Seit Jänner vermisster 15-Jähriger: Suche wieder aufgenommen

10. Mai 2012, 14:06
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Seit Anfang Jänner in Skigebiet verschollen

Innsbruck - Seit Anfang Jänner gilt ein 15-jähriger Tiroler im Skigebiet Axamer Lizum im Bezirk Innsbruck Land als vermisst. Am kommenden Samstag wollen die Einsatzkräfte nun die Suche nach dem Jugendlichen erneut aufnehmen. Grund sei die Schneeschmelze, auch im Hochgebirge. "Die Einsatzkräfte gehen mit einem Großaufgebot von rund 150 Männern und Frauen sowie 30 Suchhunden in diese Suchaktion, um das Schicksal des jungen Vermissten aus dem Tiroler Unterland doch noch klären zu können", teilte die Bergrettung Tirol in einer Aussendung am Donnerstag mit.

Die Experten hofften, dass die starke Schneeschmelze einen "Sucherfolg" begünstigen könne - "so tragisch er auch ausfallen könnte". Mehrere große Suchaktionen seit dem Winter waren bisher ergebnislos verlaufen.

Seit 7. Jänner vermisst

"Wir suchen auch auf privaten Skitouren die Region ab", erklärte der Einsatzleiter der Alpinpolizei, Jörg Randl, in der Pressemitteilung. Dienstlich suche man nach neuen Möglichkeiten, wo man einsatztaktisch ansetzen könne. "Wir haben bisher nur zwei Anhaltspunkte", sagte der Alpinpolizist, "das ist das letzte Einloggen der Saisonkarte um 12.29 Uhr an der Talstation der Olympiabahn und der zweite Anhaltspunkt ist die Handypeilung im Gebiet." Beides sei aber ohne Erfolg geblieben.

Der 15-Jährige war am Samstag, 7. Jänner, mit seinen Eltern in der Axamer Lizum Skifahren und wollte einige Abfahrten alleine machen. Nachdem der Bursch um 14.00 Uhr nicht bei einem vereinbarten Treffpunkt auftauchte, schlugen seine Eltern Alarm. Eine eingeleitete Suchaktion wurde am selben Tag gegen Mitternacht abgebrochen.

Erfolglose Suche mit Großaufgebot

In den darauffolgenden fünf Tagen wurde nach dem Jugendlichen intensiv weitergesucht. Dabei kam auch ein Bundesheer-Hubschrauber vom Typ "Agusta Bell 212" mit einem angebrachten P.A.S.S.-Gerät (Personal Avalanche ReScue System, Anm.), zum Einsatz. Damit soll beim Absuchen eines Gebiets mit den hoch frequenten Radarsignalen auf Grenzflächen und eventuelle Einschlüsse im Schnee hingewiesen werden.

Die Suchtrupps durchkämmten mehrere Hundert Hektar Gebiet im gesicherten als auch im freien Skiraum nach dem vermissten Burschen. Circa 450 Mann, Bergretter aus zwölf Sektionen, mehrere Hundestaffeln und das Bundesheer mit Lawinenzügen waren im Einsatz gestanden. Einige Tage wurden Dampfsonden zu Hilfe genommen, mehrere Helikopter unterstützten die Suchtrupps. (APA, 10.5.2012)

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