Minecraft für Konsole: Grenzen der Unendlichkeit

Zsolt Wilhelm
9. Mai 2012, 13:58

Version für Xbox 360 schränkt Möglichkeiten ein, ist dafür überschaubarer

"Minecraft" hat sich vom experimentellen Sandkasten zum Online-Phänomen entwickelt. Millionen von Spielern bauen mit ihren PCs mittlerweile Welten und begeben sich auf Abenteuer in fremde Universen. Solange man genug Bauklötze sammelt und solange die Community die Server nicht abdreht, kann man sein virtuelles Imperium praktisch unbegrenzt ausweiten.

Die Faszination "Minecrafts" nutzergenerierter Spielwelt weitet sich nun erstmals auch auf eine Konsole aus. Die Umsetzung für Xbox 360 ist dieser Tage erschienen und verspricht, das treibende Häuslbauer-Feeling auch Couch-Potatoes nicht vorzuenthalten.

Einschränkungen und Verbesserungen

Die Grenzenlosigkeit der über 20 Millionen Spieler zählenden PC-Gemeinde konnte im klar abgesteckten Konsolennetzwerk gewiss nicht eins zu eins abgebildet werden. Das fängt damit an, dass man zumindest derzeit etwa keine Ziegel kreieren kann, Alchemie und Zauber keine Rolle spielen und das Hungersystem ausgelassen wurde. Doch das Wesen des gezielten Sammelns und Bauens wurde nicht verändert. Eher konzentrierten sich die Entwickler darauf, das Geschehen auf die eigentlichen Gameplay-Elemente zu trimmen und Abenteuer und Erkundung ins Zentrum zu stellen. Während man auf die Community-Vielfalt der PC-Version verzichten muss, wurde die Xbox-Fassung dafür mit einem Splitscreen-Modus versehen, wodurch bis zu vier Spieler gemeinsam vor dem Fernseher ans Werk gehen können. Davon profitiert vor allem die Kooperation. Es bleibt ein nicht ganz so inspirierender, dafür überschaubarer Sandkasten für Kreative. (zw, derStandard.at, 9.5.2012)

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kann mir mal jemand erklären was an minecraft so faszinierend ist. Muss zugeben ich kenne es nur aus Artikeln wie diesen. Aber es klingt irgendwie nach Klötzchen bauen und viel Arbeit.

Hatten Sie jemals Spaß mit Lego? Wenn nicht, suchen Sie sich jemanden, der/die daran Spaß hatte und lassen Sie sich erklären, was an Lego fasziniert hat. Das sollte zumindest ein Drittel dessen abdecken, was Minecraft bietet.

Ich würde behaupten, dass Minecraft fasziniert, weil mehrere "triviale" Spaßquellen auf gelungene Art und Weise in ein Spiel vereinigt wurden. Sie werden kein konkretes, vorgelegtes Spielziel finden. Trotzdem kann man manchmal nur schwer aufhören. Googlen Sie mal "one more block" in der Bildersuche.

Mindcraft....

Endlich auch auf xbox....
Ich hoffe nur , dass keine mods kommen , weil am pc haben die mods meine arbeit geschmälert.
Habe wochen lang an einem wolkenkratzer gearbeitet , bis ich auf die mods gestoßen bin und sah ,wie einfach über koordinaten 1000ende blöcke in zwei sekunden einfach mal so erstellt wurden.
Solange keine mods da sind ist jedes gebäude oder achterbahn wertvoll!
Stunden lang höhlen für ein paar km schienen abbauen! DAS IST SPARTA

Peace

Mindcraft....

Baut man da Ganglien ab? ;)

mit splitscreen klingt das schon sehr interessant.
vorallem kann man damit auch online zu acht spielen.

aber was heißt man kann keine ziegel bauen?
*google*

also soweit ich das les wurde das craftingsystem simplifiziert. so dass man nicht mehr anordnen muss, sondern(wie in terraria) einfach das bauen kann, wozu man grad die zutaten hat.

aber woher das mit den ziegeln kommt, weiß ich immer noch nicht.

"kann man sein virtuelles Imperium praktisch unbegrenzt ausweiten."

Das ist nicht richtig - Minecraft-Maps nicht nicht unbegrenzt - die Grenze ist zwar von einem Spieler mit Standard-Mitteln zu Lebzeiten nicht erreichbar, aber sie sind da :)

die Grenze ist zwar von einem Spieler mit Standard-Mitteln zu Lebzeiten nicht erreichbar

Die Xbox Version von minecraft hat deutlich abgesteckte grenzen mit unsichtbaren Wänden.

http://www.youtube.com/watch?v=ZcYNKsxx6-k

Mein Kommentar bezieht sich auf den Einleitungsabsatz des Artikels, dieser dreht sich um die PC-Version.

