Börse Frankfurt schließt tiefer

8. Mai 2012, 18:36
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Sorgen über Griechenlands Zukunft drücken Kurse - Unternehmensergebnisse sorgen für Bewegung

Frankfurt - Der deutsche Aktienmarkt ist aus Sorgen über die Zukunft Griechenlands am Dienstag auf Talfahrt gegangen. Der deutsche Leitindex DAX büßte 1,90 Prozent auf 6.444,74 Punkte ein. Dies war der tiefste Schlussstand seit Jänner. Für den MDAX ging es am Dienstag um 1,97 Prozent nach unten auf 10.416,30 Punkte und der TecDAX verlor 1,43 Prozent auf 772,49 Punkte.

In der Früh hatte zudem noch ein deutlich verzögerter Handelsbeginn für Aufregung an der Börse gesorgt. Ein Hardware-Fehler auf der Handelsplattform Xetra hatte eine Verzögerung des Börsenstarts von fast eineinhalb Stunden verursacht.

Erfreuliche Daten zur deutschen Industrieproduktion hatten den DAX nur kurz gestützt. Die Wahlergebnisse in Frankreich und Griechenland beunruhigen jedoch die Befürworter einer strikten Sparpolitik in Europa stark und sorgten laut Börsianern für hohe Nervosität am Markt.

In Griechenland war am Vorabend der erste Versuch einer Regierungsbildung gescheitert. Der Staatsbankrott rückt näher. Ein Austritt Griechenlands aus der Eurozone könnte zudem weitreichende Folgen haben und weitere hoch verschuldete Staaten wie Spanien, Italien oder Portugal in Gefahr bringen, wurde erneut betont.

Unter den Einzelwerten zählten die Titel des weltgrößten Rückversicherers Munich Re zu den schwächsten Werten mit minus 3,66 Prozent auf 103,85 Euro. Der Konzern enttäuschte bei der Vorlage seiner Quartalsbilanz vor allem mit seinen Verhandlungserfolgen bei den Vertragserneuerungen sowie mit der Schaden-Kosen-Quote. Diese Kennziffer zählt zu den wichtigsten Daten bei Versicherungen und gibt Aufschluss über deren Profitabilität.

Die Titel der Deutschen Post sanken trotz überraschend stark ausgefallener Quartalszahlen um 0,84 Prozent auf 14,14 Euro. Sie hielten sich damit aber besser als der Gesamtmarkt.

Im MDAX schlossen die Anteilsscheine von Hochtief kaum verändert mit minus 0,09 Prozent auf 42,955 Euro. Börsianer schätzen die Zahlen des Baukonzerns zum ersten Quartal "positiv" bis "gemischt" ein, lobten aber allesamt den Auftragseingang. (APA, 8.5.2012)

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