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Wien - Walden Bello, Träger des alternativen Nobelpreises und Globalisierungskritiker, fühlt sich bei Reisen nach Europa "an das Thailand des Jahres 1998/99 erinnert". Die Schuldenkrise in Europa erinnere ihn an die asiatische Finanzkrise des vorvergangenen Jahrzehnts und die Vorschriften, die den Griechen gemacht würden, "sind manchmal härter als die Reformen, die man Entwicklungsländern auferlegt hat", sagte der philippinische Politiker am Donnerstag bei einem Besuch in Wien.
Auch der Terminus "odious debts" (verabscheuungswürdige Schulden), mit dem üblicherweise von Diktatoren eingegangene Verbindlichkeiten bezeichnet werden, könne "in einem breiteren Verständnis" auf die griechische Situation angewendet werden: "Was mich stark an die Schuldenkrisen der Achtziger- und Neunzigerjahre erinnert, ist, dass diese Überschuldung angebotsinduziert war ("supply side")", sagte Bello. Wie in den den Entwicklungsländern hätten die Banken den Griechen die Kredite mit enorm günstigen Konditionen geradezu nachgeschmissen und damit den Grundstein für die Krise gelegt. Daher: Auch die griechischen Staatsschulden müssten "überprüft werden".
Insolvenzverschleppung
Jürgen Kaiser von der deutschen NGO erlassjahr.de, die sich für einen Schuldenerlass für Entwicklungsländer einsetzt, bezeichnete die Situation rund um Griechenland als "glatte Insolvenzverschleppung, wie sie auch bei den globalen Südländern immer wieder vorgekommen ist".
Nach der Rechnung der NGO hätte eine Schuldenreduzierung, wie sie Athen vor zwei Monaten gewährt wurde ("PSI", 109 Mrd. Euro) zu einem früheren Zeitpunkt ungleich stärker helfen können. Wäre diese schon beim Ausbruch der Krise Ende 2009 erfolgt, wäre Hellas auf eine Schuldenquote von 82 Prozent gekommen, sagte Kaiser - "was zumindest näher an der Schuldentragfähigkeit liegt". In der heutigen Situation rechne der IWF mit einer Schuldenquote von bestenfalls 129 Prozent im Jahr 2020.
Erlassjahr, dem 700 Organisationen angehören, setzt sich für das Streichen untragbar hoher Schulden ein und plädiert für die Schaffung eines "fairen und transparenten Schiedsverfahrens", das auf internationaler Ebene einen Interessenausgleich zwischen Gläubigern und Kreditnehmern bringen soll. (APA, 10.5.2012)
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...sind auf Demokratien nicht anwendbar, weil die Griechen durch ihr Wahlverhalten die jetzige Situation herbeigeführt haben. Der Herr Bello übersieht auch, dass "odious debts" nicht verschwinden, sondern zu Privatschulden der Diktatoren werden.
Wer sollte nun für die Schulden der GRs haftbar gemacht werden? Die Regierungen der vergangenen Jahre, die Parteien PASOK und ND und ihre Funktionäre (jene die in die eigene Tasche gewirtschaftet haben) oder doch jene, welche diese Bande alle paar Jahre gewählt hat.
Odious Debts...
...sind auf Demokratien nicht anwendbar,
eignen sich aber ausgezeichnet für eine Demokratie vortäuschende Mehrparteien-Diktatur.
Ist Demokratie in einem Land möglich, das gezwungen wurde (freiwillig wird wohl keiner so blöd sein) die Souveränität über die eigene Währung aufzugeben?
Anstatt das Geld selbst zu drucken, muß es von privaten Banken - die eine Lizenz zum Gelddrucken wohl vom Staat erpresst haben - gegen Zinsen "geliehen" werden. Der Euro (ausschließlich durch Kredit erschaffen) ist eine Tribut fordernde Fremdherrschaft. Eine echte Demokratie ist unter solchen Voraussetzungen nicht möglich.
Die Frage ist doch auch: Kann eine souveräne, unabhängige Demokratie überhaupt ein (verlässlicher) Schuldner sein?
Wäre GR wirtschaftlich und finanziell unabhängig vom Rest der EU und der Weltbank, dann hätten sie schon längst gesagt: Lec... uns am A... wir haben entschieden Nichts zu zahlen.
Die Schulden bei den Banken spielen mittlerweile jedoch nur eine untergeordnete Rolle, da sie entweder abgeschrieben oder von den „Rettern“ (EU, IWF, EZB) übernommen wurden. Nun geht es um die Schulden bei den „Rettern“. Für Griechenland ist das ein großes Problem, da man mit den Banken wenigsten verhandeln kann, während die „Retter“ in dieser Hinsicht absolut kompromisslos sind.
Während man in der EU, fast täglich Länder öffentlich an den Pranger stellt, die seien alle selber Schuld. Wird über die waren Verursacher dieser Krise so gut wie nichts in den Medien gebracht. Die Finanzmärkte, Investment Banken, Hedge Fonds, Banken, Steueroasen usw. Warum wohl? Solange die Gewinne an den Börsen privatisiert werden und in Steueroasen verschoben,die Kosten dieser Zockerei sozialisiert werden.Ich Frage mich warum dieses nicht zum täglichen Thema gemacht wird? Statt dessen wird gegen Länder gehetzt. Es müssen so, wie zu Roosevelts Zeiten, die Finanzmärkte wieder massiv reguliert, und dann lösen sich die Finanzprobleme der Länder auch sehr schnell. Aber wo ist der Pranger für die Zocker?
@xxx... yyy...
