Neue "Pille" mit natürlichem Östrogen

  • Eine neue Einphasenpille erweitert die große Palette hormoneller Antikontrazeptiva.
    foto: apa/jörg lange

    Eine neue Einphasenpille erweitert die große Palette hormoneller Antikontrazeptiva.

Weniger Nebenwirkungen erwartet

Wien - Ein neues orales Antikontrazeptivum verbreitert die bereits große Palette hormoneller Verhütungsmittel: Es handelt sich um eine Einphasen-"Pille" mit einer Kombination aus dem natürlichen 17 Beta-Estradiol als Östrogenkomponente und einem hochselektiven Gestagen, hieß es am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien.

"Das neue Produkt stellt eine Bereicherung der breiten Palette an kontrazeptiven Methoden dar, die eine individualisierte, auf die jeweilige Frau maßgeschneiderte Verhütung ermöglicht", erklärte Michael Elnekheli, Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und Präsident des Berufsverbandes der Gynäkologen. Die Verwendung eines natürlichen Östrogens entspreche nicht nur dem grundsätzlichen Bedürfnis der Anwenderinnen nach möglichst "natürlichen" Wirkstoffen, sondern sei auch aus medizinischer Sicht vorteilhaft.

Erhöhte Sicherheit

"Die Bioverfügbarkeit von Estradiol beträgt bei oraler Anwendung lediglich zehn Prozent jener von in herkömmlichen Antibabypille verwendetem Ethinylestradiol (EE). Möglicherweise treten unter dem natürlichen Estradiol seltener Nebenwirkungen aufgrund der geringeren Wirkungen auf den Leberstoffwechsel auf", so Doris Linsberger, Sexualmedizinerin und Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Durch die Kombination mit dem hochselektiven Gestagen Nomegestrolazetat (NOMAC), das vom natürlich vorkommenden Steroidhormon Progesteron abgeleitet wird, werde die Sicherheit der neuen Pille aufgrund einer verlängerten Halbwertszeit deutlich erhöht. (APA, 10.5.2012)

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Ein neues orales Antikontrazeptivum

orale Antikontrazeptiva gibt es auch altbewährte...

Haarsträubend! Werbung oder einfach nur Unsinn bzw. Marketing-Gag????

zuerst mal: "möglicherweise" weniger Nebenwirkungen - gibt's denn keine ausreichenden Tests?

Bioverfügbarkeit bei 10% herkömmlichen Ethinyl-Estradiols - braucht man also 10x soviel damit es gleich wirkt? wie kann es dann weniger "schaden"?
Und: ist diese Verfügbarkeit bei allen Frauen gleich oder gibt es eine Schwankungsbreite? Dann wäre das eine hochriskante Verhütungsmethode.

"natürliches" Estradion: nur weil eine Östrogen-Variante irgendwo in der Natur vorkommt ist sie nicht per se "gesünder"! Oder ist eigentlich "naturident" gemeint?

Klingt also in Summe sehr dubios.

Dass der Standard bei so einem Marketing-Gag mitmacht verwundert ehrlich gesagt ein wenig.

irgendwo mal

gelesen: "wie macht man "natürliches" Östrogen? Presst man da Frauen aus?"
Der Punkt war, IIRC, dass es das nicht gibt, und dass das pseudo-natürliche Östrogen extra hoch dosiert werden muss, damit es so zuverlässig wirkt wie normal künstliches. Und zu der damals so beworbenen Pille klagten laut meinem Doc dermassen viele Frauen über heftige Nebenwirkungen, dass er sie nicht mehr verschrieben hat.

...seltener Nebenwirkungen aufgrund der geringeren Wirkungen auf den Leberstoffwechsel auf...

Was ist mit der wichtigsten Nebenwirkung: Brustkrebs?

Oder braucht die Medizin wieder mehr Evidenz, wie bei den Frauen mit Hormonersatztherapien in den Wechseljahren?

Mediziner wollten zuerst die steigende Brustkrebszahl dieser Frauen auf die Mammographien schieben (2002), nur damit sie weiter Hormone verordnen konnten.

Immer mehr und eindeutigere Studien zeigten nicht nur das massive Ansteigen von Brustkrebs bei den Hormonbehandelten, sondern auch noch ein vermehrtes Lungenkrebs-, Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko...

Erst als die Frauen selbst die vom Arzt verordneten Hormone abgesetzt haben, ist es zu einem starken Abfall der Brustkrebshaeufigkeit in dieser Gruppe von Frauen gekommen.

Es ist Zeit, zeigen sie endlich Statistiken!

So nach dem Motto:

Zusammenhang von Östrogen und Wachstum ist bekannt
Östrogen wird zum Mästen eingesetzt deswegen
Krebs reagiert mit Wachstum auf Östrogen
Tierversuche zeigten, dass Krebs durch Östrogen gefördert wird

ES IST IHRE LEBENSWEISE FRAU MÜLLER

Mag sein

aber auch ein Mann der kein Fleisch isst hat heute ein erhoehtes Risiko an Prostatakrebs zu erkraken, abhaengig davon woher sein Trinkwasser kommt.

Die Hormonreste von Frauen die die Oestrogenreste ihrer Antibabypille wieder rauspissen, reichen aus, um bei Genuss des wiederaufbereiteten Wassers andere Frauen unfruchtbar zu machen (Bsp. Paris) bzw. werden die weiblichen Geschlechtshormone im maennnlichen Kaerper ganz einfach zu den entsprechenden maenlichen Hormonen umgewandelt.

Ist die Hormonmenge gross genug, erhoeht sich das Risiko an einer hormonabhaengigen Krebsart zu erkranken.

Die Pille ist ein Medikament mit einer Wirkung.

