Der Presseclub Concordia kehrt heim

Ansichtssache | Oliver Mark
9. Mai 2012, 15:19

Nach knapp zwei Jahren hat der Presseclub Concordia sein altes Quartier im ersten Bezirk bezogen. Am Mittwoch wurden die generalsanierten Räumlichkeiten präsentiert. Die Umbauarbeiten haben knapp fünf Millionen Euro gekostet, wie die Bundes Immobilien Gesellschaft (BIG) als Eigentümerin bekannt gab. Der Presseclub residiert in dem denkmalgeschützten Gebäude in der Bankgasse 8/Schenkenstraße 5 erstmals in einer eigenen Etage. Der Bereich umfasst 400 der insgesamt 1.700 Quadratmeter. Das Concordia-Haus zählt zu den ältesten Immobilien Wiens, die Bausubstanz reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Der Presseclub wurde im Jahr 1859 gegründet.

Der Presseclub ist als gemeinnütziger Verein konstituiert und fungiert als Watch Dog über Presse- und Meinungsfreiheit, wie Astrid Zimmermann, Generalsekretärin der Concordia, bei einer Pressekonferenz betonte. Neben der Förderung von journalistischer Qualität und Ethik will der Verein seinen Fokus vermehrt auf die Unterstützung des Nachwuchses legen. "Wenn nur mehr der Mammon regiert", sagt Elisabeth Horvath, Vizepräsidentin des Vereins, "dann ist die Qualität in Gefahr". Um gegenzusteuern werden heuer erstmals Recherchestipendien vergeben, benannt nach dem Journalisten Egon Erwin Kisch (1885 - 1948).

20.000 Euro pro Jahr

Mit diesen Egon-Erwin-Kisch-Stipendien soll investigativer Journalismus finanziell und ideell gefördert werden, heißt es. Gespeist werden die Stipendien aus einem Fonds, der jährlich mit 20.000 Euro dotiert ist und sich zur Hälfte aus Mitteln der Concordia und externen Geldgebern zusammensetzt. "Pro Reportage gibt es zwischen 3.000 und 10.000 Euro", so Horvath zu den Modalitäten.

Potenzielle Stipendiaten sind angestellte Journalisten bis zum Alter von 35 Jahren und freie Redakteure. Für sie gilt kein Alterslimit. Thematische Einschränkungen soll es keine geben, die Auswahl trifft ein eigener Fachbeirat, der aus Vertretern von Online-, Print- und elektronischen Medien gebildet wird. Diese arrivierten Journalisten sollen auch die Funktion von Mentoren übernehmen. Voraussetzung für eine Teilnahme ist ein ausführliches Themen-Exposé und ein genauer Recherche-, Kosten- und Zeitplan.

Barrierefreiheit

Bei der Sanierung wurde auf Barrierefreiheit geachtet, wie Manfed Wehdorn, federführender Architekt des Umbaus, erläuterte. Etwa bei den WCs und dem Aufzug, der neue errichtet wurde. "Die Herausforderung war der Denkmalschutz", so Wehdorn, der von einer "bodenständigen, sympathischen" Instandsetzung sprach. "Nichts Spektakuläres, das ist gut." Neben der Erneuerung der Fassaden, der Räumlichkeiten und des Innenhofes wurde auch das Dachgeschoß aufgestockt und revitalisiert. Diese neuen Büroflächen sind zum Großteil bereits vermietet. (om, derStandard.at, 9.5.2012)

Link
www.concordia.at

foto: derstandard.at/mark

Der Presseclub Concordia residiert in der Bankgasse 8 im ersten Bezirk.

foto: derstandard.at/mark

Am Mittwoch wurden die Räumlichkeiten bei einer Pressekonferenz präsentiert.

foto: derstandard.at/mark

V.l.n.r.: Astrid Zimmermann (Generalsekretärin des Presseclub Concordia), Manfred Wehdorn (Architekt), Peter Bochskanl (Präsident des Presseclub Concordia), Hans-Peter Weiss (Bundesimmobiliengesellschaft Geschäftsführung) und Elisabeth Horvath (Vizepräsidentin des Presseclub Concordia).

