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Berlin - "Bis ein Liter Milch im Kühlschrank steht, sind mindestens 100 Liter Wasser geflossen." So lautet das Ergebnis einer aktuellen Berechnung aus dem Themenkomplex "ökologische Fußabdrücke". Dabei gilt der "Water Footprint" angesichts zunehmender Wasserknappheit nach dem "Carbon Footprint" als das nächste große Umweltthema.
Vanessa Bach, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet "Sustainable Engineering" der TU Berlin, hat gemeinsam mit ihrem Kollegen Markus Berger am Institut für Technischen Umweltschutz der TU Berlin den Wasserverbrauch für einen Liter Milch genauer untersucht. In ihrem Modell haben die beiden das Wasser kalkuliert, das für Futter, Putzen des Stalles, das Tränken der Tiere und die Milchproduktion verbraucht wird.
Der Hauptfaktor
Den Mammutanteil des Wassers verschlingt die Beregnung der Futtermittel für die Kuh. Deshalb mache es einen großen Unterschied, ob das Tier auf der Weide grasen darf oder im Stall gehalten wird, berichten die Forscher. Denn im Stall kommt in den Futtertrog Soja, das viel mehr Wasser verbraucht. "Es können leicht 400 Liter Wasser pro Liter Milch zusammenkommen, wenn der Bauer sein Vieh im Stall mit Mais, Luzernen, Sojabohnen und anderen Futtermitteln versorgt, die zum Großteil aus Nord- und Südamerika importiert werden", so Bach.
Häufig bringen Kritiker von "Water Footprints" an, dass der Wasserkreislauf geschlossen und das für Futtermittel verbrauchte Wasser deshalb nie verloren sei. Das stimme zwar in Bezug auf den globalen Kreislauf, dennoch komme es immer wieder zu lokalen Knappheiten, so Berger: "Es ist wie mit dem Geld: Auch wenn immer die gleiche Menge im Umlauf ist, dann bringt es mir nichts, wenn ein anderer das Geld hat." "Es macht durchaus einen Unterschied, ob das Wasser in Deutschland, Spanien oder der Sahel-Zone verbraucht wird." Die Flüssigkeit, die in den Anbau des Futters fließt und als "virtuelles Wasser" exportiert wird, fehlt dann vor Ort.
Almkühe kommen am besten weg
Da die pure Angabe des Wasserverbrauches in Volumen wenig aussagekräftig ist, entwickelt Berger in seiner Doktorarbeit Gewichtungsfaktoren, die den Verbrauch in unterschiedlichen Regionen der Welt vergleichbar machen. Dabei werden Parameter wie lokale Wasserknappheit und Sensitivität von Ökosystemen berücksichtigt, aber auch wie reich ein Land ist: "Wassermangel kann in reicheren Ländern mit Technologien wie Entsalzungsanlagen kompensiert werden. Die ärmeren Staaten können das nicht", sagt Berger. Rechnet er diese Faktoren ein, kommt die Milch von Hochleistungskühen gar nicht gut weg: Für einen Liter ihrer Milch braucht man 16 Mal mehr Wasser als für Weideviehmilch und 50 Mal mehr als für die Milch von Almvieh. (red, derStandard.at, 12.5.2012)
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aber es war mir nicht bekannt, dass Kühe zu den Rüsseltieren gehören. " ...Den Mammutanteil des Wassers verschlingt die Beregnung der Futtermittel für die Kuh..." Manchesmal ist Deutsch unfreiwillig komisch, in diesem Falle glaube ich, der Redakteur hat geschmunzelt, als er diesen Text schrieb.
Berlin - "Bis ein Liter Milch im Kühlschrank steht, sind mindestens 100 Liter Wasser geflossen."
Na und?
Futter: Wird aufs Feld ausgebracht -> verdampft/versickert -> ist im natürlichen Kreislauf.
Putzen des Stalles: Güllegrube -> Feld -> verdampft/versickert -> ist im natürlichen Kreislauf.
Das Tränken der Tiere: Magen der Kuh -> Kuh Blase der Kuh -> Kuh pinkelt ( -> Güllegrube ) -> Feld -> verdampft/versickert -> ist im natürlichen Kreislauf.
Überhaupt kein Problem. Da werden künstliche Pseudoprobleme ohne Praxisrelevanz geschaffen!
Ist so leider nicht richtig, weil das Wasser, das dabei rauskommt/ übrigbleibt von Trinkwasser weit entfernt ist und mit hohem Energieaufwand zu Trinkwasser "rückverwandelt" werden muss. Das können wir uns momentan noch leisten - wir hier in Mitteleuropa, in Schwellen- und 3.Welt-Ländern ist das nicht mehr möglich!
Aber ich spüle mein Leitungswasser nicht vorher durch Tiermägen.
Das kommt von klarem Bergwasser, welches immer weniger wird, da die Gletscher immer kleiner werden.
Ich würde mich sehr dagegen wehren, wenn nun mit diesem Ställe gespült würden und ich ewig auf die Rückkehr durch Versickerung+Verdampfung+Regen warten müsste.
Na, was glaubst wo das Wasser im Gletscher vorher war?
Du gehst Pinkeln -> Kanalisation -> Kläranlage -> Donau -> (Meer) -> Wasser verdampft -> Wolken -> Niederschlag -> Traraaaa: Wasser wieder im Gletscher.
Kann man auch mit ausgebrachter Gülle spielen. Da wird das Wasser + Kacke (Nährstoffe) halt von den Pflanzen aufgenommen. Die verdampfen auch Wasser -> und das landet auch wieder in Wolken und von da wieder (u.a.) am Gletscher.
Dass der Kreislauf dabei manchmal a bissi länger dauert (zB Grundwasser) tut nichts zur Sache!
Die Kritik geht hauptsächlich an die Massentierhaltung. Schüttens deren Gülle massenweise auf die Felder, ruinierens Boden und Grundwasser. Da hat doch eh irgendeine nö. Gemeinde einen Streit mit einer Nachbargemeinde über deren Schweinemast. Die Nährstoffe der Masthaltung werden ebenso spärlich sein.
Die Wolken müssen erstmal über die Berge drüberkommen. Wandert das Wasser zu weit weg, schüttets zwar vor den Bergen massiv, aber die Landschaft dahintert leidet weiterhin an Wassermangel. Am besten wird das Wasser verteilt verbraucht und nicht konzentriert.
Wie schon geschrieben, haben wir einen Gletscherrückgang, d.h. es gibt weniger Gletscherwasser und man wird sich andere Wege suchen müssen, ans saubere Regennass zu kommen.
Dem Wasser ist es powidl obs vom "Ja! Natürlich-Schweinderl", der "Zurück-zum-Ursprung-Kuh" oder einer anonymen Kuh in irgendeinem Stall getrunken wird ... schlussendlich landet das Wasser immer wieder im Kreislauf...
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