Immer mehr Bergbahnen ohne Sommerpause

8. Mai 2012, 18:09
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Wien - Den Berg gibt es künftig in vier Geschmacksrichtungen: für Abenteurer, Genussmenschen, Familien und Naturliebhaber. Das stellt sich zumindest Österreichs Seilbahnwirtschaft so vor, die mit der Initiative "Beste österreichische Sommer-Bergbahnen" die Aufstiegsanlagen verstärkt auch in der warmen Jahreszeit gewinnbringend betreiben möchte.

"Infrastruktur ist da, Gastronomie auch. Das sollte genutzt werden", sagte Maria Hofer von den Gletscherbahnen Kaprun - eines von 41 Bergbahnunternehmen, das nicht nur eine Beförderung auf den Berg, sondern auch ein Erlebnis am Berg verspricht.

Qualitätstest

Wer zu den Besten gehören will, muss einen Qualitätstest bestehen. Die Zertifizierung erfolgt durch ein unabhängiges Unternehmen. "Die Kriterien sind so streng, dass es einige Bahnen wieder bleiben ließen", sagte der Geschäftsführer der Seilbahnwirtschaft, Erik Wolf, in einer Pressekonferenz.

Dennoch hofft Wolf, weitere Unternehmen von den Vorteilen der Initiative überzeugen zu können. Seit dem Start 2001 etwa sei die Zahl der Sommergäste jährlich um 13 Prozent gestiegen. Jedes Mitgliedsunternehmen komme auf durchschnittlich 113.000 Sommergäste; der Branchenschnitt liege bei 58.000 Gästen. Auch bei den Umsätzen habe es im Sommer eine deutliche Steigerung gegeben, wobei wiederum die zertifizierten Betriebe die Nase vorn hätten. 90 Prozent des Umsatzes wird in der Branche aber nach wie vor im Winter gemacht. (stro, DER STANDARD, 9.5.2012)

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