Minecraft für Konsole: Grenzen der Unendlichkeit

Version für Xbox 360 schränkt Möglichkeiten ein, ist dafür überschaubarer

"Minecraft" hat sich vom experimentellen Sandkasten zum Online-Phänomen entwickelt. Millionen von Spielern bauen mit ihren PCs mittlerweile Welten und begeben sich auf Abenteuer in fremde Universen. Solange man genug Bauklötze sammelt und solange die Community die Server nicht abdreht, kann man sein virtuelles Imperium praktisch unbegrenzt ausweiten.

Die Faszination "Minecrafts" nutzergenerierter Spielwelt weitet sich nun erstmals auch auf eine Konsole aus. Die Umsetzung für Xbox 360 ist dieser Tage erschienen und verspricht, das treibende Häuslbauer-Feeling auch Couch-Potatoes nicht vorzuenthalten.

Einschränkungen und Verbesserungen

Die Grenzenlosigkeit der über 20 Millionen Spieler zählenden PC-Gemeinde konnte im klar abgesteckten Konsolennetzwerk gewiss nicht eins zu eins abgebildet werden. Das fängt damit an, dass man zumindest derzeit etwa keine Ziegel kreieren kann, Alchemie und Zauber keine Rolle spielen und das Hungersystem ausgelassen wurde. Doch das Wesen des gezielten Sammelns und Bauens wurde nicht verändert. Eher konzentrierten sich die Entwickler darauf, das Geschehen auf die eigentlichen Gameplay-Elemente zu trimmen und Abenteuer und Erkundung ins Zentrum zu stellen. Während man auf die Community-Vielfalt der PC-Version verzichten muss, wurde die Xbox-Fassung dafür mit einem Splitscreen-Modus versehen, wodurch bis zu vier Spieler gemeinsam vor dem Fernseher ans Werk gehen können. Davon profitiert vor allem die Kooperation. Es bleibt ein nicht ganz so inspirierender, dafür überschaubarer Sandkasten für Kreative. (zw, derStandard.at, 9.5.2012)

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