Wieder 15 enthauptete Leichen im Westen Mexikos entdeckt

10. Mai 2012, 12:24
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Möglicherweise Racheakt für vorherige Morde

Guadalajara - Polizisten haben in Mexiko am Mittwoch die enthaupteten und zerstückelten Leichen von 18 Menschen entdeckt. Die Leichen seien in zwei Fahrzeugen auf einer Straße nahe der Stadt Guadalajara im westlichen Bundesstaat Jalisco gefunden worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Die Behörde vermutete hinter der grausigen Tat einen Racheakt.

Dem Fund war ein anonymer Anruf vorausgegangen. Am Tatort wurden zudem mehrere Botschaften gefunden, über deren Inhalt aber zunächst nichts bekanntwurde. Der Staatsanwalt von Jalisco, Tomas Coronado Olmos, berief eine Dringlichkeitssitzung mit dem Gouverneur des Bundesstaates ein.

Möglicher Racheakt

Der Staatsanwaltschaft zufolge könnte es sich um einen Racheakt für 23 Morde vom vergangenen Freitag in Nuevo Laredo im Bundesstaat Tamaulipas an der Grenze zu den USA handeln. Dies habe eine festgenommene Frau behauptet, die nach eigenen Angaben einer örtlichen Bande mit Kontakten zum Drogenkartell der Zetas angehöre.

In Nuevo Laredo waren neun an einer Brücke hängende Leichen sowie 14 enthauptete Leichen entdeckt worden. Vermutlich handelte es sich dabei um Opfer im Bandenkrieg zwischen den Zetas und dem Sinaloa-Kartell.

Mehr als 50.000 Tote

Im mexikanischen Drogenkrieg wurden seit Ende 2006 mehr als 50.000 Menschen getötet. Damals hatte Präsident Felipe Calderon einen Militäreinsatz gegen die Drogenbanden gestartet.

Am Mittwoch kündigte Innenminister Alejandro Poire an, die Regierung werde weitere Truppen und Bundespolizisten für den Kampf gegen die Kartelle einzusetzen. Die zusätzlichen Sicherheitskräfte sollen im Bundesstaat Morelos nahe der Hauptstadt Mexiko-Stadt eingesetzt werden, wo die Gewalt in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat. Durch den Einsatz soll vor allem die Gewalt in der bei Touristen beliebten Hauptstadt des Bundesstaates, Cuernavaca, zurückgehen. (APA, 10.5.2012)

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