Unionsminister für härteres Vorgehen gegen Salafisten

8. Mai 2012, 10:53
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Herrmann schlägt intensivere Beobachtung vor

Berlin - Nach den gewaltsamen Ausschreitungen am Wochenende in Bonn haben mehrere von der Union gestellte deutsche Länder-Innenminister ein schärferes Vorgehen gegen radikalislamische Salafisten gefordert. "Wir müssen die salafistische Szene noch stärker beobachten", sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) dem Online-Portal Bild.de. "Und wir müssen noch konsequenter vorgehen, wo zum Hass und zur Gewaltbereitschaft aufgerufen wird." Gegen den Salafismus müsse "mit allen rechtsstaatlichen Mitteln" vorgegangen werden.

Schwere Auschreitungen zwischen Rechtsextremen und Salafisten

Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann (CDU) forderte einen "Schulterschluss friedliebender Muslime mit ihren Verbänden", um sich "gemeinsam mit allen gesellschaftlichen Kräften einer weiteren Radikalisierung entgegenzustellen". Zu Bild.de sagte er weiter: "Die Gewaltausbrüche der Salafisten in Bonn haben einmal mehr gezeigt, was sich hinter der Maske vermeintlicher Religiosität verbirgt: nichts als nackte Gewalt."

Beim Aufeinandertreffen der rechtsextremen Organisation "Pro NRW" und Demonstranten aus dem salafistischen Umfeld hatte es am Samstag in Bonn schwere Ausschreitungen gegeben. Die Lage eskalierte laut Polizei, nachdem die Rechtsextremen Mohammed-Karikaturen zeigten. Daraufhin begannen Gegendemonstranten aus dem salafistischen Umfeld mit einem Angriff auf die Polizei. Ein 25-jähriger Mann stach dabei nach Polizeiangaben zwei Polizisten nieder. (APA, 8.5.2012)

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    Rechtsextreme gegen Salafisten.

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