foto: derstandard.at/mark
foto: derstandard.at/mark

Gustav Peichl ist mit seinen Karikaturen sehr präsent.

foto: derstandard.at/mark

Der sanierte Hauptraum für Pressekonferenzen.

foto: derstandard.at/mark

Neu ist ein kleiner Raum, der sich für Pressefrühstücke oder Präsentationen im kleineren Rahmen eignet.

foto: derstandard.at/mark

Über der Bar im Eingangsbereich.

foto: derstandard.at/mark

Garderobe.

foto: derstandard.at/mark

Aufgang zum Presseclub.

foto: apa/techt

Das ausgebaute Dachgeschoß.

foto: apa/techt

Der Innenhof des Hauses.

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18 Postings

War das eigentlich im Presseclub Concordia, wo Heide Schmidt an diesem schönen 5. Februar 1993 den Austritt aus der FPÖ und die Gründung des LIF ankündigte?

Wow, im Frühstücksraum darf man rauchen....:-)

Das Dachgeschoss mit dem sichtbaren Dachstuhl ist recht nett - aber echt, bei den Heizkörpern hätten sie sich was einfallen lassen müssen, des haut die Optik irgendwie zam.

die Innenstadt verkommt immer mehr zur Fassade und leerem Herzen.

Da muss man ja öffentlich zum saufen anfangen

Ist sehr schön restauriert worden, keiner Schönheitsfehler: Hausnummernschilder im ersten Bezirk sollten historisch korrekt weiß mit einer roten Umrandung sein ;) http://www.sagen.at/doku/Haus... mmern.html

"Ist sehr schön restauriert worden,"

was ist schön restauriert worden?

die neuen parkettböden? (t.w. in falscher richtung verlegt)

die neuen türbeschläge?

die neuen kehlheimerplatten?

die neuen türen?

Quatschkopf!

SIE hätten es wahrscheinlich vieeel besser gemacht...

"die neuen parkettböden? (t.w. in falscher richtung verlegt)"

bin nicht vom fach, was meinen sie damit?

fischgrät-parkett verlegt man richtung fenster.
oben sieht man 2 böden (dachboden und frühstücksraum), in denen der parkett parallel zu den fenstern verlegt wurde.

im frühstücksraum könnte man noch sagen "is eh wurscht". im großen dachgeschoß würde der boden aber anders rum verlegt wesentlich besser aussehen.

Erstens:
Woher wissen Sie ob der Fischgrät nicht historisch ist ?

Zweitens:
Die Fugen sollten idealerweise parallel zur Hauptlichtrichtung liegen, nicht "fischgrät-parkett verlegt man richtung fenster"
das sagt nämlich genau garnichts aus.

Ausserdem ist der Fischgrät bei dieser lieblosen Renovierung, welches genauso gut ein Starbucks sein könnte, noch das angenehmste.

"Woher wissen Sie ob der Fischgrät nicht historisch ist ?"

1.) ich hab augen im kopf

2.) auf dachböden verlegte man früher eher selten parkett.

"Die Fugen sollten idealerweise parallel zur Hauptlichtrichtung liegen"

sie haben recht. das triffts viel besser :)

bitte, aber was wollen sie bei diesen möbeln noch erwarten?

danke :=)

wieder etwas gelernt!

Schönes Haus, super Dachgebälk. Aber DAS sind eure Möbel?! Der PK-Tisch und die Sessel sind ja urgs-speibig.

brandschutz ist eh überbewertet....

Und genau weshalb? Die Balken im Dachgeschoß sind ziemlich sicher mit Brandschutzmittel behandelt:

http://et-brandschutzmittel.de/anwendungen/holz

wenn das auch nur annähernd ausreichend dimensioniert ist (und davon ist bei zimmermannsmäßigen verbindungen auszugehen), erfüllt das locker alle brandschutzvorgaben.

geiles dachgebälk!
ich finde, das sieht großartig aus!

gott sei dank wurde das nicht zerstört!

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