Der Papst warnt vor dem Internet

10. Mai 2012, 12:21
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Mensch werde mit "Antworten auf Fragen bombardiert, die er sich nie gestellt hat, und auf Bedürfnisse, die er nicht empfindet"

Vatikanstadt - Papst Benedikt XVI. hat vor einer Reizüberflutung durch moderne Medien gewarnt und zu einer größeren Wertschätzung der Stille und des Schweigens aufgerufen. Der Mensch von heute werde insbesondere im Internet von "Antworten auf Fragen bombardiert, die er sich nie gestellt hat, und auf Bedürfnisse, die er nicht empfindet", heißt es in seiner Botschaft zum (46.) Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel, den die Kirche am 20. Mai feiert.

Die Botschaft wurde traditionell bereits am 24. Jänner, dem Fest des heiligen Franz von Sales, veröffentlicht. Der Heilige, der vor 390 Jahren in Lyon gestorben ist, war Bischof, Ordensgründer, Mystiker, Kirchenlehrer und Autor eines "Bestsellers" des 17. Jahrhunderts ("Philothea"), weshalb er auch Patron der Journalisten ist.

Wie der Papst in der Botschaft schreibt, seien angesichts der Reizüberflutung Momente der Stille unverzichtbar, um das Wichtige vom Unnützen und Nebensächlichen zu unterscheiden. Die Stille müsse ein "wesentliches Element der Kommunikation" sein, fordert Benedikt XVI. (APA, 10.05.2012)

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    Hier im Bild: Der Foursquare-Mayor vom Vatikan.

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