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Wien - Ursula Hühnel-Benischek, die seit 2003 in der Kunsthalle Wien arbeitet und seit dem Ausscheiden der Geschäftsführerin Bettina Leidl seit 1. Dezember als Leiterin von Buchhaltung und Personalwesen mit der Prokura vertraut war, wird per 1. Juni die kaufmännische Geschäftsführerin der neuen Kunsthalle Wien GmbH, wurde am Freitag bekannt gegeben. Ihr Vertrag läuft bis 31. Mai 2015. Die internationale Ausschreibung für die künftige künstlerische Geschäftsführung läuft noch bis 20. Mai.
Aus den insgesamt 82 Bewerbungen sei die gelernte Bilanzbuchhalterin als "geeignetste und kompetenteste Kandidatin" hervorgegangen, so Wiens Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny in einer Aussendung: "Ursula Hühnel-Benischek zeichnen dreißig Jahre Erfahrung in kaufmännischer Leitung und Personalführung aus, die sie sowohl in der Privatwirtschaft als auch im Kulturbetrieb unter Beweis gestellt hat. Sie steht für kaufmännisches und unternehmerisches Denken und auch für soziale Kompetenz. Damit ist sie die richtige Person, die Betrieb und Team der Kunsthalle in der spannenden Phase des Neustarts führen wird." Damit sei "ein weiterer wichtiger Schritt in der strukturellen Erneuerung der Kunsthalle erfolgt".
Ursula Hühnel-Benischek wurde 1957 in Mödling geboren. Von 1977 bis 1990 leitete sie die größte Filiale von ABM. Von 1990 bis 2001 war sie bei interio als Finanz- und Personalchefin für ganz Österreich zuständig. 2003 kam sie in die Kunsthalle Wien, wo sie 2004 die Leitung der Abteilung Rechnungswesen und Controlling, im Dezember 2011 schließlich die Geschäfts- und Personalführung übernahm. "Ich freue mich auf die Herausforderung der kommenden Jahre", wird sie in der Aussendung zitiert: "Zunächst gilt es, für die neue GmbH solide wirtschaftliche und personelle Strukturen zu entwickeln, um die Basis für eine erfolgreiche Zukunft des Ausstellungshauses zu schaffen."
Übernahme duch GmbH besiegelt
Die Übernahme der Geschäfte der Kunsthalle Wien durch die neu gegründete GmbH wurde am Mittwoch abgeschlossen. "Im Rahmen eines Notariatsaktes wurde die Übernahmevereinbarung zwischen Verein Kunsthalle Wien und Kunsthalle Wien GmbH unterzeichnet", hieß es in einer Aussendung. Die endgültige Übernahme vom bisher geschäftsführenden Verein Kunsthalle waren "vom Vorliegen einer positiven Übernahmeempfehlung abhängig gemacht" worden. Dieser sei vom Aufsichtsrat nun erteilt worden. "Damit", so der interimistische Geschäftsführer Franz Patay, "ist der Neustart der Kunsthalle Wien umgesetzt, der es dem Haus ermöglicht, mit vollem Elan seine internationale Position weiter auszubauen."
Weiterhin unklar bleibt die Höhe der Zahlungen für die einvernehmliche Auflösung des Vertrags von Ex-Direktor Gerald Matt. Ein Teil der noch vom Verein genehmigten Summe sei bereits ausgezahlt bzw. in Auszahlung begriffen, sagte Patay, ein anderer auf einem Treuhandkonto geparkt. Dieses Geld gelangt erst zur Auszahlung, wenn sich die Vorwürfe gegen den langjährigen Leiter nicht erhärten.
Der Grund für die Verzögerungen bei der Übernahme durch die GmbH war nicht die Vereinbarung über die Vertragsauflösung von Matt. "Darum ging es nicht, das ist ganz klar eine Sache des Vereins", so Sonja Hammerschmid, Vorsitzende des Aufsichtsrats: Ein "Sammelsurium aus mehreren Fakten" habe Zeit gekostet, darunter auch manche "härtere Nuss", die "Reglements aus der Vergangenheit" betrafen. "Da ging es etwa um Haftungsthemen", so Hammerschmid, die nun aber "zufriedenstellend für alle gelöst werden konnten". Insgesamt sei die Übernahme "ein ganz normaler Prozess, der einfach seine Zeit braucht", gewesen. (APA, 11.5.2012)
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Wenn jemand als Finanz- & Peronsonalchefin bei interio arbeitet, was treibt einen dann zur Kunsthalle - aus wirtschaftlicher Sicht gesehen ein Minibetrieb - in eine untergeordnete Position? Gelernte Bilanzbuchhalterin? Kommt das mit dem Ausschreibungstext hin?
“Abgeschlossenes, den Hauptaufgaben entsprechendes Universitätsstudium oder Nachweis vergleichbarer Kenntnisse"
Zur Marketingverantwortung: "Erfahrung im Umgang mit Kunst- und Kulturschaffenden sowie mit der Öffentlichkeit und den Medien"
Die Kandidaten, die das gelernt und erfahren mitbrächten, hätte es sicher gegeben.
Fazit: Ein Kulturmanagementstudium kann man sich schenken.
Fazit 2: Wer auch immer neuer künstlerscher Direktor wird, kompetentes Gegengewicht wird er nicht haben.
... Aus den insgesamt 82 Bewerbungen sei die gelernte Bilanzbuchhalterin als "geeignetste und kompetenteste Kandidatin" hervorgegangen...
Na so eine Überraschung! ;-)
Eine Mitarbeiterin der Kunsthalle, die mit Gerald Matt's Sumpf-Spuren ja wohl schon bestens vertraut ist. Für eine/n Außenstehenden wohl nicht zumutbar bzw. Einblicke unerwünscht...?
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