Sondergeschäfte bescheren Bank Austria ein Gewinnplus

10. Mai 2012, 14:52
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Die Bank hat im ersten Quartal Sondergewinne in dreistelliger Millionenhöhe aus dem Rückkauf von Hybridanleihen lukriert. Noch stärker galt das für die Mailänder Mutter

Wien - Die Bank Austria hat im heurigen ersten Quartal Sondergewinne in dreistelliger Millionenhöhe aus dem Rückkauf von Hybridanleihen lukriert. Noch stärker galt das für die Mailänder Mutter UniCredit im Auftaktquartal 2012, die deshalb mit einem unerwarteten Gewinnsprung die Märkte überraschte. In beiden Häusern wären ohne die Sondereffekte die Profitzahlen bis März unter den Werten der ersten drei Monate 2011 geblieben. Das erste Quartal 2011 war aber für die Banken europaweit relativ stark gewesen.

Ein Gutteil des Gewinns ist Sondereffekt

Am Donnerstag meldete die Bank Austria für die ersten drei Monate 2012 einen Nettogewinn von 399 Millionen Euro, das war ein Plus um 17 Prozent. Der Rückkauf von Hybridanleihen schlug als positiver Sondereffekt mit brutto 124 Millionen Euro zu Buche, berichtete die Bank am Nachmittag. 

Die Bank Austria zählt sich zu den bestkapitalisierten Geldhäusern in Österreich: Die Kernkapitalquote (Core Tier 1) wurde per Ende März mit 10,5 Prozent beziffert. Um ein Viertel rückläufig waren die Kreditwertberichtigungen.

Mutter UniCredit mit 914 Millionen Euro Gewinn

Die Mailänder Konzernmutter UniCredit berichtete einen Quartalsgewinn von 914 Millionen Euro, ein Zuwachs um 12,8 Prozent gegenüber dem ersten Vorjahresquartal. Davon stammten allerdings heuer bis März insgesamt 477 Millionen Euro aus Gewinnen aus Rückkäufen eigener Anleihen.

Ohne diesen Effekt hätte es auf Konzernebene in Mailand im Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang gegeben. In jedem Fall läuft das Jahr für UniCredit aber weitaus besser an als das Jahr 2011 endete. Im Gesamtjahr 2011 gab es bei UniCredit einen hohen Milliardenverlust wegen teurer Abschreibungen auf Anleihen und Bankentöchter.

Bei der Bank Austria blieb bis März der Nettozinsertrag mit 1,105 Milliarden Euro wichtigste Ertragsstütze, wenngleich um zwei Prozent unter Vorjahr. 

Der Provisionsüberschuss fiel um 7,1 Prozent auf 383 Millionen Euro, Grund waren zurückhaltende Wertpapiergeschäfte. Das Handelsergebnis legte dagegen um fast 80 Prozent auf 293 Millionen Euro zu. Damit lagen die Betriebserträge aus dem operativen Geschäft mit 1,811 Milliarden Euro um zwei Prozent über dem Wert des ersten Quartals des Vorjahres 2011. Die Aufwendungen waren mit 961 Millionen Euro um drei Prozent höher.

Bankenabgaben über 24,3 Millionen Euro

Bankenabgaben belasteten kostenseitig mit 24,3 Millionen Euro, wovon 24 Millionen Euro in Österreich, 2,4 Millionen Euro in der Slowakei und 0,2 Millionen Euro in Slowenien anfielen. In Ungarn fielen 7 Mio. Euro Bankensteuer an. Letzterer stand aber ein positiver Einmaleffekt aufgrund der teilweisen Anrechenbarkeit der Verluste aus dem vorzeitigen Rückzahlungsprogramm für Fremdwährungskredite von 9,3 Millionen Euro gegenüber.

Somit blieb es insgesamt bei einem praktisch unveränderten Betriebsgewinn der Bank Austria von 850 Millionen Euro bis März. Nach Kreditrisiko war das Betriebsergebnis (566 Millionen Euro) um ein Fünftel höher. (APA, 10.5.2012)

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