Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
"Google - Trittbrettfahrer der Werbewirtschaft?": So lautete das Thema einer Diskussion über Google und die Rolle des Konzerns für die Werbewirtschaft, organisiert von MC - Der Medienclub. Eine Diskussion, die trotz Einladung ohne einen Vertreter von Google stattfand. "Don't be evil, kein Google-Bashing, aber auch kein Google-Lieben", forderte Moderator Herwig Stindl, Redakteur des Branchenmagazins "Horizont", deshalb von den Diskutanten.
Angelika Sery-Froschauer, Obfrau des Fachverbands Werbung und Marktkommunikation in der Wirtschaftskammer, hat bei ihren Mitglieder nachgefragt, wie es ihnen mit Google geht. Ein Ergebnis: Viele, vor allem jüngere Agenturen halten Google für sehr wichtig, weil dadurch neue Geschäftsmodelle entstehen. "Aber die unmittelbare Wertschöpfung findet nicht direkt in Österreich statt", kritisiert Sery-Froschauer. Das sei das große Ungleichgewicht.
Seit Anfang Mai ist Google wieder Mitglied im International Advertising Bureau Austria (IAB). Google liege vor allem die Ausbildung im digitalen Marketing am Herzen, sagt IAB-Präsidentin Christine Antlanger-Winter. Sie beschreibt, warum Google so groß geworden ist und so große Macht hat: "Google hat es geschafft, ein System zu etablieren, das die globale Reichweite nutzen kann und kompromisslos userorientiert ist", sagt sie.
Effizientes Preismodell
Ein großer Vorteil für den Konzern sei, dass die Recherche über Google ganz knapp vor einer Kaufentscheidung stattfinde. Da würden sich andere Marketingkanäle viel schwerer tun, weil diese in einer anderen, früheren Phase wirken. Google habe außerdem ein sehr effizientes Preismodell: Man zahlt die Werbung nur, wenn jemand klickt. Streuverlust könne dadurch gut ausgeschaltet werden. Das System funktioniere natürlich nur aufgrund der globalen Reichweite. Antlanger-Winter: "Google hat das sehr clever gemacht. Je mehr Nachfrage entsteht, desto teurer wird der Klick. Gute Aussichten also für Google."
"Google ist streng profitorientiert, das ist grundsätzlich nichts Schlechtes", sagt Gerald Grünberger, der Geschäftsführer des Verbands Österreichischer Zeitungen (VÖZ). Aber das Modell Google sei auf eine Monopolstellung ausgelegt, der Konzern nutze diese Dominanz. Auch in Österreich komme Google im Searchbereich auf rund 95 Prozent Marktanteil. Und Google versuche, die User auf seinen Angeboten zu halten. Youtube-Videos etwa würden bei einer Suchabfrage vor anderen, aktuelleren Videos gerankt. Hier erfolge Marktmissbrauch aufgrund dieser dominanten Stellung.
Zum Thema Google als Trittbrettfahrer der Contentwirtschaft sagt Grünberger: "Das Argument, dass Google User zu Inhalten von anderen Plattformen führt, stimmt zwar zum Teil." Aber es könne nicht sein, dass über die Google-Suche wertvoller Content einfach hergenommen werde, um darauf Werbung zu schalten. Grünberger: "Hier braucht es effektive Schutzmechanismen", Stichwort Leistungsschutzrecht oder andere urheberrechtliche Absicherungen. Es gehe um einen fairen Anteil an der Wertschöpfung, die mit dieser Contentwirtschaft generiert werde.
"Google austricksen"
Die Trittbretteigenschaft treffe auf Google nicht zu, sagt dagegen Rechtsanwalt Heinz Templ von Lansky, Ganzger & Partner: "Google profitiert zwar von Content, aber Google gibt dem User auch etwas zurück." Rechtliche Angelegenheiten, die Google betreffen, würden zwar nur vereinzelt, aber doch immer öfter auftreten. Hauptsächlich Adwords seien hier Thema. Aber eine Urheberrechtsabgabe auf Google ist für Templ aus rechtlicher Sicht keine gangbare Lösung. Die Werbewirtschaft müsse sich mit den großen Playern besser arrangieren und auch in kreativer Weise neue Modelle entwickeln, die "Google in gewisser Weise austricksen".
