Wienerberger : Analysten erwarten massive Verluste

8. Mai 2012, 11:50
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Wien - Die Analysten der Erste Group, der Raiffeisen Centrobank (RCB) und der UBS erwarten bei dem am morgigen Mittwoch erscheinenden Zahlenwerk des börsenotierten Baustoffkonzerns Wienerberger für das erste Quartal 2012 deutlich höhere Verluste als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) wird wegen der ungünstigeren Wetterbedingungen im Durchschnitt ein Verlust von 46,6 Mio. Euro prognostiziert - um 28,5 Prozent höher als vor einem Jahr. Der Nettoverlust stieg voraussichtlich um 5,1 Prozent auf 55,3 Mio. Euro.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll sich laut Konsensschätzung von 11,8 Mio. auf 5,2 Mio. Euro mehr als halbiert haben, aber positiv sein. Die RCB verweist aber darauf, dass der Rückgang in absoluten Zahlen nur sehr gering sei.

Die Umsätze sollten den Analysten zufolge nur leicht gesunken sein. Im traditionell schwachen ersten Quartal habe sich vor allem der kalte Februar, in dem die Bauaktivität sehr gering war, negativ auf die Ziegelabsätze ausgewirkt, sind sich die Experten der Institute einig. Die Umsatzschätzung beläuft sich im Durchschnitt auf 385,1 Mio. Euro. Das sind um 2,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Die Marktentwicklung wird von Erste-Analyst Franz Hörl grundsätzlich als stabil bezeichnet, leichte Schwierigkeiten ergeben sich nur in Osteuropa. Auch die UBS sieht steigende Umsätze in Deutschland und besonders den USA. (APA, 8.5.2012)

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