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Hans Rauscher analysiert den zweiten Auftritt von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser vor dem Untersuchungsausschuss. Rauschers Fazit: Es ist im Moment vollkommen offen, ob es zu einem Verfahren gegen Grasser kommt. "Es ist so schade um Karl-Heinz Grasser", findet Rauscher lobende Worte für die Performance des Ex-Finanzministers, weil ein guter Politiker aus ihm hätte werden können, dem die aktuelle Politspitze nicht das Wasser reichen könne. (derStandard.at, 9.5.2012)
EINE Übereinstimmung habe ich mit Herrn Rau: Nur wenn das Gros der Politiker so elendiglich blass und rückgratlos ist wie im Moment können die ganz wenigen mit Charisma aufblitzen, und dann wird es mit der Moral auch nicht mehr so ernst genommen ... leider ... siehe Strache-Zulauf ... ich fühl meine Interessen schon lange nicht mehr vertreten von den Herren "Führungspolitikern", allerdings von Blau schon gar gar nicht
Schon sein erster politischer Ziehvater nannte ihn treffend einen moralischen Flachwurzler. Aus diesem berufenen Munde hat das schwerwiegende Bedeutung gehabt. Den Zwergenkanzler hat das aber nicht gestört solange er mit ihm auf der Föhnewelle mitsurfen durfte
schade ist es um das viele schöne steuergeld und um die immobilien auf der kärnter straße, in denen heute neu-gablonz funkelt.
um jemanden, der als stellvertretender landeshauptmann ausländerfeindliche abschiebeparolen geschwungen hat, kann es nicht schade sein.
ein "ordentlicher und interessanter Politiker" lässt sich niemals auf so viel "Zwielicht" ein, wie es der Herr Grasser getan hat!
Daher führt sich ihre Schlußaussage von selbst ad absurdum, unabhängig davon ob Herrn Grasser schuldhaftes Verhalten nachgewiesen werden kann oder nicht.
Zeit zum abdanken, Herr Rauscher.
Den 'Kern' verstehen Sie überhaupt nicht.
Und können ihn auch nicht erklären.
Die 10 Millionen sollen zwischen KHG, Meischberger und einem dritten, den Plech aufgeteilt werden.
Wo ist Hochegger?
jetzt bald einen Ergänzungsbrief an den KHG. Nicht nur zu tüchtig, zu erfolgreich, zu schön, zu intelligent, sondern in Summe einfach " viiiiel zu genial" für einen Politiker. Wenn man KHG mit einem " Kompliment" bedenken möchte, dann damit: " Zu gerissen". Und genau das ist das Erschreckende an dieser " politischen Spezies."
der grasser hätte so eine videobotschaft voller liebes- und sympathiebezeugungen wesentlich besser und überzeugender hinbekommen.
er wirkt einfach besser, glaubwürdiger, unverkrampfter, kann besser reden, ist voller jugendlichem esprit und kann viel besser mitreissen. vielleicht bleiben sie besser beim schreiben;)
nicht auszudenken, hätte herr rauscher damals den guten tag verkündet, der mit einem ausgeglichenen budget beginnt...
fand ich Grasers privatisierungswelle und verscherbelung von Staatseigentum - also der heiligen Reserven - als verantwortungslos, sogar gleichgültig der Republik gegenüber. den Hut ab vor Graser hätten alle genommen, wenn er es geschafft hätte die Selbstbedienung abzustellen. so wie es aussieht, kann die telekom bald Geschichte sein. und Pfoten weg von voestalpine und omv.
nur ist das Gros der Schwarzweißmaler die alles nur
in "schwarz=der Inbegriff alles Bösen" Kategorien zu
denken fähig sind nicht bewußt. Ich weine Grasser in
keine Weise eine Träne nach, von seiner Wirkung her
verkörperte er meine Ansicht nach alles, was man nur
an einem Menschen verabscheuen kann, aber die
Intelligenz und die Chuzpe mit der er sich wie ein Fuchs aus den Fängen der ihm an Gerissenheit hoffnungslos unterlegenen Jäger entzieht verlangt mir
doch einiges an Bewunderung ab. Auch Haider war so
ein Typ. Unsympathisch, politisch (für mich) auf der
falschen Seite, aber kein anderer Politiker konnte ihm das Wasser reichen.
P.S. Was ist das Gegenteil eines Wirtschaftsliberalen?
Sie haben mit allem was Sie da geschrieben haben vollkommen Recht. Ich unterstell dem Rauscher da aber ein bisschen mehr. Sein "schade" kommt wie oft bei ihm so flappsig und halb-ironisch daher. Ich bin mir aber sicher, dass ihn nicht nur Grassers Eloquenz und Intelligenz beeindrucken, sondern auch sein damaliges Leistungsträger-Privatisierungsgehabe.
Das Gegenteil von wirtschaftsliberal - pah schwierig - sowas wie "wirtschaftsrestriktiv" oder "wirtschaftsregulativ". Darum gehts aber nicht: Wirtschaftsliberalismus ist ein weites Feld und der Begriff zugegeben nebulos, ich verwende ihn ja auch um das "Neo-"-Wort zu vermeiden.
Grundsätzlich wird Wirtschaftsliberalismus problematisch, wenn er den Freiheitsbegriff für sich vereinnahmt.
Wer sein Talent benutzt, um sich auf Kosten anderer zu bereichern, um den ist es eben NICHT schade.
Schade ist es um die Integrität in der Österreichischen Politik, deren letzte Reste durch Schüssel's ebenso egomanische wie desaströse Personalentscheidungen restlos vernichtet wurden.
Da geb ich ihm recht, Grasser hat an sich einen super Auftritt, ist intelligent, spricht völlig klar, etc.
Genau das ist aber auch der Grund, warum er "Blender" genannt wird. Sein Auftritt ist super, doch hinter der Fassade ist er ein Verbrecher. Ein klassischer Hochstapler und Betrüger, ganz im Stil zB eines Gerd Postler, der jahrelang Chef einer psychiatrischen Universitätsklinik war und Sachverständigengutachten ausstellte, obwohl er nichtmal die Matura hatte.
Man kann und will bei solchen Leuten oft nicht glauben, dass sich hinter ihrer perfekten Fassade ein Abgrund verbirgt.
Vielleicht war Grasser auch in der Tat nur zu jung, der Erfolg kam zu früh und stieg ihm zu Kopf.
die selbstsicherheit eines khg selbst als beschuldigter beeindruckend finden.
aber was, herr rauscher, fänden sie an einem bundeskanzler grasser? weil er fesch und jung ist und anderen heimischen politikern rethorisch überlegen ist?
nur zur erinnerung: grasser war schon mal politiker, weltbester finanzminister war er laut eigenmarketing, und er war mr. nulldefizit und hauptdarsteller im grössten korruptionsskandal der geschichte.
solche typen haben, wie man an ihnen sieht herr rauscher, immer ihre anhänger.
aber ganz ehrlich: ein ruhmesblatt ist das für sie nicht, ganz im gegenteil.
mögen sie sich noch lange am feschen karl ergötzen.
Aber da hat er mich positiv überrascht. Nämlich zu erkennen, dass der Herr G. (der für mich eindeutig all das angestellt hat, was man ihm vorwirft - bloß fehlt halt die smoking gun, um das rechtswirksam zu beweisen) vor seinem Abfall auf die dunkle Seite der Macht ein großes politisches Talent von hoher Intelligenz war. Und das auch anzuerkennen. Ausnahmsweise: Chapeau, Herr Rauscher.
P.S. Über irgendwas wird er letztendlich fallen, der KHG. Da bin ich zuversichtlich.
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