"Wertschöpfungshinterziehung"
"Google und Facebook sind extrem clevere Geschäftsideen", sagt auch Peter Lammerhuber, Präsident der Interessengemeinschaft der Mediaagenturen und Chef der Mediaagentur GroupM. Und macht noch auf einen anderen Aspekt aufmerksam: "Wir bekommen die Google-Rechnungen aus Irland, der Konzern erhält für die Arbeitsplätze in Irland EU-Förderung. Dann wird der Gewinn über die Niederländischen Antillen steuerfrei herausgezogen." Diese Wertschöpfungs- und Steuerleistungsumgehung sei den wenigsten Menschen bewusst. "Hier sickert Geld aus Europa steuerfrei raus", sagt Lammerhuber. Das sei eine steuerliche Ungleichbehandlung, die auf einer Wertschöpfungshinterziehung beruhe.
Auch über die medienpolitische Einflussnahme von Google und Facebook denke niemand nach, sagt Lammerhuber, "die Suchmaschine liefert nur die Google-Wahrheit". Es würden immer die gleichen Ergebnisse geliefert, weil sie nach der Häufigkeit des Aufrufs generiert werden. Natürlich müsse man sich fragen, wie unabhängig hier diese Ergebnisse seien.
Auch wie Medien mit den großen Playern wie Google und Facebook umgehen, sieht er kritisch. Lammerhuber: "Überall gibt es Verlinkungen, diese Over-the-top-Angebote werden von Medien, auch von der Werbewirtschaft promotet." Facebook habe in Österreich noch keinen Cent ausgegeben, "wir tragen ihnen auch noch unser Geld nach".
Rechtliche Möglichkeiten
Steuerrechtliche Möglichkeiten sieht VÖZ-Geschäftsführer Grünberger auf EU-Ebene oder auch auf nationaler Ebene, Stichwort Werbeabgabe. Er ortet derzeit keine Chance auf eine Abschaffung der Werbeabgabe, "so realistisch müssen wir sein". Darum könne es nicht sein, dass eine Werbeform hier ganz frei gehe.
"Für uns als Werbewirtschaft ist es enorm wichtig, dass es eine vielfältige Medienlandschaft gibt", sagt Sery-Froschauer. Der Kommunikationsstandort Österreich müsse sich weiterentwickeln und gepflegt werden. Ein Ansatz könne sein, dass die Medienförderung im Privatbereich ausgebaut werde, sagt sie.
Antlanger-Winter: "Fakt ist, dass man sich den globalen Playern nicht verschließen darf." Man könne nicht verhindern, dass Facebook in Österreich 2,7 Millionen Nutzer habe. Für sie ist Facebook ein Phänomen, "das sich ganz alleine durch die User verbreitet hat". Diesen schnellen Veränderungen des Userverhaltens müsse man sich anpassen.
Chancengleichheit gefordert
Peter Lammerhuber sieht die europäische Politik gefordert: "Die einen machen auf Basis der anderen ein ziemliches Geschäft." Diese Ungleichheiten aus steuer- und auch urheberrechtlicher Sicht müssten zumindest auf europäischer Ebene reguliert werden. Er ist für ein "Chancengleichheitsregulativ".
Grünberger verweist hier auf eine Arbeitsgruppe auf EU-Ebene zu dem Thema. Copyright und Privacy/Data Protection seien die großen, mächtigen Herausforderungen, die es europaweit einheitlich zu regeln gelte. "Wir leben in einem globalen Dorf, wir werden die Dinge in Österreich nicht alleine lösen können", sagt er. In der Frage, was Unternehmen wie Google und Facebook mit ihrer Technologie machen, werde in der nächsten Zeit "sicher eine höhere Sensibilität einkehren", glaubt er und verweist als Beispiel auf den aktuellen "Spiegel", der sich in seiner Titelstory mit Facebook beschäftigt.
