"Arabische Revolution" bei Prix Ars Electronica

8. Mai 2012, 13:28
posten

Zwei der Siegerprojekte in den insgesamt sieben Wettbewerbkategorien befassen sich mit den Vorgängen in Syrien und Ägypten

Linz - Die arabische Revolution punktete auch beim diesjährigen CyberArts-Wettbewerb Prix Ars Electronica. Gleich zwei der Siegerprojekte in den insgesamt sieben Wettbewerbkategorien befassen sich mit den Vorgängen in Syrien sowie Ägypten. Die Juryentscheidungen sind in einer Pressekonferenz am Dienstag in Linz bekanntgegeben worden.

In der Kategorie Digital Communities geht der erste Preis - eine Goldene Nica - an das Projekt "Syrian people know their way". Eine Gruppe von GrafikerInnen, FilmemacherInnen, MusikerInnen und BloggerInnen hat sich entschlossen, einen demokratischen Umbruch in Syrien mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln zu unterstützen.

Die 19-jährige Oberösterreicherin Agnes Aistleitner holte sich den Sieg in der österreichweit ausgeschriebenen Jugendkategorie "u19 Create Your World" mit einem rund 14-minütigen Videoclip, in dem sie sich auf die Spuren der Revolution in Ägypten begibt. Als Außenstehende versucht sie das Geschehen zu betrachten, erfragt Meinungen und Ansichten auf der Straße und den Märkten.

Der Hauptpreis für Computer Animation/Film/VFX geht an den Luxemburger Jeff Desom. Er bedient sich bei "Rear Window Loop" des Hitchcock-Klassikers "Das Fenster zum Hof" und verdichtet diesen in ein dreiminütiges Zeitraffer-Video.

Digital Musics and Sound Art

Der estnische Künstler Timo Toots ist der Sieger in der Kategorie Interactive Art. Sein "Memopol 2" bildet verschiedene Daten über Personen ab, die ihren Personalausweis oder Reisepass in die Maschine gesteckt haben

In der Kategorie Digital Musics and Sound Art hat Jo Thomas aus dem Vereinigten Königreich mit "Crystal Sounds of a Synchroton" gewonnen. Das Synchroton dient dazu Elementarteilchen auf extrem hohe Geschwindigkeiten zu beschleunigen. Jo Thomas hat dabei Mikromelodien herausgehört und sie arrangiert.

Für sein "Bacterial Radio", das zur Gänze aus genetisch veränderten Bakterien besteht, erhält der US-Künstler und Forscher Joe Davis die Goldene Nica in der Kategorie Hybrid Art. Den voestalpine-Preis "the next idea" holten sich die Schweizer Christoph Wachter und Mathias Jud, deren Projekt "qual.net" die Sicherheit bestehender Kommunikationspfade hinterfragt.

Zum diesjährigen Prix Ars Electronica wurden insgesamt 3.674 Projekte aus 72 Ländern eingereicht. Die offizielle Preisverleihung findet im Rahmen einer Gala am 31. August im Brucknerhaus Linz statt. (APA, 8.5.2012)

Share if you care.