Wer wo am liebsten den Job wechseln würde

10. Mai 2012, 18:12
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Xing-Analyse: Telekommunikation, IT und Finanzdienstleistungen signalisieren selten Wechselwilligkeit

Die Betreiber des beruflichen Netzwerks Xing haben analysiert, wie wechselwillig Österreichs Arbeitnehmer sind. Im Durchschnitt geben circa 17 Prozent aller auf Xing registrierten Arbeitnehmer an, "offen für Karrierechancen" zu sein. Damit halten im Schnitt deutlich weniger Österreicher aktiv oder latent nach neuen Herausforderungen Ausschau als zum Beispiel in Deutschland, wo der Wert bei deutlich über 20 Prozent liegt.

Salzburg dagegen ist die einzige Stadt in Österreich, bei der der Anteil an wechselwilligen Arbeitnehmern die 20-Prozent-Marke überspringt - dicht dahinter liegt er immerhin in Graz und Innsbruck, während die meisten anderen Städte wie Steyr oder Klagenfurt sich deutlich darunter anordnen. Am seltensten signalisieren die Arbeitnehmer in Wien und Dornbirn Interesse an neuen Karriereoptionen - hier setzt nur jeder sechste das entsprechende Häkchen im Profil. Xing analysierte für die Studie Mitgliederprofile, die - ähnlich einem Lebenslauf - Aufschluss geben über die beruflichen Stationen der angemeldeten Fach- und Führungskräfte, Geschäftsleute und Berufstätigen, darunter die Branche und Stadt des Arbeitgebers.

Branchenunterschiede

Große Unterschiede zeigen sich zwischen den einzelnen Branchen: Spitzenreiter ist das Hotel-, Restaurant- und Gaststättengewerbe (Tourismus) in dem fast 30 Prozent der Arbeitnehmer neuen Chancen offen gegenüber stehen. Auch im Gesundheitswesen tut das immerhin noch mehr als jeder vierte Angestellte. Den niedrigsten Wechselwilligkeitswert - nur rund 15 Prozent - zeigen Arbeitnehmer in der IT- und Telekommunikationsbranche, bei Finanzdienstleistungen sowie bei medizinischen Berufen. 

Auch wenn Frauen und Männer bezüglich Wechselwilligkeit prozentuell gleichauf sind, ergeben sich in der Tiefe doch einige interessante Erkenntnisse: So sind Männer sowohl in der Agrarwirtschaft, der Tourismus und der Logistikbranche jeweils signifikant stärker an neuen Karrierechancen interessiert als ihre weiblichen Kollegen. Arbeitnehmerinnen wiederum zeigen besonders bei gemeinnützigen Einrichtungen, Forschung & Entwicklung sowie dem Gesundheitswesen ein höheres Interesse an neuen beruflichen Möglichkeiten. Regional fallen besonders zwei Städte auf: Steyr und Wels sind die einzigen Orte, in denen Frauen häufiger Wechselwilligkeit signalisieren als Männer. (red, derStandard.at, 10.5.2012)

Die fünf Branchen mit dem höchsten Anteil an Wechselwilligen:

1. Hotel-, Restaurant- und Gaststättengewerbe (Tourismus)
2. Gesundheitswesen
3. Handel
4. Kultur
5. Verarbeitende Industrie 

Die fünf Branchen mit dem niedrigsten Anteil an Wechselwilligen:
1. IT und Telekommunikation
2. Finanzdienstleistungen
3. Medizinische Berufe
4. Dienstleistungen
5. Bildungswesen

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    In Österreich gibt es weniger Wechselwillige als in Deutschland.

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