaubigte Gebührenautonomie so weit gehen, dass jede Uni tun kann, was sie für gut hält?

Schmidinger: Da würde ich den Vorschlag von Minister Töchterle unterstützen, der sagt, es gibt eine Obergrenze, die liegt bei 500 Euro, und dazu eine Liste von Ausnahmeregelungen, damit schlechte soziale Effekte vermieden werden. Ich würde das nicht in die völlige Willkür einer Universität geben.

STANDARD: Szenario II: Der VfGH hebt auch die neuen Gebührenregelungen der Unis auf, was dann?

Schmidinger: Dann ist der Bund gefordert, uns dieses Geld zu ersetzen, so wie 2008 bei der De-facto-Abschaffung der Studienbeiträge durch SPÖ, FPÖ und Grüne versprochen wurde, dass den Unis das entfallene Geld ersetzt wird. (Lisa Nimmervoll, DER STANDARD, 11.5.2012)

Heinrich Schmidinger (58) studierte Philosophie und Theologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom, ab 1993 Ordinarius für Christliche Philosophie an der Uni Salzburg, ab 1999 Vizerektor, seit 2001 Rektor und seit Oktober 2011 Präsident der Uniko.

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Zukünftiger Student sagt JA zu Studiengebühren

Gut, viele mögen jetzt sagen, dass ich das nur tue, weil Ich sowieso keine Gebühren zahlen muss. Aber ich kenne es von vielen Freunden: Die Uni ist überrannt! Und warum? Nein, nicht weil unser Bildungsangebot soooo toll ist...nein, weil unser Bildungsangebot GRATIS ist!
Momentan nimmt die Regelung (nur nicht-EU Bürger und Langzeitstudenten zahlen) sowieso 80 % der Studierenden aus und Erlassmöglichkeiten gibt es auch.

Ich versteh auch sehr gut, dass die Unis das Geld brauchen können...wenn sie es dann auch richtig einsetzen würden wärs natürlich toll.

Gratis Bildung ist in vielen Ländern schon lang kein Thema mehr. Sicher Bildung ist wichtig, aber manche Leute gehen damit einfach viel zu selbstverständlich um.

Zugansbeschränkungen und Studiengebühren sind zwei paar komplette verschiedene Schuhe, und die Zugangsbeschärnkung über die Finanzmächtigkeit spiele zu lassen, ist wirklich nur kontraproduktiv und widerspricht unserer Gesellschaftsidee, dass jeder werden kann, was er/sie will, wenn er nur gut dafür tut.

eine schüchterene frage ?

wir wiener mit drei kindern
zahlen für schulen
die vertiefte sprachkompetenz in der amtsprache + in fremdsprache anbieten
(weil wir konfessionelle schulen ablehnen )pro kind ca 300,- monatlich

...
wenn wir diesen schulpflichtparagraphen nicht hätten
wären unsere kinder als unigebührenzahler dort wesentlich billiger und auf höherem niveau untergebracht
..
und würden sich den ganzen "psychokram" der grundschulpädagogen zwischen helfersyndrom und elitewahnsinn ersparen

...
könnten wir nicht basiseinführungsseminare
ab 6a an den unis anbieten ?
..

Sie haben es einfach nicht begriffen.

Wenn es nach der ÖVP geht, haben Ihre Kinder an der Universität nichts verloren, außer sie

- sind ÖVP-ler mit einem gewissen Nahverhältnis zu ÖVP-FunktionärInnen

- gehören einer bestimmten Schicht/Stand an und verfügen über ein ererbtes, erzocktes oder erarbeitetes Vermögen und ein formidables Einkommen.

Es geht derzeit darum, Eliten zu sichern. Und das soll nach Meinung der ÖVP schon spätestens mit Schuleintritt geleistet werden.

danke für ihre einschätzung

wie unterscheiden sich andere fraktionen
im detail ?
alle fördern das was sie für die eigenen eliten halten

unizugang - gut alle dürfen in einer grottenschlechten infrastruktur- lernen was wirtschaft als wissen bezeichnet-

wenn sie ihren BA,MA,Phd haben
werden sie ausselektiert gegenüber jenen die ihre titel an den teuren-in der wirtschaft als ecellent anerkannten -unis gemacht haben

wir leben in einer feudalgesellschaft -
der geburtsstatus tritt bloß in den hintergrund gegenüber dem vermögensstatus der ursprungsfamilie
die parteiein funktionieren nur als weitere karriereschleuse

und frustrierender weise alle

Ja, aber die ÖVP kontrolliert ja weitgehend die Universitäten. Nach der nächsten NR-Wahl kommt das große Schlachten, sie werdens sehn. Enorme Studiengebühren und Zugangsbeschränkungen.

