Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Wien - Die Unabhängigen GewerkschafterInnen in der GöD (UGöd) kritisieren, dass seit dem Auftakt zu den Lehrerdienstrechtsverhandlungen zwischen Lehrervertretern und Regierung "Falschaussagen" kursieren. So suggeriere Finanzministerin Maria Fekters (ÖVP) einen "20-Prozent-Schwindel", dass Junglehrer künftig 20 Prozent mehr verdienen und dafür ein paar Stunden mehr arbeiten müssten. Tatsächlich bedeute diese Ankündigung allerdings "15 bis 25 Prozent mehr Unterricht bei gleicher Lebensverdienstsumme", so die UGöd am Dienstag in einer Aussendung.
Nur Anfangsgehälter betroffen
Bei der Anhebung um 20 Prozent gehe es nämlich nur um die Anfangsgehälter, betont die UGöd, danach soll die Gehaltskurve nach Willen von Dienstgeber und -nehmer deutlich abgeflacht werden. Die Folge: Künftige Lehrer müssten sich das höhere Einkommen am Anfang "durch deutlich geringere Einkommen in der zweiten Hälfte ihrer Berufstätigkeit selber bezahlen". Fekter wolle diese Umschichtung nun "anscheinend zum Vorwand für eine kräftige Arbeitszeiterhöhung ohne Lohnausgleich = nachhaltige Personaleinsparungen nützen", befürchten die Gewerkschafter, die eine Veröffentlichung des "Geheimpapiers" fordern.
Für die Zukunft brauche es ein Dienstrecht, das "endlich alle, auch die über den Stundenplanunterricht hinausgehenden LehrerInnen-Tätigkeiten mit und für die Kinder und Jugendlichen als vollwertige Arbeitszeit anerkennt und leistungsgerecht bezahlt", betonen die Gewerkschafter. (APA, 8.5.2012)
Beamtenministerin sieht Konflikt innerhalb der Gewerkschaft - Nächste Verhandlungsrunde am Mittwoch
Vizekanzler: Wenn nicht bald eine Einigung da ist, "dann übernehmen wir von der ÖVP die Causa"
Eine Einigung auf ein neues Lehrerdienstrecht ist immer noch in weiter Ferne
Frage des Unterstützungspersonals soll in wenigen Wochen weiter verhandelt werden
Unterrichtsministerin fordert Vizekanzler auf, bei der Frage des Lehrerdienstrechts auf Gewerkschafter einzuwirken
Die neue Ausbildung für angehende Lehrer ist zwar abgesegnet, der Streit um die Reform des Dienstrechts für Pädagogen aber prolongiert
Plakate und Begleitbrief an alle Schulstandorte verschickt, um gegen Ministeriumspläne zu demonstrieren
Bildungsministerin glaubt an Abschluss: "Keiner wird den Tisch verlassen, ich schon gar nicht"
Wegen zu großer Verhandlergruppe auf Seiten der Lehrergewerkschaft - Neuer Termin bereits fixiert
Regierung und Gewerkschaft planten Einigung um die Osterzeit
Am 3. Mai 2012 starteten die offiziellen Verhandlungen zwischen Regierung und Gewerkschaft - Fortsetzung am 8. Mai
"Reines Vertragsverhältnis" nicht genug, Schmied hofft auf Einigung bis Anfang April, Faymann will selbst mit Neugebauer verhandeln
Ein Blick in die Studie "Bildung in Zahlen" zeigt: Geplantes Gehalt für Pädagoginnen über dem Einstiegsgehalt von Hochschul-Absolventen
Reform wäre "vorerst nicht budgetbelastend", so die Finanzministerin
Am Donnerstag verhandeln Ministerinnen mit Gewerkschaft
"Nicht nur ein Nein in den Vordergrund stellen, sondern auf das schauen, was notwendig ist" - Gebäudeoffensive nach der Wahl geplant
Weitere Termine wurden sind vereinbart - Inhaltliche Punkte wurden nicht kommentiert
Für Thomas Bulant liegt das Problem des Regierungsvorschlages vor allem an der Berechnung der Arbeitszeit für künftige Lehrer
Sobald ein Verhandlungsergebnis vorliegt - BMHS-Gewerkschafter Rainer: "Da rede ich nicht dagegen"
ÖVP-Landesschulratschef ist für Versetzungsschutz
Die Lehrerdienstrechtsverhandlungen kommen nicht so recht in Gang. Die Koalition schickt drei Ministerinnen in den Ring
Die Lebensverdienstsumme von Akademikern ist sowieso überraschend klein, weil ja mindestens 7 Jahre (mit BHS und real. Studienzeit 10Jahre) Beruf weg fallen. Früher wurde das den Lehrern durch Verbeamtung, Ferien und hohe Pension ausgeglichen. Für junge Lehrer gibt es eigentlich nur noch die Ferien als Kompensation und selbst diese werden in Frage gestellt.
Für unsere Jugend nur die besten Leute, oder? Und wie soll man die bekommen? Durch schlechtes Image und Gehalt eines (akademischen) Berufsanfängers bis zur Pension? Sicher nicht!
Wenn einer Ihrer Schüler maturiert und dann in den Ferien am Bau als Hilfsarbeiter-Ferialpraktikant mehr verdient als Sie,
dann sind Sie wahrscheinlich Junglehrer an einem Gymnasium.
Freuen Sie sich, in zwei Jahren sind Sie arbeitslos, weil Fekter und Schmied die Lehrverpflichtung erhöhen werden, sodass man viele Ihrer Kolleginnen und Kollegen (mehrere tausend) entlassen kann.
In ca. 10 Jahren folgt dann der Herzinfarkt des Bildungssystems mit Konferenzzimmern wie geriatrischen Anstalten.
