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Rom - Italiens Ex-Premier Silvio Berlusconi hat nach Ende seiner Amtszeit im November mehr Zeit, sich um sein Mediengeschäft zu kümmern, und dennoch macht ihm sein Konzern zu schaffen. Sinkende Einschaltquoten, rückläufige Werbeeinnahmen und Probleme mit dem Geschäft in Spanien belasten den Medienzaren, der in seiner Rolle als TV-Unternehmer die Folgen der Krise hart zu spüren bekommt. Berlusconis TV-Gruppe Mediaset meldete im ersten Quartal 2012 einen starken Gewinn- und Umsatzrückgang. Der Umsatz fiel gegenüber dem Vergleichsquartal 2011 von 1.112,1 Mio. Euro auf 977,8 Mio. Euro.
Der Gewinn brach von 68,4 Millionen auf 10,3 Mio. Euro ein. Die TV-Gruppe konnte ihre Verschuldung gegenüber Ende Dezember von 1,776 Mrd. Euro auf 1.675 Mrd. Euro reduzieren. Die Werbeeinnahmen sanken in Italien um 10,2 Prozent auf 622,7 Mio. Euro. Sogar der bisher solide spanische Markt, auf dem Mediaset mit der Tochter Telecinco präsent ist, bereitet Berlusconi wegen der Krise im Land Sorgen. Die Werbeeinnahmen sanken in Spanien von 267,1 Mio. Euro auf 221,3 Mio. Euro.
In einer Ansprache vor dem Parlament hatte Mediasets Präsident Fedele Confalonieri zuletzt gewarnt, dass der Medienkonzern erstmals in seiner über 30-jährigen Geschichte Personal abbauen könnte. "Sollen nicht die Weichen für einen Wirtschaftsaufschwung und für einen Neustart im Werbungsbereich gestellt werden, wird Mediaset zu Jobkürzungen gezwungen sein. Und wie Mediaset werden dasselbe viele italienische Unternehmen tun müssen", warnte Confalonieri. Die Aussichten seien für den an der Mailänder Börse notierten Konzern, der fast 6.000 Personen beschäftigt, alles andere als rosig. (APA, 10.5.2012)
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