Die SPÖ hat ja versucht, über die PH sich eine rote AkademikerInnen-Linie jenseits der schwarzen Uni zu sichern. Die haben die Uni aufgegeben.

Deshalb gibts ja jetzt dieses Gerangel um die PH und um Qualifikation von LehrerInnen.

Ein roter Lehrer mit M.A. besitzt genug Verwaltungserfahrung und Befähigung, um die üblichen Funktionen in Apparat und Politik ausfüllen zu kommen - worauf es dabei ankommt, lernt man ohnehin nicht an der Uni. Und ein paar JuristInnen hat man eh immer dabei, viele braucht die Partei ja eh nicht.

nach der nächsten NR
werden sich die studenten nach den bürgerlichen sehnen ;-)

wenn den prognosen glauben zu schenken
werden die unis
dann wohl
von (schlagenden) burschenschafter
übernommen

vielleicht sollten die aufgeklärten gebildeten
endlich beginnen eine ebenbürtige struktur an bildung die sich nicht an den proporzsystem des staates anlehnt "hochzuziehn"
-
nur wo findet man finanzielle unterstützer die dies nicht aus eigennutz machen?

Sie bringen es auf den Punkt.

Die universitäre Bildung wird längst zunehmend privatisiert, und dort passiert genau das, was ich Ihnen gesagt hatte: Dass es verdammt viel Geld kostet, zu studieren. Damit erübrigt sich die Frage nach der Partei, wir sind dann beim Schichten- oder Ständemodell, und damit berühren wir die zentrale Ideologie der Schwarzen.

Also, machen Sie ordentlich Kohle, aber wirklich ordentlich, dann wirds was mit Studium der Kinder.

Immerhin müssen Sie sich keine Gedanken darüber machen, ob Ihre Kinder dann "was Gscheits" studieren oder lernen.

sie übersehen der faktor -
wille,mut,selbstverständis
unserer nachgeborenen

viele ihrer lebensprojekte sind wesentlich radikaler als jene der 60iger generation- die zumeist bei der "befreiung" des einzelnen hängen geblieben und uns eine echte "egoshooter" generation beschert hat.

ich mache mir gar keine gedanken was sie studieren
sondern eher was ich ihnen als "werkzeuge" mitgeben kann
ein selbstverantwortliches leben in ihrem sinne zu führen
das konzept "schaffe schaffe häusle bauen" ist mit der weltwirtschaftskrise endgütig von tisch-
die kids ignorieren die realmacht der feudalgesellschaft
und sie leben gut ohne karrieren im heutigen sinne
sind aber privilegiert
da als eu-bürger
sie derzeit noch eine defacto reisefreiheit genießen

Na, dann ist es für sie also ohnehin kein Thema, was aus den Universitäten wird.

ich widerspreche erneut
der "barrierefreie" zugang zu bildung wird immer ein gesellschaftlich relevantes thema sein

sollte dieser aber verhindert werden
finden unsere nachgeborenen trotzdem möglichkeiten auf hohem niveau ihren "berufungen"nachzugehen

Seit wann ist es in Österreich eigentlich kein Problem mehr, Bildung nicht frei zugänglich zu machen?

Theologe UND NOCH Philosoph

Die USA sind da schon weiter: Dort wächst bereits die student loans bubble

"And the federal Consumer Financial Protection Bureau estimates student loan debt has passed $1 trillion, an amount greater than all outstanding credit card debt."

http://www.latimes.com/news/opin... 8690.story

Gebühren nicht in völlige Willkür einer Uni geben

Retortenchef sagt: Noa doa moach ma hoit 500 EUR ois Grenz!

ich frage mich drei dinge

1. ist "die lehre von gott" in ihrer bekenntnisgebundenheit tatsächlich eine wissenschaft oder wäre es nicht besser für die entwicklung der wissenschaft und menscheit im allgemeinen, die theologie als randgebiet der philosophie zu führen?

2. haben der herr schmidinger und der herr töchterle auch eigene ideen oder vertrauen sie unserem großen nachbarland so blind, dass sie einfach alles, (dort übrigens schon längst wieder überholte) mit fünf-zehnjähriger verspätung kopieren?

3. ist der herr rektorenchef, der auf die studienbeiträge nicht verzichten kann, sich eigentlich im klaren, dass er damit auf kurz oder lang den ohnehin schon angeschlagenen öffentlichen stellenwert der universitäten und wissenschaften weiter ruiniert?

Der Stellenwert würde eher steigen und nicht sinken.

