Österreich und seine Regenbogenfamilien

9. Mai 2012, 12:34
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"We are family": PolitikerInnen und ExpertInnen diskutieren über schwul-lesbische Elternschaft

Die LGBT-Beratungsstelle "Courage" lädt  in Kooperation mit der Österreichischen Gesellschaft für Sexualforschung (ÖGS) und dem Rechtskomitee Lambda zu einer Podiumsdiskussion mit PolitikerInnen und FachexpertInnen ein:

"Vater - Mutter - Kind. Das ist das traditionelle Bild der Familie in den Köpfen vieler Menschen. In unserer Gesellschaft gibt es jedoch noch andere partnerschaftliche Konstellationen, die immer öfter die Kernfunktion der traditionellen Familie übernehmen.

Seit 1. Jänner 2010 sind in Österreich eingetragene PartnerInnenschaften möglich. KritikerInnen im In- und Ausland erkennen im EP-Gesetz (EPG) eine homophobe Haltung österreichischer PolitikerInnen. Sie fordern eine Reform jener Regelungen, die lesbischen und schwulen Paaren einen Familiennamen verwehrt, sowie die künstliche Befruchtung und die Adoption untersagen.

Österreichs PolitikerInnen verleugnen die Realität von Regenbogenfamilien und sprechen gleichgeschlechtlich empfindenden Menschen und Paaren eine verantwortliche Elternschaft ab.

Dass dies ein Vorurteil ist, zeigen weltweit alle zur Verfügung stehenden Studien über die Entwicklung von Kindern in Regenbogenfamilien, so auch jene des renommierten Psychologen und Psychoanalytiker Udo Rauchfleisch, des Bayrischen Staatsinstituts für Familienforschung an der Universität Bamberg sowie des Bayrischen Staatsinstituts für Frühpädagogik an der Universität München.

Schätzungen in Deutschland sprechen von 30.000 bis 35.000 Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften. Die Elternschaft von Lesben und Schwulen sowie Regenbogenfamilien sind auch in Österreich eine gesellschaftliche Realität. Das zeigt der Beratungsalltag an den Beratungsstellen COURAGE in Wien, Graz und Innsbruck signifikant, ebenso wie den Kinderwunsch und die Bereitschaft zu einer liebevollen und fürsorglichen Elternschaft gleichgeschlechtlich empfindender Menschen."

DiskutantInnen:

Gabriele Heinisch-Hosek
Bundesministerin für Frauen und Öffentlichen Dienst

Mag.a Ulrike Lunacek
MEP, Europasprecherin der Grünen

Hon. Prof. Dr. Georg Kathrein
Bundesministerium für Justiz, Leiter der Zivilrechtssektion

Mag. Johannes Wahala
Leiter Beratungsstelle COURAGE, Präsident der ÖGS

Dr. Helmut Graupner
Präsident des Rechtskomitees LAMBDA, Co-Präsident der ÖGS

Barbara Schlachter
Obfrau FAmOs - Familien Andersrum Österreich

Moderation: Corinna Milborn

Montag, 14. Mai 2012, 19 Uhr
ega, Windmühlgasse 26, 1060 Wien

Eintritt frei (red)

Weitere Informationen:

www.courage-beratung.at

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