Protestprosten auf dem Stephansplatz

8. Mai 2012, 17:15
61 Postings

Beim Bierflashmob wurde gegen Konsumzwang und Verbotskultur getrunken

Wien - Vergangener Samstag um 20 Uhr am Stephansplatz: Unter lauten Prostrufen öffneten rund 200 Menschen gleichzeitig ihre Bierdosen und Bierflaschen. Mit dieser Aktion wollten sie laut eigenen Angaben ein Zeichen gegen die Verkommerzialisierung des öffentlichen Raumes setzen.

Einige Tage zuvor hatte Ursula Stenzel (ÖVP), Bezirksvorsteherin des ersten Bezirks, im derStandard.at-Interview gefordert, Graz zu folgen und den Alkoholkonsum auf öffentlichen Plätzen zu verbieten.

Bierflashmob 2.0

"Ein Bierflashmob am Stephansplatz schien eine adäquate und obendrein humorvolle Antwort zu sein", erklärt der Initiator dieser Aktion, der sich hinter dem Pseudonym Ernst Bier versteckt. Über Social Media hatte er dazu aufgerufen, sich dem Protest anzuschließen. Trotz regnerischen Wetters waren ungefähr 200 Prostbürger dem Appell gefolgt.

"Binnen zwei Minuten verwandelte sich der Stephansplatz in einen Ort gemütlicher, gutgelaunter und öffentlicher Geselligkeit", so Ernst Bier. Erfreut sei er vor allem darüber, dass die Teilnehmer nach der Aktion ihren Müll entsorgt haben und der Stephansplatz danach nicht mit leeren Bierdosen übersät war.

Nächste Runde geplant

Mit dieser einen Aktion soll es aber nicht getan sein. Ernst Bier hat eine neue Umfrage gestartet, ob der Bierflashmob ein weiteres Mal stattfinden sollte. Trotz Facebook-Bewerbung hält sich die Teilnehmeranzahl an der Umfrage aber noch äußerst in Grenzen. (elm, derStandard.at, 8.5.2012)

  • Der Pastafari Niko Alm genehmigte sich auch ein Kühles Blondes.
    foto: privat

    Der Pastafari Niko Alm genehmigte sich auch ein Kühles Blondes.

  • Nach dem Flashmob war der Stephansplatz sauber und die Mülleimer voll mit leeren Bierdosen.
    foto: privat

    Nach dem Flashmob war der Stephansplatz sauber und die Mülleimer voll mit leeren Bierdosen.

  • Die Chancen auf eine Wiederholung des Bierflashmobs stehen nicht schlecht.
    foto: privat

    Die Chancen auf eine Wiederholung des Bierflashmobs stehen nicht schlecht.

Share if you care.