TU Wien: Die Rebellion aus der Petrischale

Ansichtssache |

Die TU Wien hat Schulden in Höhe von etwa 20 Millionen Euro angehäuft und sich einen harten Sparkurs verordnet. Für das kommende Wintersemester wurde ein Aufnahmestopp für die Lehramtsstudien Mathematik, Chemie, Physik und Informatik beschlossen. Jetzt protestieren Studenten und Professoren im Rahmen einer "Street Lecture" gegen die "chronische Unterfinanzierung" ihrer Universität.

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foto: derstandard.at/hays

Professor Peter Weinberger (re.) von der Fakultät für Technische Chemie und seine Studenten demonstrieren im Labormantel mit Pipette und Reagenzglas gegen die "chronische Unterfinanzierung" der Technischen Universität in Wien.

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Früher waren solche Vorlesungen in den Parks

Standard. Keiner hat dazu das neuerste iPhone, -Pad und -Pod benötigt.
Damals waren allerdings noch alle Studenten willkommen.

Wann genau ist diese Mathematik Vorlesung? Würde ich mir sehr gerne anschauen.

Einführungs-Vorlesung in rebellische Chemie

Wie geil =)
..ich hoffe, dass die Menschen auf die Situation aufmerksam werden, und dagegen was unternommen wird.
Es kann nicht sein, dass an der Lehrerausbildung gespart wird. künftige Lehrer bilden künftige Schüler aus, die die Stütze des Saates und der Wirtschaft werden sollen.
..ist es wirklich klug da zu sparen?

Leider ist der politische Verstand (wenn vorhanden) nur für eine Legislaturperiode ausgelegt.

Woher...

... sollen denn sonst die 100 Millionen für die neuen Panzer kommen wenn nicht bei nebnsächlichem wie der Bildung eingesparrt wird? Vielleicht gehn ja noch ein paar Millionen bei der Kinderbeihilfe damit wir noch nen Eurofighter kaufen können.

Lustig, aber irgendwie

aussagelos und sinnlos. Dass Chemie, Physik usw wichtig sind, wird niemand bestreiten. Hat mit Bildungspolitik und Finanzierung aber genau nichts zu tun...

Und wo die Konkurrenz zu unibrennt (das ja auch nichts gebracht hat - das ist vielleicht die einzige Gemeinsamkeit) usw sein soll, seh ich auch nicht ganz.

Die Hochschülerschaft wird vorgeschickt (Weinberger dankte der HTU Wien "für die Organisation" !), um um 26 Millionen EURO Brennstäbe für den Schrottraktor in der Engerthstraße zu kaufen !

Da blieb selbst dem Martin Olesch, Informatikstudent aus Deutschland und Vorsitzender der Studentenvertretung an der TU Wien, die Luft weg.

1) Was hat das mit meinem Posting zu tun?

2) Was genau ist am Praterreaktor schrottig? Und: Haben Sie alternative Neutronenquellen mit derartigen Neutronenflüssen? Oder einfach alle Experimente und Messmethoden, die solche Neutronen benötigen, einstellen?

(Bin übrigens für den Ausgabe erneuerbarer Energie statt Atomenergie. Hat mit dem Forschungsreaktor genau nichts zu tun.)

Ich bin - sollte ein ausreichendes Kosten-Nutzen-Verhältnis nachgewiesen werden können - für den Neubau eines modernen Typs.

Aber dieser Nachweis steht für das kostenexplosive Projekt "Med-Austron" in Wr. Neustadt bekanntlich auch noch aus.

Oder man gesteht ein, dass ein Zwergland sich Atomare Forschung oder Forschung, für die teure Nukleartechnik benötigt wird, nicht leisten kann. Das Geld wäre nach meiner Auffassung dann besser in die Mobilität der Forscher/innen investiert.

"Kosten-Nutzen-Verhältnis"

Der Reaktor bringt mehr Geld rein als er kostet (Ausbildung der IAEA-Leute)...

kosten nutzen verhältnis ist einfach - Den Betrieb Einstellen und das ding abbauen ist teurer als es weiter zu betreiben. sprich - entweder neue brennstäbe, oder dasselbe geld ohne forschung. was macht man dann?

