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Kollektives Biertrinken gegen Verbotskultur und Konsumzwang: So lautete das Motto des Bierflashmobs am vergangenen Samstag am Wiener Stephansplatz. Trotz Regenwetters tummelten sich dort rund 200 Prostbürger, um gegen das von Ursula Stenzel (ÖVP), Bezirksvorsteherin der Inneren Stadt, geforderte Alkoholverbot in der Öffentlichkeit zu protestieren oder besser gesagt Bier zu trinken.
Nachdem in Graz in der vergangenen Woche erstmals in Österreich ein flächendeckendes Alkoholverbot eingeführt worden war, zog Stenzel nach und fragte: "Wenn es in Graz geht, warum nicht auch in Wien?" Prompt wurde via Facebook ein Aufruf zu einem Bierflashmob gestartet, dem die Freunde des Gerstensaftes - gewappnet mit demselbigen - folgten.
Law and Order in der City
Stenzel zeigte schon in der Vergangenheit immer wieder Ambitionen für den Posten des Wiener Law-and-Order-Sheriffs: Ausbau der Videoüberwachung, Demonstrationsverbot rund um den Stephansdom, ein generelles Bettelverbot und die Privatisierung von Parks sind nur ein paar Punkte auf ihrer Wunschliste. Deren Umsetzung würde Wien sicherer, sauberer und schöner machen.
Für Drogenabhängige, Obdachlose, Punks, Bettler oder betrunkene Jugendliche wäre in diesem Wien dann leider kein Platz mehr. Für Wachkörper und Stadtwachen dafür schon. Richtig empört hat sich die Bevölkerung über Stenzels skurriles Wunschkonzert bislang nicht. Lediglich die Wiener Clubszene hat sich mit dem Musikvideo "Ursula Stressned" gegen die Sperrstundenregelung und deren rigorose Einhaltung aufgelehnt.
Doch mit ihrer Forderung nach einem Alkoholverbot im öffentlichen Raum scheint Stenzel einen Nerv der österreichischen Kultur getroffen zu haben. Stellte doch schon der Wahlwiener Ludwig van Beethoven fest: "Solange der Österreicher Bier und Würstel hat, revoltiert er nicht." (Elisabeth Mittendorfer, derStandard.at, 8.5.2012)
Zum Thema
grandios, zum Lesen: http://tantejolesch.at/tjtrue.ph... le=stenzel
:) komm auch du vorbei - morgen 20 uhr am stephansplatz - wir schützen unser freiluftbier gegen schanigartenzwang und verbotskultur!! wir prosten sich uns! http://www.facebook.com/events/41... 655509472/
was ist eigentlich die offizielle Begründung für ein Alkoholverbot? Gab es eine Verhältnismässigkeitsprüfung?
Passivtrinken? Umsatzsteigerung für Gasthäuser und Schanigärtenbetreiber, die sicher weiter Alkohol ausschenken dürfen sollen? Religiöse Gründe ? Laune von Politikern ?
http://www.facebook.com/events/41... 655509472/
ladet eure freund_innen ein! :)
nein,nein... nur für die, die ihren alkohol nicht im lokal oder im schanigarten konsumieren.
das ist ja der with dabei... die stenzl begründet das vebot unter anderem mit der schädigung der gastronomie durch das konsumieren mitgebrachter getränke am stephansplatz (bzw im ersten)
wäre doch witzig, wenn sich die nahversorger zurückziehenund die innenstadt ein freiluftmuseum wird.
aber soe weit ist nun mal der horizont von frau stenzl. da war mal ein bsoffener zu laut und das hat mich gestört; wir werden das gleich pauschal verbieten.
oder stecken doch subtilere ziele dahinter? z.b. weitere enteignung der bürgerInnen und kommerzialisierung des öffentlichen raums?
sucht's euch aus....
Wenn ja, -
alle ignorieren. Solange alle mitmachen....?
Den Sheriffs ein Bier anbieten oder ein Schnapserl.
Sobald einer aufkreuzt und strafen will,
alle hin zu ihm, nicht bedrängen, sondern alle gleichzeitig auf ihn einreden, ein Wienerlied anstimmen und demonstrativ eine Dose Budweiser oder Ottakringer aufmachen.
Kühltaschen mitnehmen.
Sekt
wär' adrett.
Und zu einem guten Tropferl Wein
sage ich nicht nein.
Mich wüde ja interessieren, was man mit Obdachlisen und Süchtigen zu machen gedenkt. Gibts Grenzkontrolle und Deportierung? Was, wenn die immer wieder kommen? Haft?
Und was ist mit Werbetafel? So sauber ist das auch nicht, da drauf.
Überall Wachtmänner und Polizisten schaffen ein sauberes Bild von einem sauberen Regime. Faschostyle, wie es der Altösterreicher so gern hat.
Wer verdächtig torkelt oder ein Bier trinkt, wied sofort von zwei Sicherheitsbeamten hinaus "begleiet". Fotografiert von etwa 200 Japanern die daheim erzählen, dass es dort noch immer zugeht wie in "Sound of Music".
Ach, sauber? Hygienisch rein!
allerdings für ganz wien... besonders auch in grinzing!
glückliches arabien, wo der säufer 50 auf den nackten hintern kriegt...:))
...
nirgendwo sieht man mehr bsoffene herumtaumeln und grölen und speien als im schönen wien... chinesische oder japanische touristen reagieren immer entsetzt, wenn sie so einen sturzbesoffenen west-barbaren in seinem auswurf sich wälzen sehen (die machen dann schnell knipsknips ein handy-foto für daheim: gratis-touristenwerbung, gell!:))
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