Sie wird von Millionen von Frauen eingenommen, da sind die Angaben von sehr seltenen Nebenwirkungen von 1:100 000 auch schon auftretend. Ebenso wie jene von 1: 1000. Frauen wissen worauf sie sich einlassen, es gibt einen Beipackzettel, einen Test auf Thrombose Prävalenz, und einen Arzt der berät.

Alles kommt mit einem Preis, niemand zwingt Frauen die Pille zu nehmen, ich bin froh, dass meine Freundin sie nicht mehr nimmt, aber es ist jeder Frau selbst überlassen.

Es gibt unzählige Arten zu verhüten, und wenn manche die Pille als Lifestyle nehmen dann muss man einfach mit Nebenwirkungen rechnen, sie würden sich auch nicht ohne Grund unters Messer legen oder ?

Dieses neue Präperat hingegen verspricht höhere Akzeptanz beim Kunden.

Es gibt keine Alternativen zu hormoneller Verhütung von Frauen.
Es gibt keine hormonelle Verhütung bei Männern, die wäre nämlich einfacher und billiger, da gab es schon ein paar Projekte, die allesamt abgebrochen wurden.

"Es gibt unzählige Arten zu verhüten, .."

ja, vor allem für frauen! es gibt neben der pille hormonpflaster, hormonstäbchen unter die haut, hormonspirale, spirale ohne hormone mit wirkung auf die gebärmutterschleimhaut damit sich kein ei einnisten kann. alle diese methoden haben mehr oder weniger z.teil schwere nebenwirkungen. frau kann ein diaphragma verwenden - umständlich u. unsicher. sie kann täglich u. möglichst pünktlich mittels teststreifen ihre unfruchtbaren tage ermitteln, täglich u. möglichst pünktlich ihre basaltemperatur messen und genau buch führen-äußerst mühsam u. ebenfalls unsicher. zu guter letzt kann sie sich die eileiter durchtrennen lassen. was vergessen? männer können ein kondom verwenden oder sich einer vasektomie unterziehen. fertig samma!

eigentlich

wäre es so einfach gewesen, das kondom gibt es nämlich schon viel länger als die pille,
es ist bis heute kaum zu verstehen, dass die pille als sexuelle revolution gefeiert wurde,
revolution für männer, die eine gummiallergie haben, bestenfalls.

Dir ist aber schon klar, dass Frauen auch eine Latexallergie entwickeln können?

Die Pille ist revolutionär, weil es ein nahezu 100prozentiges Mittel ist um eine ungewollte Schwangerschaft vorzubeugen und diese "Macht/Bürde" der Frau zu 100% überträgt.

Es ist leider Gottes biologisch und anatomisch schwer beim Mann mehr als ein Kondom zu benutzen wenn man von den invasiven Maßnahmen absieht von denen ich auch Frauen abraten möchte.

Frauen haben aufgrund einer fruchtbaren Phase und einer unfruchtbaren den perfekten Angriffspunkt für eine medikamentöse Unterdrückung dieser fruchtbaren Phase, ob das nun gut oder schlecht ist müssen Frauen selbst entscheiden.

Ich bin froh, das meine Freundin und ich mit der Kupferspirale verhüten, und so ohne Hormone auskommen.

Wegen "Macht/Bürde" - das Risiko der Schwangerschaft und Geburt liegt eh zu 100% bei Frauen.

Die Froschungen an den hormonellen Männerverhütungsmethoden wurden öfters eingestellt....

"Ich bin froh, das meine Freundin und ich mit der Kupferspirale verhüten, und so ohne Hormone auskommen."
haben sie sich auch eine kupferspirale einsetzen lassen?

http://de.wikipedia.org/wiki/Intr... ar#Risiken

die wirkung der kupferspirale beruht u.a. darauf, dass sie als fremdkörper eine lokale entzündung hervorruft u. diese zu einer veränderung der gebärmutterschleimhaut führt. ersichtlich auch beim "krebsabstrich".

... dafür hat sie eine Kupferspirale im Körper. Einen Fremdkörper. Was soll daran bitte gut sein?

Mein Vater hat sich einer Vasektomie unterzogen aus Liebe zu meiner Mutter.
'Nuff said.

Vasektomie ist eher ungeeignet für die ersten Jahre einer Beziehung, wenn man noch (!) kein Kind möchte....

Warum wollen Ärzte Hormone verordnen???

Verdienen sie daran? Nicht das ich wüßte.....
Aber Spirale setzen kostet beim Gyn 300-400 €!
Ihre Theorie hat meiner Meinung gewisse Schwächen.....

Spirale für 3 Jahre kostet 180 € das sind 60€ pro Jahr sind 5€ Pro monat das werden sie sich doch in einer Partnerschaft leisten können, ist zumal billiger als die Pille bzw gleich Teuer wenn man sie auf Rezept bekommt UND absolut hormonfrei..

Spirale

Kostete 180€ für 3Jahre

Ich frage mich wie sie auf 300-400€ kommen

das macht 60€/Jahr aus das können sie sch doch hoffentlich in einer Partnerschaft leisten. Jene für 5 Jahre sogar nur 220€ wodurch es auf die Jahre gerechnet nochmals billiger wird. Weiters sind sie auch billiger als wie mit der Pille, haben sie die passende Spirale gefunden ists auch mit sekundären Menstruationsschmerz vorbei der auftreten kann.

Einen hormonellen Eingriff vorzubeugen halte ich für sinnvoll, bzw. die Nebenwirkungen der Hormongabe zu verhindern.

Stopp dem Samenerguss - und basta!

wozu pille?

Um keine Kinder zu kriegen. Eine Verhütungsart allein ist zu unsicher.

würd ich auch gern wissen..

da scheinen wir aber die einzigen zu sein. ;-)

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