China wies Al-Jazeera-Korrespondentin aus

8. Mai 2012, 06:20
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Regierung verärgert über Berichterstattung

Peking - China hat eine ausländische Journalistin ausgewiesen. Die Korrespondentin des arabischen Fernsehsenders Al-Jazeera, Melissa Chan, habe das Land bereits verlassen müssen, berichtete der Auslandskorrespondentenclub (FCCC) am Dienstag in Peking. Hintergrund des Vorgehens ist offenbar die chinesische Verärgerung über die Berichterstattung des TV-Senders.

Der letzte bekannte Fall einer Ausweisung eines Journalisten aus China war 1998 ein japanischer Korrespondent. Seit gut einem Jahr haben die chinesischen Behörden ihren Druck auf ausländische Journalisten spürbar erhöht.

Doku erregt Aufsehen

Die chinesische Seite habe sich besonders verärgert über eine Dokumentation den Senders im November geäußert, an der Chan allerdings nicht einmal beteiligt gewesen sei, teilte der FCCC mit. Als Konsequenz aus der Verweigerung der weiteren Akkreditierung für seine Korrespondentin schloss der arabische Sender nach eigenen Angaben sein englischsprachiges Büro in Peking, wird aber die arabische Berichterstattung aus China weiter aufrechterhalten. (APA, 8.5.2012)

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