Börse Frankfurt segelt doch ins Plus

10. Mai 2012, 19:45
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Deutsche Telekom nach Zahlen plus drei Prozent

Frankfurt - Die Hoffnung auf einen Durchbruch bei der Regierungsbildung in Griechenland hat im DAX am Donnerstag für einen weiteren Erholungsschub gesorgt. Die Marke von 6.500 Punkten konnte zurückerobert werden, auch wenn die Unsicherheit der Anleger hoch blieb. Mit einem Aufschlag von 0,66 Prozent auf 6.518,00 Punkte ging der Leitindex aus dem Handel. Der MDAX stieg um 0,41 Prozent auf 10.489,48 Punkte. Der TecDAX legte um 0,98 Prozent auf 775,41 Punkte zu. 

Analyst Christoph Schmidt von der N.M.F. AG sagte: "Der Markt war erneut nervös und griechenlandgetrieben, und die weitere Entwicklung im Dax ist noch sehr unklar." Nachdem in Athen eine neue Sondierungsrunde für die Regierungsbildung begann, keimten Hoffnungen auf, dass es doch noch Chancen auf eine Einigung gibt, zumal die Demokratische Linke sich für einen Verbleib im Euroraum ausgesprochen hatte. Laut Händler Andreas Lipkow von MWB Fairtrade half auch die sich langsam verbessernde Situation der Euro-Sorgenkinder Italien und Spanien dem DAX.

Telekom Top, RWE Flop

Die Aktien der Deutschen Telekom gehörten nach der Vorlage des Geschäftsberichts mit plus 3,01 Prozent auf 8,80 Euro zu den Favoriten im Leitindex. Analysten sprachen von einer "robusten operativen Entwicklung". Deutschlands zweitgrößter Energiekonzern RWE dagegen hatte auch im abgelaufenen Quartal weiter unter dem Atomausstieg und einer schwächeren Nachfrage in Europa gelitten. Die Anleger reagierten enttäuscht, die Aktie verlor 1,49 Prozent.

Auf Rekordkurs befindet sich das im MDAX notierte Medienunternehmen ProSiebenSat.1. Vor allem im Internet war der Konzern im ersten Quartal rasant gewachsen und bekräftigte die Jahresziele. Die Aktie legte um 1,37 Prozent zu, die Enttäuschung über den Nettogewinn konnte somit abgeschüttelt werden.

Um 12,90 Prozent schossen im TecDAX die Papiere von Solarworld nach überraschend starken Geschäftszahlen nach oben. Sie hatten allerdings auch in den vergangenen Monaten kräftig nachgegeben. (APA, 10.5.2012)

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