Ein Bewusstseinsbildungsprozess sei hier im Gange, den man auch aus einer demokratiepolitischen Überlegung anstellen müsse. Apropos Bewusstsein: "Es gibt auch noch andere Suchmaschinen", sagt Moderator Stindl zum Abschluss und fordert das Publikum auf: "Vergleichen Sie, es gibt eine Welt jenseits von Google, es gibt Alternativen." (Astrid Ebenführer, derStandard.at, 10.5.2012)
Adblock Plus allerdings blockiert den Aufruf wegen zu großen "Störcharakters"
Videos von Highlights aller Spiele aus der Premier League inkludiert
Übernimmt 60 Prozent
16.862.777 Visits im April für derStandard.at bei den Dachangeboten - GMX führt bei Einzelangeboten - orf.at dominiert Dachangebote
BGH legt Urheberstreit um sogenanntes Framing dem EuGH vor
Mit Twiwo gewann Jennie Lamere bereits beim Hackathon TVnext Hack
Journalisten von "Bloomberg News" hatten Zugriff auf vertrauliche Informationen
Magazin launcht ePaper und App-Ausgabe in Brasilien
filmclicks.at geht mit Print-Inhalten online
"Spiegel Online", "Zeit Online" und "sueddeutsche.de" lassen Sympathien für Paid Content-Modell der "taz" erkennen
Beste Online-Kampagne im März für "Mieten statt Kaufen" der Mittelstandskreis Handels GmbH
Verhandlungen über Erwerb des in Israel gegründeten Start-up Waze
Ende von Suchmaschinenpartnerschaft bisher aber nicht geglückt
Agentur sichert sich den Suchmaschinen-Etat
Langfristig wird Konkurrenz für Bezahl-TV aufgebaut
Attributionsalgorithmus "Value-Indicator" berechnet den Wertschöpfungsbeitrag für jeden Werbekanal
AOL gab sie in Auftrag
Deutsches Gericht vertritt nicht die Auffassung, dass der Redakteur ein Journalist ist
Knapp zwei Drittel der gesamten Werbeerlöse kommen aus dem Digitalgeschäft - Umsatz inländischer Zeitungen verringert sich um 9,7 Prozent
Minus nach Steuern belief sich im ersten Quartal auf 0,5 Mio. Euro
Dirk Manthey und Georg Altrogge widmen sich neuen Projekten
Kolportiert: Aboplattform für Einnahmen über leih- und werbebasierte Modelle
Conde Nast Entertainment produziert geskripptete Serien für populäre Magazinmarken
Wenn jemand glaubte, Google sei der einzige Suchmaschinenanbieter der ein News / Nachrichten Service in seiner Suche anbietet, irrt:
Sowohl Microsoft Bing: http://binged.it/KYYlld
als auch der Klassiker Yahoo: http://bit.ly/LzDvI2
bieten beide ebenfallls diese Services sehr konfortabel an.
also ich finde es extrem aufwändig, bei zwei suchmaschinen gleichzeitig werbung zu schalten, kostet nur zeit und geld, deshalb ist hier eine suchmaschine perfekt, google ist ja auch nicht auf einen bereich spezialisiert, sondern indiziert alles im web. Somit sind dann bei google 10 plätze frei die gebucht werden können, + 3 Top-Anzeigen, falls sich die wer leisten kann! Somit kann man den kommunismus schön ein schnäpchen schlagen! = auf seite 1 können 10 verschiedene firmen vertretten sein! Warum nur 10, google ist ja nicht blöd und verkauft keine top-anzeigen an nicht auf seite 1 gelistete unternehmen bei einem system relevanten begriff!
Ich kann diese Phrasendrescherei schon nicht mehr hören...
