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Brüssel - Mehr als die Hälfte der Produkte in der EU, die Risiken für Verbraucher darstellen, kommt aus China. Wie aus dem am Dienstag veröffentlichten sogenannten RAPEX-Bericht der EU-Kommission über Produktsicherheit hervorgeht, ist der Trend allerdings rückläufig. Auf China entfielen 2011 zwar noch 54 Prozent der gefährlichen Produkte, 2010 waren es aber noch 58 Prozent.
Nach Angaben der EU-Kommission werden gefährliche Produkte immer früher und effektiver ausfindig gemacht und auch schneller vom EU-Markt genommen. Dies sei auf ein besseres Sicherheitsmanagement in der Herstellung, eine bessere Risikobewertung und eine engere Zusammenarbeit zwischen den Zollbehörden in der EU zurückzuführen. Das EU-interne Schnellwarnsystem RAPEX besteht seit 2004, Lebensmittel sind von der Überprüfung ausgenommen. Mittlerweile haben die EU-Staaten nach Angaben der Kommission bis zu 100 Millionen Euro dafür ausgegeben und bis zu 6.000 Inspektoren zur Überwachung der Produktsicherheitsvorschriften beschäftigt.
Lieferketten im Blick
"Wir dürfen in unseren Anstrengungen jedoch nicht nachlassen, damit wir die Herausforderungen von globalen Lieferketten bewältigen und auf eventuelle neue Fragestellungen im Zusammenhang mit der Produktsicherheit umgehend reagieren können. Deshalb bleibt es ein vorrangiges Ziel, eine 'lückenlose Überwachung' aufzubauen, indem die Zusammenarbeit hier in der EU und mit den internationalen Partnern gestärkt wird", sagte der für Konsumentenschutz zuständige EU-Kommissar John Dalli.
2011 kamen 19 Prozent der gefährlichen Produkte aus Europa, bei 8 Prozent der Güter konnte das Ursprungsland nicht identifiziert werden. Unter den gefährlichen Produkten mit Ursprung in Europa - insgesamt gab es dazu 293 Meldungen - stammten 44 aus Frankreich, 43 aus Deutschland und 32 aus Italien. Am aktivsten wurde das RAPEX-System von Spanien genutzt, gefolgt von Bulgarien, Ungarn, Deutschland und Großbritannien. Fast die Hälfte der Warnungen vor gefährlichen Gütern kam aus diesen Ländern.
Ganz oben auf der Liste gefährlicher Produkte standen 2011 Bekleidung und Textilien mit 423 Warnmeldungen vor Erstickung und Reizung, gefolgt von Spielzeug (324 Meldungen) in Hinblick auf Erstickungsrisiko durch Verschlucken, und Kraftfahrzeugen (171 Meldungen) bezüglich Verletzungsrisiko, Elektrogeräte (153 Meldungen) mit Stromschlagrisiko, und Kosmetika (104 Meldungen), von denen ein chemisches Risiko ausging. Drei Viertel aller Warnungen zu besonders gefährlichen Produkten entfielen auf diese fünf Produktkategorien. (APA, 8.5.2012)
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Aus meiner eigenen Erfahrung sitzen aber die wahren Verantwortlichen hier in Europa.
Erstens: China beliefert die gesamte Erdkugel mit Spielzeug, Elektronics usw. In jedem Land gibt es andere Regelungen und Normen was den erlaubten Gehalt an Schadstoffen angeht.
Zweitens: Nicht China sonder Chinesische Hersteller produzieren im Auftrag von Europäern. Die meist mangelhaften Spezifikationen der Produkte werden aber hier geschrieben.
Daher besteht meiner Erfahrung nach meist ein Mangel an Erfahrung zum Thema "compliance" bei den heimischen Importeuren und nicht in "China".
Der Schuldige namens "China" sitzt wie immer weit weit weg. Damit gehts unserem Gewissen gleich wieder besser.
Die wohl "bewusste" Falschaussage der Headline, ist einer Zeitung wie dem derStandard.at, welche zumindest ein gewisses Maß an Niveau pflegen sollte, wirklich nicht zuzumuten. Besser gesagt den Lesern, sollte so etwas nicht zugemutet werden, es sei den wir wollen hier wirklich Krone-Niveau erreichen. Das soll so sein, dann bin ich aber dahin... wäre wohl sinnvoller!
Die hälfte aller gefährlichen produkte kommt aus China. Mit Sicherheit ist aber nicht die hälfte aller aus China importierten Produkte gefährlich. "Aber die größere Hälfte der Schlagzeilentexter/ innen wird das ohnehin nicht verstehen".
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