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vergrößern 800x600Das solare Magnetfeld und der Sonnenwind formen die Heliosphäre (hier blau dargestellt). Bisher dachte man, dass das Sonnensystem auf seiner Reise durch das interstellare Gas (im Bild orange und weiß) eine Schockfront vor sich her schiebt. Die aktuellen Messungen weisen darauf hin, dass es wohl doch nur eine Arte "Bugwelle" ist.
Washington - Ein internationales Forscherteam hat festgestellt, dass sich unser Sonnensystem viel gemächlicher durch das Gas der Milchstraße fortbewegt als gedacht. Nach den Messungen der Raumsonde "Interstellar Boundary Explorer" (IBEX) der US-Raumfahrtbehörde NASA reist das Sonnensystem rund 11.000 Kilometer pro Stunde langsamer durch das interstellare Medium.
Unser Sonnensystem liegt eingebettet in die sogenannte Heliosphäre. Diese blasenförmige Struktur im dünnen Gas der Milchstraße wird von einem steten Teilchenstrom von der Sonne, dem sogenannten Sonnenwind, sowie vom solaren Magnetfeld geformt. In der Heliosphäre bewegt sich das gesamte Sonnensystem durch das interstellare Gas. Seit Jahrzehnten gehen Astronomen davon aus, dass die Heliosphäre dabei eine Schockfront in diesem interstellaren Medium vor sich herschiebt, ähnlich wie ein Überschallflugzeug in der Luft.
Zu langsam für eine Schockfront
Mit einer Geschwindigkeit von rund 83.000 Kilometern pro Stunde sei unser Sonnensystem jedoch zu langsam, um eine derartige Schockfront aufzubauen, argumentieren die Forscher um David McComas vom Southwest Research Institute in San Antonio (Texas) im US-Fachjournal "Science". "Während es Schockfronten mit Sicherheit bei vielen anderen Sternen gibt, stellen wir fest, dass die Wechselwirkung unserer Sonne mit dem interstellaren Medium nicht die nötige Schwelle zur Bildung einer Schockfront erreicht", erläuterte McComas. "Das Phänomen vor unserer Heliosphäre ist eher eine Welle - ähnlich wie ein Boot eine Bugwelle vor sich herschiebt."
Die Bedeutung der fehlenden Schockfront sei noch nicht klar, erläuterte McComas. "Jahrzehnte der Forschung wurden Szenarien betrachtet, die eine Schockfront einschließen. Diese Forschung muss nun mit den neuesten Daten überarbeitet werden." Konsequenzen ergäben sich etwa für die Art und Weise, wie energiereiche Atomteilchen aus dem Kosmos, die sogenannte Kosmische Strahlung, in die Heliosphäre eindringen und sich in ihr bewegen können. Dieses Wissen sei für die bemannte Raumfahrt von Bedeutung. (APA/red, derstandard.at, 12.5.2012)
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... dann soll nämlich voyager 1 den heliosheath durchflogen haben und die heliopause passieren...
spätestens dann - und sollte das ding immer noch halbwegs funktionieren - wissen wir mehr...
mom befindet sich voyager 1 120 AU entfernt und bewegt sich mit ~3,5 AU pro jahr... und soweit ich weiss recht genau in "flugrichtung" der sonne - etwas zur seite und 35° nach "oben" zum äquator der sonne...
bin gespannt, was da für daten zurück kommen! ;-)
…Sie müssen es immer zuerst berechenen - auch wenn sie grundsätzlich durchaus ahnungslos sind, was sie eigentlich ausrechnen.
Aber dazu haben sie ja ihre vorgegebenen Modelle und (mindestens) einen Computer.
Da geht das schon.
