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Er werde einen "einen Besen fressen", sollte es zu keiner Verlängerung der Mediziner-Quote kommen, sagt ein Sprecher der EU-Kommissarin für Bildung, Androulla Vassiliou.
Österreich hat gute Chancen, dass die Quotenregelung für Medizinstudenten aus dem Ausland weiter erhalten bleibt. Dennis Abbott, Sprecher der zuständigen EU-Kommissarin Androulla Vassiliou, bestätigte am Mittwoch gegenüber derStandard.at, dass es sehr wahrscheinlich sei, dass die EU-Kommission einer Verlängerung zustimmen werde. Das Anliegen Österreichs sei verständlich, sagte Abbott am Rande der Erasmus-Konferenz, die derzeit in Kopenhagen stattfindet. Komme es zu keiner Verlängerung, würde er "einen Besen fressen".
Derzeit sind 75 Prozent der Studienplätze für Human- und Zahnmedizin für Österreicher reserviert, 20 Prozent der Studierenden dürfen aus der EU kommen und fünf Prozent aus dem Nicht-EU-Ausland. Diese Regelung wurde 2006 eingeführt, da die österreichischen Unis mit sehr vielen deutschen Studierenden konfrontiert waren, die den Numerus clausus in ihrem Heimatland nicht erfüllen und zum Studieren nach Österreich kommen. Die Quote verstößt allerdings gegen das EU-Recht, wonach jeder innerhalb der Union die Freiheit hat, dort zu studieren, wo er will. Bisher wurden gegen Österreich keine rechtlichen Schritte von der Kommission gesetzt; seit 2007 und noch bis zum November 2012 gilt ein Moratorium. Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle setzt sich nun dafür ein, dieses Moratorium zu verlängern.
Daten zum Ärztebedarf nötig
Für eine Zustimmung der Kommission ist laut Abbott vor allem wichtig, dass Österreich Daten zum Ärztebedarf im Land liefert. Das Wissenschaftsministerium arbeitet bereits an einer solchen Studie, mit der bewiesen werden soll, dass eine Quote für das Medizinstudium nötig ist, um einen Ärztemangel in Österreich zu vermeiden. "Die Rechtsprechung ist hier sehr streng, es muss ein Risiko für das Gesundheitssystem bewiesen werden", so Abbott. Das Wissenschaftsministerium kündigte gegenüber derStandard.at an, die Studie zum Ärztebedarf in Österreich bis zum "frühen Sommer" präsentieren zu wollen. Erst dann will Töchterle laut seiner Sprecherin auch offiziell um eine Verlängerung des Moratoriums ansuchen.
Eine Verlängerung der Erlaubnis für die Quotenregelung ist laut dem Sprecher Vassilious auch möglich, weil das Medizinstudium mindestens sechs Jahre dauert und die endgültigen Daten für den Ärztebedarf deshalb erst in zwei Jahren bekannt sein werden.
Ausbau der Studienplätze in Deutschland
Abbott betont im Gespräch mit derStandard.at, dass sich die Kommission für ein bilaterales Abkommen zwischen Deutschland und Österreich einsetzen wird, um das Problem der überlaufenen Medizin-Unis zu lösen. Er hofft zudem auf eine Entlastung der österreichischen Unis durch den Ausbau der Studienplätze in Deutschland. Trotzdem setzt man sich auch auf höchster Ebene mit dem deutschen Medizinstudenten an österreichischen Unis auseinander. "Es gibt laufend Gespräche, auch Bundeskanzler Faymann und Kommissionspräsident Barroso haben bereits darüber gesprochen", berichtet Abbot. (Lisa Aigner aus Kopenhagen, derStandard.at, 9.5.2012)
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Deutsche Medizinstudenten sind eigentlich das Beste was unserem Land passieren kann. Man erhält junge Menschen mit einer Ausbildung auf Maturaniveau, ohne dass man für die ersten 18 Lebensjahre bezahlen musste. Man müsste sich nur noch eine Strategie überlegen, wie man diese Menschen nach Abschluss ihres Studiums in Österreich halten kann.
Leider geschieht genau das Gegenteil. Der Turnus vertreibt nicht nur die Deutschen, auch viele fertige österreichische Mediziner versuchen ihr Glück nach dem Studium im benachbarten Ausland. 3 Jahre kürzere Ausbildung die sofort beginnt, keine Sklaven- und Deppenarbeit, maximal 24h Dienst und dafür einen 1000er mehr im Monat. Wer hier bleibt ist Patriot oder ganz schön doof.
1. Wie kommen wir dazu mit unseren Steuergeldern für deutsche Numerus-Clausus-Flüchtlinge die Studienplätze zu finanzieren, wobei unsere Maturanten dann womöglich keinen Platz bekommen.
2. Der Turnus in Österreich besonders in Wien ist meist - nicht auf jeder Abteilung - eine Verschwendung und Mißbrauch menschlicher Resourcen ("Spritzentrottel"). Man schimpft zwar gerne über die unfähigen Praktiker, aber keiner fühlt sich aufgefordert die Turnusärzte für die Praxis auszubilden. Aufrechterhaltung der Bürokratie ist viel wichtiger.
3. Ich kann jedem mit dem Studium fertigen Mediziner nur raten, wenn möglich ins Ausland zu gehen und sich dort ausbilden zu lassen.
Der Ärztemangel entsteht vor allem durch die schlechten Ausbildungschancen in Österreich. Ich kenne einige deutsche Medizinstudenten, die gerne in Österreich bleiben würden, da sie seit 6 Jahren hier leben. Aber genau so wie viele Österreicher finden sie es einfach nicht wert auf einen Turnplatz zu warten, an dem sie eine ungenügende Ausbildung erwartet. Da gehen viele lieber in die Schweiz oder nach Deutschland und fangen gleich mit dem Fach an!
die seit Jahren dazu fertig sein soll und noch immer hinter verschlossenen Türen verhandelt wird (es gilt viele Interessen zu wahren, die Wahrheit ist vollkommen sekundär) steht offenbar kurz vor ihrer fertigstellung, was nichts anderes heißt, als das alle politischen Interressen - von der erhaltung der Quote, der rettung des ärztekammer-pensionssstems, den wünschen einer MedUni linz bis hin zu den Ländern, die billige und willige Turnusärzte für die spitäler brauchen - befriedigt werden konnten! die jungärzte, die wir zuviel produzieren werden, sollen dann ruhig auf der strasse stehen. Die Bedarfsstudien die es bisher gab, hab ich mal zusammengefasst und interpretiert : http://www.rezeptblog.at/tag/arztebedarf/
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