Sechs Jahre und ein Monat Haft für Juwelierräuber

8. Mai 2012, 13:11
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Gericht: "Haben es mit einem Schwerverbrecher zu tun" - 27-Jähriger muss an das Opfer 70.000 Euro zahlen - Nicht rechtskräftig

Eisenstadt - Im Prozess um den Überfall auf den Eisenstädter Juwelier Hohensteiner hat der Schöffensenat (Vorsitz Wolfgang Rauter) am Dienstag den Angeklagten in allen Punkten schuldig gesprochen. Der 27-Jährige wurde zu sechs Jahren und einem Monat unbedingter Haft verurteilt. Das Strafausmaß wurde - unter Berücksichtigung zweier Verurteilungen in Deutschland und Slowenien - als Zusatzstrafe verhängt. Die Gesamtstrafe betrage somit 13 Jahre, so der Vorsitzende.

Der Angeklagte muss außerdem an den Uhrmacher, dem nach dem Raub in den Kopf geschossen wurde, 70.000 Euro zahlen. Berücksichtige man die Folgen, sei dies "ein geradezu lächerlich geringer Betrag". "Fest steht, dass wir es hier mit Schwerverbrechern zu tun haben, wie sie selten ihr Unwesen im Burgenland getrieben haben. Fest steht, dass der Angeklagte ein Schwerverbrecher ist", erklärte der Richter.

Ebenso stehe die Mittäterschaft des 27-Jährigen beim Raub im November 2005 in Eisenstadt fest. Dafür sprächen neben den Bildern aus der Bankomatkamera auch das gemeinsame Auftreten des Angeklagten mit den beiden mutmaßlichen Räubern vor und nach der Tat. Als mildernd sei die bisherige Unbescholtenheit vor den Raubüberfall und das teilweise Geständnis. Der Mann nahm das Urteil an, der Staatsanwalt gab keine Erklärung ab. Das Urteil ist somit nicht rechtskräftig. (APA, 8.5.2012)

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