Deutsche Telekom will sich stärker für Startups öffnen

8. Mai 2012, 11:19
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T-Incubator soll Geschäftsgründern Startfinanzierung Büroräume und Telekommunikations-Infrastruktur anbieten

Die Deutsche Telekom will sich künftig stärker für Kooperationen mit Startup-Unternehmen und anderen Partnern öffnen. Das kündigte Konzernchef René Obermann am Dienstag in Berlin zum Auftakt der Konferenz Next an. Zur Förderung von innovativen Geschäftsideen werde die Deutsche Telekom eine Gesellschaft mit dem Namen T-Incubator in der Hauptstadt gründen.

Faire Startfinanzierung

Die Telekom-Tochter soll Geschäftsgründern eine faire Startfinanzierung bieten, Büroräume vermitteln und die Startup-Unternehmen mit einer Telekommunikation-Infrastruktur ausstatten. "Wir müssen Innovation von draußen reinholen. Wir öffnen uns", sagte Obermann. "Große Unternehmen müssen lernen, zu tanzen und mit Partnern umzugehen."

Mehr als "dumb pipes"

Die Gründung von T-Incubator ist nach Obermanns Worten Teil einer Strategie der Telekom, sich nicht auf das Bereitstellen von "dummen Röhren" (dumb pipes) reduzieren zu lassen. Angesicht sinkender Preise und eines enorm gestiegenen Datenvolumens werde die Telekom auf "smarter Connectivity" setzen und ihren Kunden einen nahtlosen Übergang zwischen verschiedenen technischen Netzwerken wie UMTS, LTE und WiFi bieten. "Das Gerät verbindet sich mit dem besten Netzwerk automatisch, ohne dass der Kunde etwas unternehmen muss."

Weitere Partnerschaften geplant

Die Öffnung der Deutschen Telekom soll nach Obermanns Angaben auch technische Schnittstellen (API) umfassen. So sollen Partner-Unternehmen künftig verstärkt auf Netzwerk-Schnittstellen, die Abrechnungssysteme der Telekom oder Netzwerke für die Maschinen-zu-Maschinen-Kommunikation zugreifen können. Ergänzt werde dies durch Partnerschaften, wie sie die Telekom bereits mit Firmen wie Groupon oder Lookout eingegangen sei. Die nächste große Herausforderung für die Branche bestehe darin, eine noch höhere Kundenzufriedenheit zu erreichen. Neben der bestmöglichen Konnektivität spielten dabei vor allem die Themen Sicherheit und Einfachheit eine Rolle.

Die Next bezeichnet sich als "führende europäische Konferenz für die digitale Industrie". Sie findet noch bis Mittwoch in Berlin-Kreuzberg statt. (APA, 8.5.2012)

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