Obwohl Savonarola, wie es heißt, mit Hilfe frommer Kinderbanden eine Art Gesinnungsterror ausgeübt haben soll und als politisierender, bußpredigender Künder von Wunder- und Vorzeichen durchaus eine Verwandtschaft zum FS3 hatte, kann ich mich, einerseits wegen der Grillgut-Komponte an sich, andererseits weil ich fürchte, es könnte der Selbstinszenierung als Ketzer zu sehr entgegenkommen, nicht vollen Herzens auf die Analogie beziehen. Ich würde eher unter Komikerduos suchen - Karl Valentin und Liesl Karlstadt, nein, eher schon Laurel und Hardy, jedenfalls irgendwie an eine Variante von Weißclown und dummem August.
Weißclown und dummer August ist schon mal eine mögliche Linie. Allerdings: würde da nicht auch eine moritatenhafte Inszenierung passen, so im Brecht bzw. Weill Stil:
(denke dir bitte die Mackie Messer-Melodie dazu)
"und Physiiiker, die sind Deppen, denn eleeektrisch, das ist Pflicht ..."
usw. etc. pp
Immer dieser Leistungsdruck! Also Brecht ist schon mal nicht schlecht.
Man könnte natürlich an die Seeräuber-Jenny denken
("... und sie wissen nicht, mit wem sie reden/und sie wissen nicht, mit wem sie reden ... und wenn das das Standardmodell fällt, sage ich Hoppla!")
Aber wie wäre es mit einer Hanna-Cash-Paraphrase?
"Mit dem Birkelandstrom und der Doppelschicht
und die konnte es überall seh'n,
Ohne Geld und und Talent, aber mehr als genug
Gespür für mancherlei Lug und Trug
Und dem Faible für Hannes Alfvén.
Das ist das FS3 mein Kind,
das Füsickern nichts abkäuft
Das macht stehts reichlich
Lärm und Wind
wie's im Internet oft so läuft."
Herzliche Gratulation, Tameer! Sehr gute Texte bzw. Ideen.
Nach Rücksprache mit der Redaktion von derStandard.at machen wir daraus eventuell eine Kabarett-Nummer.
Die Finanzierungs- und Regiefrage ist allerdings noch offen. Vielleicht wäre der Jahrestag des legendären FS3-Interviews angemessen. Was nun Dramaturgie und Text angeht, rechne ich fest mit Dir.
Leider existiert das Elektro-Pathologische Museum in Wien nicht mehr in der alten Form, wäre ein idealer Standort für die Sache gewesen ....
Ach benutzer, verhalten scheint mir deine Begeisterung, nun, in der Tat, dieses Musen-Luder küsste schon besser. Als Star ist man Erwartungen ausgesetzt, an denen man sich schwer entziehungen und an denen man leicht scheitern kann. Wenn ihr demnächst von Tameer'schen Drogen- und Alkoholexzessen, Verhaftungen, Aufenthalten in und Fluchten aus Entzugskliniken, verzweifelten Come-Back-Versuchen etc. pp., hört, so wisst, ihr, nur ihr, seid es, die daran schuld sind! ... Ah! Gott sei Dank! Endlich kommt mein korrupter Leibarzt, um mir eine Dröhnung zu verpassen!
*Räusper*, tja, eh ...
Du hast natürlich recht, Tameer.
Alles was ich jetzt an gebührenden Worten noch schreiben könnte, ist aber nun dem eklatanten Verdacht bemühter und nachgereichter Schönrednerei ausgesetzt.
Dennoch möchte ich festhalten, dass solch ungeschlachte Worte wie die meinen, nie der Qualität Deiner Dichtung gerecht werden können. Das ist nun mal so ...
Bitte bleibe mir dennoch gewogen!
Huch, sorry! Auf den ursprünglichen Account den ich nie ernstlich als möglichen Kommunikationsweg in Erwägung gezogen habe, werde ich wohl selbst nie mehr zugreifen (ich habe neulich mal probiert ein vergessenes gmail-Passwort zurücksetzen zu lassen - but I didn't expect the Spanish Inquisition!) aber ich sinne auf Abhilfe und werde euch ein Zeichen geben.
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