1. ok

2. Hmmm, die Studiengebühren wurden aber in Ö vor D eingeführt.

3. In der Schweiz gibt es auch Gebühren und ich denke nicht, dass der Stellenwert zB der ETH darunter leidet.

Das heisst alles nicht, dass Studiengebühren notwendig sind, im Gegenteil, mMn sollten die Diskussion um diese relativ Niedrigen Beiträge obsolet sein, weil der Staat die Unis ausreichend finanziert (= Investition in die Zukunft). Aber ihre Argumente gehen trotzdem ins Leere.

zu 2. ich meinte damit das "autonome Einführen von Studiengebühren" mit einer "Obergrenze von 500€." 2007 war das glaub ich da wurde in d-land exakt die selbe diskussion geführt und es führte lediglich dazu, dass plötzlich alle Unis die sich für die Einhebung entschieden haben (war glaub ich sogar ländersache) 500€ und keinen Cent weniger einführten. abgesehen davon, wird das studiengebührenmodell in d-land gerade als auslaufmodell diskutiert.

zu 3.: um deutlicher zu machen was ich meine möchte ich mich bescheidenerweise selbst zitieren: http://derstandard.at/plink/133... id26042614

Von Linken wird alles was nicht gratis ist als Auslaufmodell diskutiert. Da meinen sogar manche Arbeit sei per se ein Auslaufmodell. Öffi-Gebühren seien obsolet, BGE einzuführen, Gesundheit muss gratis sein, Altersvorsorge und eigentlich eh überhaupt alles und zahlen sollen die anderen.

ob links oder rechts: zahlen tun alle!

steuern! und das ist auch gut so! hohe steuersätze mit gleichzeitig hoher verteilungsgerechtigkeit: das führt zu einem breiten wohlstand und zu einer friedsamen und solidarischen gesellschaft in der kooperation vor konkurrenz steht.

Die Bildung ist im derzeitigen Status Quo eben NICHT GRATIS! Sie wird bereits von allen mitfinanziert... eben über Steuern. Nur leider wird das Gros der Steuern lieber für unzählige verwalterische Sinnlosigkeiten und Blindgängerprojekte verpulvert, anstatt sie dort zu investieren wo sie MIT SICHERHEIT früchte trägt: in die Bildung.

Blabla. Im Endeffekt wollen die Studenten dass sie nichts beitragen wie etwa minimale Gebühren, wobei nicht alle so denken.
Sie wollen dass andere zahlen. Niemand verlangt die realen gesamten Kosten sondern es geht um einen Beitrag.
Zu hohe Steuern haben einen negativen Effekt. Hundert Prozent Steuern glauben Sie haben noch immer diesen positiven Effekt?

also bis jetzt ist nur von IHRER seite

BLABLA und kein einziges haltbares Gegenargument gekommen! Schon während ihres Studiums (Arbeit) und vor allem auch nach dem Studium tragen Studenten und Akademiker in form von HÖHEREN Steuern, in Form von Wissensproduktion und in Form von Innovationen die wiederum Wirtschaftsprozesse generiert und somit neue Steuerquellen aufmacht.
UND glauben sie mir: Jenes Steuergeld das man durch die Einnahme von Studiengebühren spart, wird sicher nicht in UNI sondern in Idiotien investiert. (abfangjäger..)

Abgesehen davon, dass es in einer Demokratie nicht möglich wäre, würde ich nie behaupten das 100% Steuern sinnvoll wären. Steuersätze von 45% bis knapp über 50%, gekoppelt mit einer intelligenten- gerechten Verteilung und schlanker Verwaltung=>SINN

Wieso 45 - 50+%, wieso nicht 35% oder 25%. Wie kommen sie auf diese Zahlen?
Zudem sind da keine SV-Versicherung, Gemeindeabgaben, Gebühren für andere öffentliche Dienste, andere Steuern etc. enthalten.
Wenn alles zusammen 45-50% ausmacht, wären ja die meisten zufrieden, aber in Wirklichkeit sinds doch eher 70%.

Wenn man ihren Gedanken weiterdenkt

..., dann müsste man jeweils darauf achten, dass ein möglichst hohes Gehalt für jeden Akademiker im Inland erreicht werden kann. Also viele Studien dürften dann nur mehr beschränkte Studienplätze anbieten für die am besten geeigneten. Zudem müsste darauf geachtet werden, dass die Studiendauer möglichst kurz ist. Sozialwissenschaftliche Studien müssten nur mehr sehr eingeschränlt angeboten werden, Publizisitk fast gar nicht mehr.
Man könnte aber auch die Zahlen vergleichen, da wir schon SG hatten und danach wieder nicht und wird durchaus viele positive Effekte feststellen können, und kaum negative.
Die Wissensproduktion wurde nicht durch SG eingeschränkt, genauso wenig schlossen weniger ein Studium ab (eher genau das Gegenteil).

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