Das Internet ist kein Kuhdorf, ebensowenig die Welt an sich. Das "klassische Kuhdorf" gibt es wohl in Österreich kaum noch, weil eh jeder Internet hat, auch Bauern!
Andauernd das Gejammere, Google würde ja mit ihren Inhalten Geld verdienen...
Leute, Google verdient sein Geld nicht mit euren Inhalten - es verdient sein Geld damit eure Inhalte zu finden.
Wenn ihr damit ein Problem habt, dann braucht ihr bloß eure robots.txt editieren.
Schon ignoriert euch der Google-Bot und Google findet eure Inhalte nicht mehr und schon sind alle Glücklich und Zufrieden...
ich blockier auch deren kompletten google ads + google analytics kram, jetzt allerdings mit trackerblock + noscript, statt wie bisher mit ghostery (werbeanbieter besitzt werbetrackingblocker :-D )
und das es geblockt ist, hat bislang noch keine seite gestört...
Mir war bisher nicht bekannt dass Google NUR ein Trittbrettfahrer der Werbewirtschaft ist.
Ich persönlich verwende für meine kleine Firma Adwords.
Das ist eine tolle Idee zielgerichtete (vom Suchbegriff) abhängige Werbung zu machen. Die Kosten sind kontrollierbar man bezahlt nur pro Klick.
Also, Google weiter so.
ist ein leilei-spontangruppierung der sich drüber aufregt dass jemand anderer (ein nicht österreicher, nicht mal europäer) zwei produkte (adwords, google search) erfunden hat, die besser sind als alles was sie jemals produzieren werden.
der konsument entscheidet. jedes mal aufs neue.
Der Konsument kann aber nur dann wirklich entscheiden wenn er vergleichen kann. Google allerdings nutzt seine Marktmacht dazu Suchergebnisse zu verfälschen o.ä.
Spontan fällt mir Indien, die EU und die US ein wo überall ein Verfahren gegen Google läuft oder folgen wird wegen Ausnutzung der marktbeherrschen Position.
...Wie bitte? Dann fangen wir doch bitte erstmal wieder bei den üblichen Handschellen und Fussfessel anfertigern microsoft und apple an, oder??
Google sperrt nichts ab, Google gibt einem viele Tools Gratis in die Hand (mit Werbung) die man verwenden kann, aber nicht muss. Systeme sind offen oder zumindest grossteils.
Auf einer Seite wollen wir freien Wettbewerb, wenn aber eine Firma viel Erfolg hat soll man ihnen Fussfesseln anlegen?? Warum das denn? Hat man inzwischen Angst vor dem Fortschritt den Google in den letzten 3 Jahren vehement vortgetrieben hat?? offenbar ist es das... kreativität und zeitgeist, nicht altes immer wieder aufwärmen und mit make up verkaufen!! undnicht andre belästigen weil sie's besser machen!
simma a bissl paranoid, oder?
google mail funktioniert wesentlich besser als alle vergleichbaren dienste- und das seit 10 jahren mit äusserster Zuverlässigkeit!
Picasa, google Calendar, Maps etc- alles Services die einwandfrei funktionieren und für die ich auch bereit wäre etwas zu bezahlen.
das mit der spamschleuder müssen sie mir auch noch erklären.
Mit Ausnahmen von "Spamschleuder" hat der Vorposter in allen Puntken recht!
Nur ein Bruchteil der User wäre wohl tatsächlich bereit für Google Services zu bezahlen. Und das Google einfach mal ganze Services killt, ist auch nicht erst einmal passiert.
"google mail funktioniert wesentlich besser als alle vergleichbaren dienste" - Dafür hätte ich gerne eine Erklärung.
Für jedes einzelne Google Service gibt es besser Alternativen im www. Für absolut jedes! Leider sind die User träge und verweilen lieber bei Stasi 2.0 als ihren Horizont mit anderen Produkten/Services zu erweitern :-(
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.