Abbruch und Deponierung von Atom-Kraftwerken sind ein Billionen-EURO-Markt !

Und dafür sind noch längst nicht alle wissenschaftlichen Fragen gelöst. Eine Jahrhundertchance für die TU Wien, am eigenen Problem zu lernen !

Wieso nehmen wir uns nicht an der Politik ein Beispiel?

Lassen wir einfach jeden in jedem Ressort arbeiten, dann haben wir nirgendswo mehr Engpässe.
zB. könnten sich dann Zahntechniker einfach als Soziologen ausgeben :P

Produzieren dann nur leider den selben Schrott.

Ich studiere an der TU. Was mich wirklich nervt ist, dass sie im ersten Semester nicht gute von schlechten Studenten trennen, sondern HTLer von AHSlern.

Führt dann wohl dazu, dass die höheren Semester dann kaum noch unterrichten. Sieht man auch schön daran, dass in den ersten zwei Semestern alle keine Zeit haben und dann alles gemacht wird, nur nicht studiert.

Danke STEOP!

Sauerei...

wenn die mit H2O aufwaschen wer macht das dann weg?

Sauerei...

Passiv aggressiv abweisen?

Aufnahmestops fürs Lehramt in Mathematik, Biologie, Physik und Chemie

gehts noch? In diesen Fächern werden verzweifelt Lehrkräfte gesucht!!!!

Informatik hams vergessen.

Biologie gabs auch vorher nicht auf der TU.

Dafür ist aber leider kein Geld da. Wenn der Staat Lehrkräfte wünscht, dann sollte er das auch entsprechend finanzieren.

Für Brennstäbe des Schrott-Spielzeugreaktors in der Engerthsraße sind aber 26 Millionen EURO da !

Dabei sollte der ohnehin 2015 abgeschaltet werden !

Das ist kein Schrott Reaktor

der läuft super und genausogut wie ein neuer solcher Bauart. Über "Spielzeug" lässt sich streiten, gegen ein großes Kraftwerk oder einen Reaktor auf einen Flugzeugträger hält er klarerweise nicht mit, dafür fliegt er einem auch nicht um die Ohren.

Und ja, der Reaktor ist der TU nunmal mehr wert als Lehramtsstudien. Wenn die Regierung dafür nicht zahlen will warum solls die TU machen, vor Allem wenn es die Lehramtsstudien sowieso woanders gibt...

An einer Technischen Universität werden Lehrer/innen der sogo geschimpften "MINT"-Fächer anders ausgebildet !

Es ist kein Zufall, dass die Absolvent/inn/en vorwiegend in den Bereich der Technischen Mittelschulen gehen.

Auf den Nachweis der Nützlichkeit der Engerthstraße warte ich seit der Zeit, als ich Vorsitzender der Hochschülerschaft an der Technischen Hochschule und danach Technischen Universität Wien war. Aber vielleicht kommt er - spät aber doch - noch.

Interessant...

*demonstrieren im Labormantel mit Pipette und Reagenzglas gegen die "chronische Unterfinanzierung" der Technischen Universität in Wien.*
Ahja - aber Studiengebühren ablehnen. Na dann: bitte nach Alternativen suchen; die werden aber wohl eher mäßig in Reagenzgläsern zu finden sein...

Leider sind Sie nicht informiert.

Erstens: Als die Studiengebühren da waren hat der Staat genau den Betrag nicht mehr gezahlt.

Zweitens: Wenn jeder 400 Euro Studiengebühren bezahlen würde wäre das lange nicht genug.

Wenn sie mit mit Langzeitstudenten kommen: Die müssen bereits Studiengebühren zahlen. Es ist FALSCH, dass ständig behauptet die Studiengebühren wären abgeschafft. Es ist so, dass man bedürftig sein muss und vor allem in Mindeststudienzeit (+1 Semester, das man aber dank STEOP sowieso braucht) studieren muss, wobei die Durchschnittsstudienzeit eindeutig darüber liegt, wodurch die meisten sowieso zahlen.

Diese und noch schärfere Beschränkungen gelten für Familienbeihilfe.

Ein Student hat gemessen an ECTS 55 Wochenstunden.

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