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Die Geschichte des Irokesen ist eine des Stolzes und des Außenseitertums. Mit Stolz trugen Angehörige des indigenen nordamerikanischen Stammes ihr Haupthaar. Die Seiten wurden ausrasiert oder ausgerissen - ein Indianer kennt keinen Schmerz.
Haarschnitt aus dem Wilden Westen
Womit die amerikanischen Ureinwohner diesen nach ihnen benannten Haarschnitt festigten, ist nicht überliefert. Aber als in den 1970er-Jahren Bleichgesichter als falsche Irokesen auftauchten, sich Punks nannten und mit dem Haarschnitt aus dem Wilden Westen bürgerliche Aufregung verursachten, hielten Haarspray und Gels den oft bunt gefärbten Kamm erigiert. Das bedeutete immer wieder Prüfungen für den Stolz ihrer Träger.
Britische Punks etwa waren eher mit Haarspraydosen denn mit Pflastersteinen bewaffnet. Bei typischem Inselwetter sah man Punks, die sich nach dem Betreten eines Pubs mit triefendem Haar zuerst auf die Toilette verfügten. Dort machten sie sich mit Haarspray wieder, nun ja, gesellschaftsfähig, bevor sie ihr Pint erhoben und wie wild auf keine Zukunft tranken.
Praktisch ist er nicht
Anhand dieser Beobachtung merkt man schon: Praktisch ist so ein Irokese nicht. Zumindest nicht der Haarschnitt, und unter diesen keiner, der seine Bezeichnung verdient.
Denn der Mainstream absorbierte aus der Subkultur auch den Irokesen. Fußballer David Beckham sorgte vor zehn, zwölf Jahren für goldene Zeiten in den Coiffeurstuben und machte den sogenannten Wohlstandsirokesen mehrheitsfähig. Es ist dies eine feige, fast schon muttertagstaugliche Variation, bei der sich der Kamm nur wenig erhebt und die Seiten nur kurz-, nicht jedoch abgeschoren werden. Robert De Niro hätte als "Taxi Driver" darüber hämisch gelacht.
Stahlhelm und Wackelpopo
Vor dem Gerichtshof in Den Haag wurden wiederum Irokesenversionen gesichtet, die so unerheblich waren, dass sie selbst unter einem Stahlhelm nicht störten. Heute vertreten große Söhne unserer Heimat dieselbe beim Eurovision Song Contest und tragen ihren Iro dort samt Wackelpopo zur Schau. Man kann also sagen, der Irokese wurde zwar um ein Haar ausgerottet, seine Frisur aber hat überlebt. Mehr noch, sie ist in der Gesellschaftsmitte angekommen.
Nur die Tourismusschule in Villach sieht das anders. Dort wurde ein 16-jähriger Schüler wegen einer Irokesenart, die als Boxer-Schnitt bekannt ist, vom Unterricht suspendiert. - Schon wieder eine Prüfung für den Stolz des Irokesen. (Karl Fluch, DER STANDARD, 10.5.2012)
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Die Irokesenfrisuren der Punks in London.....damals....als die Clash jeden Reporter zur Sau machten.........die waren urgewaltig, kunterbunt, erfrischend. Unvergesslich ein Massenauftritt von Punks am Piccadilly Circus so um 1980 rum. Wehe, du hast es gewagt, deine Touristen-Kamera auf sie anzuhalten. Du hast die Wahl gehabt zwischen Barem oder Zahnarzt. Wilde, herrliche Zeiten!
aber nach meinen beobachtungen waren doch iros zur zeit von the clash (mitte/ende 70er jahre) noch nicht so in mode, oder? zerfetzte kleidung, sicherheitsnadeln und struppiges haar schon, aber keine iros. sex pistols, the clash, ramones, stiff little fingers, buzzcocks, dead kennedys, die hatten alle keine iros. die irokesen kamen erst später mit den ganzen expliziten polit-punkbands auf (GBH, conflict usw.). oder liege ich da falsch?
vielleicht sollte man wissen, dass der lehrkörper dieser schule ganz wesentlich von geistigen ablegern des herrn haider dominiert wird. wen wundert es also, dass in diesem biotop von flachwassertauchern selbst ein zwergirokese wellen macht!
vom Tiroler Landesschulratspräsident, Hans Lintner: "Lässt sich jemand ein Nazi-Symbol oder einen Totenkopf scheren, müssen wir natürlich die Notbremse ziehen." Quelle: http://www.tt.com/Tirol/476... hneide.csp
Jetzt hat der Gute doch glatt vergessen, dass es einen kleinen Unterschied zwischen einem Nazi-Symbol und einem Totenkopf gibt: Ersteres ist immerhin strafrechtlich sanktioniert und landet vor dem Schöffengericht, bei zweitem... Na ja, das kann einem wohl nur ein ÖVPler erklären...
Ich war 15 Jahre als, als ich 1 Monat Sprachferien in England verbrachte und ich dort meinen ersten Punks ansichtig wurde. Bei uns in Wean hat ja gereicht, was meine Freunde und ich gemacht haben, also die Jeans mit Sicherheitsnadeln verziert, mit Dreck beschmiert, die Haare geschnitten, so a bissl Rod Stewart, eine Rasierklinge als Schmuck an der Kette um den Hals.