Mir ist klar, dass die XBox-Version beschränkt ist.

In der XBox-Version sind sie auf 1000*1000 begrenzt. Lesen!

Weder gibt es eine Anbindung an Server, noch kannst du existente Welten importieren. Es ist derselbe nutzlose Müll wie die Android-Version.

Der Einleitungsabsatz[1] bezieht sich auf die PC-Version - sinnerfassend lesen ist schon ein Hund.

"[...] bauen mit ihren PCs mittlerweile Welten [...] unbegrenzt ausweiten."

und nachdem die minecraftwelt so groß ist, dass man sie zu lebzeiten weder ganz abrennen, noch ganz bebauen kann, qualifiziert sie sich doch prima für "praktisch grenzenlos", finden sie nicht?

Immer eine gute Idee irgendwas von der PC-Version zu plauschen, wenn es um die XBox-Version geht, die wie die Android-Version ein schlechter Scherz ist.

Ich hab' den Artikel nicht geschrieben - und ja, ich Stimme dir zu - die XBox-Version ist ein schlechter scherz.

Aber nicht alles was Mojang in den letzten Monaten hazugebaut hat, war wirklich sinnvoll - z.B. die seit Jahren angekündigten Spielmodus lassen auf sich warten.

Sind wir doch noch zu einer Meinung gekommen :) . Ich halte viele Neuerungen für schlicht kontraproduktiv. Seit Notch das Projekt nicht mehr leitet ist es besonders schlimm. Aber auch von notch sind schon einige Dummheiten wie die zu Beginn viel zu brutalen Enderman, die einem ganze Strukturen zerstörten. Und vom SuperGAU void fog reden wir erst gar nicht. Da wären ohne entsprechenden mod viele komplett abgesprungen.

Der Enderman war am Anfang wirklich etwas zu stark - jetzt ist er aber viel zu schwach - eigentlich sind alle Gegner (bis auf den Ender Dragon) mittlerweile viel zu schwach - in einer halben Stunde hat man Diamond Armor und hackt alles um - die Herrausforderung ist ziemlich klein geworden.

Im Artikel steht nichts von 1000x1000. LESEN!

Nicht die einzige Inkorrektheit.

Naja, die Fläche der "Welt" ist etwa auf ein Achtfaches unserer Erde begrenzt... Das Volumen ist aber (da man ja recht früh auf bedrock trifft) ein wenig geringer als das der Erde. (Das ist Stand 2010, hab nichts gefunden ob sich da was geändert hat.)

Dann müssen wir das doch weiter ausfühen:

Die Karten sind unendlich groß, es gibt kein Limit. Allerdings ist die Anzahl der Blöcke die generiert werden können limitiert:

Das sind ~68,7[1] Millionen Blöcke auf der X- und Z-Achse (je positiv und negativ) und 256 auf der Y-Achse. Das sind ~4,7 x 10^21 m² bzw. 1,2 x 10^24 m³ da ein Block einen Meter Kantenlänge hat.

Zum Vergleich: die Erde hat eine Oberfläche von 5,1 x 10^8 m² und ein Volumen von 1,09 x 10^21 m³.

Da hätten wir also ein Volumen, welches um den Faktor 10^3 größer ist und eine Fläche die um den Faktor 10^13 größer ist :)

[1] Das Hard-Limit liegt bei 2^32 Chunks, ein Chunk ist 16 x 16 x 256 Blöcke groß.

Ich hab nur Notch zitiert... *duck und weg*

Das ist aber schon lange her, dass Minecraft so klein war :)

Aber ernsthaft: so riesig müssten die Maps gar nicht sein - ich mag SMP-PvP-Server mit Begrenzung. Wenn man Wochenlang niemanden sieht, weil die alle 50.000 Blöcke vom Spawn weg wohnen, macht das keinen Spaß :)

Nachtrag: natürlich sind es ~34,4 Millione Blöcke je Achse positiv und negativ - also, also in Summe ~68,7 Millionen :)

ich glaube deswegen findet sich das wort 'praktisch' in dem satz.

Das korrekte Wort für diese Beschreibung ist aber "theoretisch" :)

das richtige wort ist NUKULAR!

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