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1.200 Kinder und Jugendliche sollen in den nächsten beiden Jahren im neuen Hilfswerk in Tripolis betreut werden.
Tripolis/Wien - In der libyschen Hauptstadt Tripolis ist am Dienstag ein von der OMV initiiertes psychosoziales Zentrum eröffnet worden. Es soll Kindern und Jugendlichen, die besonders unter den Kriegshandlungen in Libyen und deren Folgen leiden, eine Perspektive für eine sorgenfreiere Zukunft geben. Das "Libya Youth Center" werde gemeinsam mit dem Hilfswerk Austria International umgesetzt, hieß es in einer OMV-Aussendung.
"Mit dem Hilfswerk wurde ein Partner mit jahrelanger Erfahrung und umfangreichem Know-How im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit gefunden", wurde seitens des österreichischen Mineralölkonzerns betont. Oberstes Ziel sei es, den jungen Menschen zu ermöglichen, das Erlebte mit professioneller Unterstützung zu verarbeiten. Die Kooperationsvereinbarung mit einem Projektvolumen von 2,1 Mio Euro war im Oktober 2011 für eine Dauer von zwei Jahren abgeschlossen worden.
Das Zentrum soll nach 24 Monaten an die libyschen Behörden übergeben und von diesen weiter betrieben werden. Bei Projektplanung und Umsetzung arbeiteten OMV und Hilfswerk Austria International eng mit dem National Transitional Council (Nationaler Übergangsrat) und lokalen Stakeholdern zusammen.
"Hoffnungsträger für bessere Zukunft"
Dazu OMV-Chef Gerhard Roiss in der Presseaussendung:" Gerade in Krisenzeiten beweisen sich wahre Partner. Wir tragen der Bevölkerung und unseren Mitarbeitern in Libyen gegenüber Verantwortung. So wie wir in Unruhezeiten unsere Mitarbeiter vor Ort trotz Produktionsstopp weiterbezahlt haben, helfen wir jetzt der jungen Generation ihre Ängste zu bewältigen. Denn sie sind die Hoffnungsträger für eine bessere Zukunft."
Seit Frühling 2012 bietet das psychosoziale Zentrum eine Anlaufstelle für traumatisierte Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 25 Jahren, in der internationale und libysche Experten eine bestmögliche Betreuung und Therapie gewährleisten.
Neben psychotherapeutischer Beratung und Betreuung werden auch Freizeit- und Outdoor-Aktivitäten sowie Bildungsprogramme (Sprachkurs, IT Kurs etc.) angeboten. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf die Einbeziehung von Eltern und Familien gelegt.
Auch mobile Teams im Einsatz
Zusätzlich leisten mobile Teams in Schulen, Spitälern und Gemeindeeinrichtungen Aufklärungsarbeit mit dem Ziel, vorherrschende Hemmschwellen und Ängste abzubauen. Durch Kooperationen mit Schulen und öffentlichen Einrichtungen ist es möglich, das Betreuungsangebot teilweise auch außerhalb des Zentrums wahrzunehmen.
Der Bedarf an psychosozialer Betreuung in Tripolis ist laut OMV groß, da der Bevölkerung bis dato keine vergleichbare Einrichtung zur Verfügung stand. Bisher wurden 260 Kinder und Jugendliche beraten und betreut. Um diese Zahl weiter zu erhöhen, werden im Zentrum Trainings und Ausbildungen für einheimische Freiwillige, die im sozialen Bereich tätig sind, angeboten.
Ziel ist es in den nächsten zwei Jahren rund 1.200 Kinder und Jugendliche zu betreuen. Nach offiziellen Schätzungen sind rund 30.000 Menschen in den gewaltsamen Auseinandersetzungen die letztlich zum Sturz und Tod des langjährigen Machthaber Muammar al-Gaddafi geführt hatten, getötet und Zehntausende verletzt worden. Rund 170.000 Kinder und Jugendliche alleine in Tripolis und Benghazi sind laut OMV durch die Kriegsereignisse stark traumatisiert. (APA, 9.5.2012)
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Mit 2,1 Mio Euro für 2 Jahre ist das Projektvolumen dieser Sozial-PR angesetzt. Das bedeutet die jährlichen Kosten betragen nur etwa 1/400 des Gewinns der letzten vier Monate.
Da OMV sowohl mit den früheren Herrschern wie mit den jetzigen zusammenarbeiten, die zu einen entscheidenden Teil für die Traumata verantwortlich sind, die jetzt behandelt werden, muss man sagen, können sie sich recht günstig in österreichischen Zeitungen sauberwaschen.
OMV hat schon unter Gaddafi gute Geschäfte gemacht in dem sie sich mit der Führung gutgestellt haben und so neben der Herrschaftsklicke vom Ölreichtum Lybiens profitiert haben.
Richten sie jetzt dieses Zentrum für psychisch Geschädigte ein, die vom Gadaffi-System traumatisiert wurden, oder von den jetzt Herrschenden? Geschäfte mach(t)en sie jedenfalls ohne mit der Wimper zu Zucken mit beiden.
Unternehmen versuchen ihrer Marke ein soziales Antlitz per PR zu verschaffen. Im Hintergrund arbeiten sie mit jenen zusammen, die das Hilfszentrum erst notwendig machen.
Und das soll die beste Nachricht sein? Wirklich mies dieser Artikel.
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