Leitbörsen schließen uneinheitlich

10. Mai 2012, 12:49
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Sorgen um Griechenland und schwache China-Daten im Fokus - Toyota nach Zahlen im Plus

Wien - Die Leitbörsen in Fernost haben am Donnerstag keine klare Richtung gefunden. Während der Nikkei-225 Index in Tokio um 35,41 Zähler oder 0,39 Prozent auf 9.009,65 Punkte fiel und der Hang Seng Index in Hongkong 103,36 Zähler (minus 0,51 Prozent) auf 20.227,28 Einheiten abgab, konnte der Shanghai Composite ein kleines Plus von 1,64 Punkten oder 0,07 Prozent auf 2.410,23 Punkte verzeichnen.

Darüber hinaus schlossen die Märkte in Singapur und Sydney in der Gewinnzone. Der FTSE Straits Times Index schloss bei 2.903,60 Zählern und einem minimales Plus von 2,69 Punkten oder 0,09 Prozent. Der All Ordinaries Index in Sydney stieg um 21,6 Zähler oder 0,50 Prozent auf 4.353,80 Einheiten.

Im Fokus der Anleger waren vor allem die anhaltenden Sorgen um Griechenland sowie die schwachen Daten aus China, hieß es. Das chinesische Außenhandelswachstum hat sich im April unerwartet stark verlangsamt. Im Jahresvergleich stiegen die Importe lediglich um 0,3 Prozent, wohingegen Analysten mit einem Zuwachs von 10,9 Prozent gerechnet hatten. Auch die Exporte fielen schwächer als erwartet aus. Diese legten um 4,9 Prozent zu, statt wie erwartet um 8,5 Prozent.

Indessen hat der japanische Außenhandel seinen Erholungskurs zuletzt fortgesetzt. Nach einem rekordhohen Defizit der Leistungsbilanz zu Jahresbeginn stellte sich im März der zweite Überschuss in Folge ein. Dieser betrug 1,589 Billionen Yen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ergibt sich allerdings ein Rückgang um 8,6 Prozent.

In Tokio schlossen Tokyo Electric Power (plus 6,52 Prozent auf 196,0 Yen) an der Spitze des Nikkei-225 Index. Am gestrigen Mittwoch hat die japanische Regierung beschlossen, den hoch verschuldeten Betreiber des havarierten Atomkraftwerks Fukushima mit einer Finanzspritze de facto zu verstaatlichen und damit vor dem Bankrott zu bewahren.

Daneben zeigten sich Toyota um 0,79 Prozent höher bei 3.170,0 Yen. Wie der Autobauer am Vortag bereits bekanntgab, will er mit einer Verdreifachung seines Gewinns im gerade gestarteten Geschäftsjahr gegenüber seinem Erzrivalen VW Boden gutmachen. Bereits zu Jahresanfang gelang es Toyota, den Betriebsgewinn in seinem vierten Geschäftsquartal mehr als zu verfünffachen.

Nachbörslich veröffentlichten am Donnerstag Sony Quartalsergebnisse. Der Elektronikkonzern hat im Geschäftsjahr 2011/12 die höchsten Verluste seiner Unternehmensgeschichte angehäuft, erwartet jedoch für das laufende Geschäftsjahr die Rückkehr in Gewinnzone. Im Vorfeld zu der Zahlenpräsentation gaben die Titel um 1,22 Prozent auf 1.213 Yen nach. Daneben legten nach Börsenschluss in Tokio auch Suzuki (minus 0,45 Prozent auf 1.773,0 Yen) und Olympus (plus 1,35 Prozent auf 1.130,0 Yen) ihre Erstquartalsergebnisse vor.

Im Hongkong gab es indessen Abschläge bei Bankwerten zu beobachten. Bank of Communications verloren 0,90 Prozent auf 5.53 Hongkong-Dollar, China Construction Bank gaben 0,53 Prozent auf 5,67 Hongkong-Dollar ab und Industrial & Commercial Bank of China ermäßigten sich um 0,40 Prozent auf 4,96 Hongkong Dollar.  (APA, 10.5.2012)

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