Das ist doch der eigentliche Punkt: Die SPÖ will die Ganztagsschule aber hat kein Geld dafür (man müsste ja tausende neue Lehrer einstellen). Was also macht man? Der gelernte Österreicher kennt die Antwort: Ein Sparpaket, das anders verpackt wird. Eine Schleife aus die-faulen-Lehrer-sollen-mehr-arbeiten und schon ist sie fertig, die österreichische Lösung!
Mit 2 Stunden mehr kann die Nachmittagsbetreuung in der zukünftigen Ganztagsschule noch nicht realisiert werden ohne dass dabei mehr Geld investiert wird. Daher überlegt man, die Lehrverpflichtung um mindestens 5 Stunden anzuheben und den Wert einer Aufsichtsstunde am Nachmittag auf unter 50% zu senken. Dann könnte man aus allen HS und NMS auf einen Schlag Ganztagsschulen machen ohne mehr Geld für Gehälter locker machen zu müssen.
Dazu kommt auch noch die Unterstützung durch Psychologen, Sozialarbeiter, Erzieher,....
Die haben nämlich einen Riesenvorteil, die können vormittags statt einer zweiten Lehrperson im Teamteaching helfen, nachmittags in der Ganztagsbetreuung bleiben und die Ferienbetreuung gleich mitübernehmen, dank 38,5 Stunden Anwesenheit und 5 Wochen Urlaub.
Also, wenn das in Summe nicht billiger wird....
3000 brutto zu Beginn, 5000 brutto am Ende der Laufbahn und man erhält jene, welche die öst. Schule neu gestalten können.
btw: Man denke nur darüber nach, weshalb das männliche Interesse am Lehrerwerden fast nicht mehr existent ist, trotz Ferien etc.
Ich hab auf der Uni mit LA-Studenten zu tun. Und wenn ich mir hier anschau was alles Lehrer werden will und aus welchen Motiven wird eines klar: Das Geld, die Ferien usw. ist es nicht. Die männlichen Studenten wissen einfach nicht "was sonst machen" und die weiblichen denken: "da kann man auch Familie nebenbei haben".
Das Motiv: "Ich will guter Lehrer werden und Unterrichten ist klasse" hört man in ehrlichen Gesprächen sehr selten!
Gehaltskürzungen bis unter den Mindestlohn, Arbeitszeiterhöhungen ohne Lohnausgleich, Reallohnkürzungen bei gleicher Arbeitszeit etc.
gehören sogar zum Standardrepertoire des Personalmangements in der Gewerkschaft selbst.
Und da geht es nicht um Relationen von läppischen 10% mehr arbeiten ums gleiche Geld etc. sondern um 40,50% und mehr!!!
Das Blede für die Betroffenen ist aber, dass es dort keine Gewerkschaft gegen die Gewerkschaft gibt
und die armen Würschteln halt dem geldgierigen Moloch hilflos ausgeliefert sind.
So gesehen sind die Staatslehrer ja in einer glänzenden Position - also beruhigts euch sonst übertragen wir das ganze Schulwesen dem ÖGB.
Dass es nur um höhere Einstiegsgehaelter bei gleichzeitig gleicher Lebensverdienstsumme, aber auch um eine hoehere Lehrverpflichtung bei gleich bleibender Jahresarbeitszeit geht.
In dem Sinne also handelt es sich weder um eine Lohn- noch Arbeitszeiterhöhung.
Was manche an dem Entwurf nicht verstehen ist,
Dass es nur um höhere Einstiegsgehaelter bei gleichzeitig GERINGERER Lebensverdienstsumme, aber auch um eine hoehere Lehrverpflichtung bei gleich bleibender Jahresarbeitszeit geht.
In dem Sinne also handelt es sich um eine LOHNKÜRZUNG mit einer Arbeitszeiterhöhung.
Würde man die Zeit, welche LehrerInnen mit privaten Nachhilfestunden nachmittags verbringen, auch zur Dienstzeit rechnen, kämen sie vorab locker mal auf 3o Stunden/Woche.
Würde man dann das verdiente Geld zum Gehalt dazurechnen, wäre das (auch offiziell) eine tolle Gehaltserhöhung.
Sie wollen Lehrern die Schuld geben, dass so viel Nachhilfeunterricht notwendig ist.
Daran sieht man, dass sie keine Ahnung haben oder die Wahrheit einfach nicht sehen wollen.
Das etwas am Schulsystem nicht stimmt, und die Eltern immer weniger Zeit haben für ihre Kinder (Druck der Wirtschaft, Dummheit der Regierenden, Konsumwahn, Überlebenskampf usw.) ) ist schon eher als Grund zu sehen.
Natürlich ist es am einfachsten, den Lehrern die Schuld zu geben. Ich beneide keinen Lehrer (KMS, AHS, Volksschule, Sonderschule). Bei Lehrern von Berufsbildende Schulen sieht es anders aus. Die haben ein leichteres Leben.
Ein Vergleich für ihre Argumentation:
Ein Auto fährt mit Diesel, Benzin, Gas oder Strom. Springt das Auto nicht mehr an, kann es daran liegen, dass die Energie für den Antrieb (siehe oben) fehlt. Muss aber nicht sein. Es gibt noch 100 andere Gründe warum das Auto nicht anspringen kann.
Am einfachsten wäre es, wenn der Kraftstoff fehlen würde. Das könnte jeder sofort beheben.
Aucht bei Kindern gibt es 100 verschiedene Gründe, für das "nicht lernen". Ein Grund könnte natürlich der Kraftstoff (übertragen - Lehrer) sein. Ist es aber nicht immer oder besser gesagt, genauso wenig oft wie der Kraftstoff (Gas, Diesel usw.) schuld daran ist.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.