Mit Verlaub, Sie machen es sich in diesem Fall viel zu einfach. Der Kreditnehmer sei Schuld..(...?) und sonst niemand? Was aber ist, wenn ein Land wie Deutschland in der EU, mit seiner Lohndumping und Subventions Politik die Wettbewerbsfähigkeit anderer Länder massiv untergraben hat und untergräbt? Somit ist Deutschland mit Verursacher der Krise anderer Länder. In einer Währungsunion hat solch ein schäbiges Verhalten Auswirkungen auf die Wettbewerbsfähigkeit anderer Länder. Früher hätten Länder dann ihre Währungen abgewertet, und sich somit wehren können. Heute geht das aber nicht mehr. Hätte Deutschland von Anfang an erklärt, man wolle nur die Vorteile zu Lasten anderer nutzen, dann gebe es keine gemeinsame Währung.
wenn ich schulden mache, dann üblicherweise aus zwei gründen:
1. ich will meine zukünftigen einnahmen durch eine investition im heute erhöhen (dabei muss ich aber darauf achten, dass ich die investition plus die zinsen verdienen kann)
2. ich nehme weniger ein als ich ausgebe und muss löcher stopfen. das geht immer schief (egal, ob mit 0%, 1% oder 6% zinsen).
griechenland hat punkt 2 erfüllt und es verabsäumt das aufgenommene geld in 1 zu investieren.
was man den banken vorwerfen kann ist, dass sie die bonität griechenlands nicht ausreichend geprüft haben, wobei die griechen aber allem anschein nach schlicht betrogen haben.
"für schulden ist nicht der kreditgeber sondern der kreditnehmer verantwortlich"
aber sicher nicht! wenn ein kreditgeber jemandem geld gibt und klar ist, dass die rückzahlungen in keinem verhältnis zur wirtschaftlichen leistungsfähigkeit des schuldners steht dann kennt auch die gängige österreichische rechtssprechung eine mitschuld des kreditgebers.
mit anderen worten: wenn sie jemanden geld geben bei dem alles schon danach schreit das er es nicht zurückgeben kann und sie sich dann auch noch beschweren, dann sind´s ein fester d3pp.
bis zum "ausbruch" der "krise" 2008 hat ja offenbar niemand ein problem dabei gesehen, den euro-staaten geld zu borgen. für den zeitraum davor trifft die sache mit absehbarer nichtrückzahlbarkeit also noch nicht wirklich zu. die "hilfskredite" der eu/ezb, die nach dem versiegen der finanzmarktkredite gegeben wurden, und die den karren der überschuldung offensichtlich erst so richtig in den dreck gefahren haben, wurden wiederum auf drängendes ersuchen griechenlands gewährt. zugegeben eine von vornherein absehbare blödsinnigkeit, wie man alle halben jahre wieder festgestellt hat und dem schlechten geld weiteres gutes nachgeschmissen hat, bis heute, wo's klar ist, dass dieses pferd tot ist. waren aber politische entscheidungen, nicht banken.
nein - denn in dem moment wo der kreditnehmer GEZWUNGEN wird einen kredit zu nehmen, weil ihm das recht genommen wurde selbst geld herzustellen in umlauf zu setzen, gilt diese regel nicht mehr - es handelt sich um eine schlichte nötigung zur verschuldung, und daher sind die schulden auch als nichtig zu betrachten
griechenlands euro-beitritt war ja von vornherein sowas von erzwungen, weil es allen klar war, dass dies eine superstarke volkswirtschaft ist, eine zweitlokomotive zu deutschland quasi, mit beeindruckenden wirtschaftszahlen, die noch dazu völlig unanzweifelbar waren. daher hat man die griechen, eigentlich ganz gegen ihren eigenen plan, bei der drachme zu bleiben, sozusagen mit vorgehaltener pistole GEZWUNGEN, dem euro beizutreten, worauf sei bedauerlicherweise der möglichkeit beraubt waren, weiter drachmen zu drucken und abzuwerten und sich für anständige zinsen geld am markt zu leihen und nicht für so nachgeschmissene betrügerkredite in euro, die ihnen für ein, zwei prozent wiederum mit gewalt aufgedrängt wurden... war das die geschichte??
ich wohne in einem Land, da wird man ständig von Banken angerufen und gefragt, ob man nicht einen Kredit haben möchte. Wenn man nein sagt, machen sie übergangslos ein anderes Angebot, wenn man schriet und schimpft, nützt das auch nichts. Es nützt nur auflegen, und trotzdem kommt bald ein neuer Anruf.
Jetzt stelle ich mir die gr. Politiker vor: mit günstigen Angeboten überhäuft, den Forderungen des Wahlvolks im Nacken. Also macht man schulden. Dann legt man noch Geld in bombensicheren Fonds an, die dann nciht bombensicher sind. ...
"ich wohne in einem Land, da wird man ständig von Banken angerufen und gefragt, ob man nicht einen Kredit haben möchte."
In welchem Land wohnen sie?
Ich habe noch nie einen solchen Anruf bekommen, im Gegenteil: Ohne Bürgen oder 100%ige Absicherung durch Immobilien und Sachwerte hat mir noch jede Bank "Leider nein!" gesagt.
Nachdem es meinen Freunden hier auch so geht, kann es sich aber nur um eine kollektive Verschwörung handeln. Ausserdem haben mich diverse Vermögensberater in Österreich und Dt. auch telefonisch kontaktiert. Da sie sich schwer abschütteln lassen, hat ein Freund vonmir einmal einen tatsächlich kommen lassen, was dann ein humoristisches Happening war.
anna, den kredit hamma
eigenes konto? jaaaaa - mit bankomatkarte für volksschüler
wärend dir täglich 5000 werbebotschaften die synapsem pulverisieren um dir auch ja eindriglich mitzuteilen für welches klump du für das geld, welches du nicht hast, zu begehren und zu kaufen hast.
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