Aber das war alles Pipifax gegen die englischen Punks - ich bin fast in Ohnmacht gefallen vor lauter Verzückung. Iros in Regenbogenfarben, Kerle mit nacktem Oberkörper, Schottenrock und Springerstiefel, ach. Und die Mädels sind den Burschen im Styling ebenbürtig gewesen, der Neid hat mich gefressen. In Wien hättens mich geteert und gefedert.
Hmmm, süßer Vogel Jugend... ;-)
zu meiner zeit trugen die punks noch anzug, krawatte und seitenscheitel.
:((
http://www.youtube.com/watch?v=6GizTr6QLfc
Lol! Das hat mein Sohn auch zu mir gesagt.
Der ist 89 geboren, ich bin relativ tolerant (beim eigenen Kind spießiger, als ich erwartet hätte und zufrieden damit) und er hat mir während seiner Pubertät den "Vorwurf" gemacht, dass er ja nicht rebellieren könne, denn womit sollte er mich schon provozieren.
Nicht nur ich, die Zeiten sind soo tolerant und milde, dass seine Generation nichts hat, womit sie ihren berechtigten Anspruch auf Revolution befriedigen kann.
Mein Rat: Zu provozieren ist jeder, soll er halt einen auf Spießer machen. Und das tut er jetzt, so richtig mit WU und Krawatte und bieder. ;-)
Na ja, als er ein Peckerl wollte, hat er schon gemerkt, wo meine Grenzen liegen, beim Piercing ebenso.
;-)
Okay, so a bissl Kim Wilde.
Aber die Frau war und ist so schön, da wollte ich mich nicht vergleichen. ;-)
http://www.google.at/imgres?q=... s:15,i:119
jetzt nix gegen kim wilde, aber es bereitet mir körperliche schmerzen, wenn die gute kim wilde oder rod stewart im zusammenhang mit punk genannt werden. das ist ungefähr so, wie wenn du zu einem klassik-fan sagst "ach mozart, das ist doch der mit dem klavier wie in dem lied november rain von guns n' roses"..
Ich kann das nicht beurteilen, ich kann sie nicht ausstehen, seit ich mir beim Stones-Konzert in Wien die Beine in den Bauch gestanden hab, gierig auf den Beginn des Konzerts wartend und dann kamen ... Guns´n´Roses.
Schweres Trauma, seitdem.
Wenn ich einen dieser Kerle höre oder sehe, der Name der Band reicht schon, spüre ich Abscheu, Unmut und Ekel.
Wenigstens waren die die Vorgruppe und haben sich für immer in meine Hass-Liste eingetragen. Nicht auszudenken, wenn es eigentlich gute Musiker wären...
;-)
das tragische an der geschichte is ned die frisur des schülers sondern die dummheit des direktors in der schule nicht damit zu rechnen das so eine groteske entscheidung negativ auf die schule zurück fällt...schulordnung hin oder her, in welcher welt lebt der typ?
Ich habe eine Hauswirtschaftsschule abgeschlossen, bei der es Pflicht war, 3 Monate in einem Hotel zu arbeiten.
Damals, in meiner Punk-Zeit, habe ich mir die Haare selber geschnitten und hatte so was Rod Stewart ähnliches.
Am ersten Montag haben mich die Hotelbesitzer zum Friseur geschickt und mir einen adretten Haarschnitt verpassen lassen. Bei Weigerung wäre die Schule informiert worden, bei standhafter Weigerung wäre das Praktikum abgebrochen worden.
Ich vermute schon, dass das negativ auf die Schule zurückfällt, wenn das Hotel das Unterrichtsministerium darüber informiert hätte, warum das Praktikum abgebrochen wird (was Pflicht war) und wenn die anderen Schüler wegen meines Verhaltens ev. unvermittelbar wären.
Man bekommt sehr wohl einen Job in der gehobenen Gastronomie, nur nicht in der konservativen, mit Vorurteilen behafteten Gastronomie. Ich gehe aber davon aus, dass jemand mit Irokesenschnitt dort ohnehin nicht arbeiten will. Einen Ralf Zacherl würdest du wohl auch dazu zwingen seinen Ziegenbart zu rasieren, weil er sonst keine Chance in der "gehobenen Gastronomie" hat.
Wenn Sie darunter irgendwelche Möchtegernläden spießiger Machart meinen, kann das durchaus wahr sein.
Aber ich kenne persönlich Leute, die mit Undercut, Glatze oder Afro in der 3*-Gastronomie das Service schupfen. Bei Grant Achatz kann man sich gleich auch noch die Schuhe nach eigenem Gutdünken aussuchen.
In der Topliga zählen nur mehr perfektes Fachwissen und die totale Leistungsbereitschaft. Auf Frisuren schauen da höchstens unausgelastete Hobbyrestaurantleiter der mittelmäßigsten Hotelkantinen.
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