Sri Lanka: Tamilen-Rebellen lehnen Regierungsangebot ab

20. Juni 2003, 09:00
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LTTE verlangt konkrete Zugeständnisse

Colombo - Die tamilischen Rebellen in Sri Lanka haben ein Angebot der Regierung zur Wiederaufnahme der Friedensgespräche abgelehnt. Die "Befreiungstiger von Tamil Eelam" (LTTE) erklärten am Freitag in einer Stellungnahme, die Angaben der Regierung seien nicht konkret genug. Sie forderten präzise Zugeständnisse in dem vor 16 Monaten von Norwegen vermittelten Friedensprozess.

Ministerpräsident Ranil Whickremesinghe hatte am Donnerstag eine Übergangsregierung für die Tamilen im Nordosten der Insel vorgeschlagen. Norwegen hatte im Februar 2002 einen Waffenstillstand zwischen Regierung und Rebellen vermittelt und damit den vor 19 Jahren ausgebrochenen Bürgerkrieg zunächst beendet. Die Separatisten, die einen eigenen Tamilen-Staat beanspruchen, stiegen nach sechs Verhandlungsrunden im April aus den Gesprächen aus. Sie erklärten, die Regierung setze sich nicht genug für die 3,2 Millionen Tamilen in Sri Lanka ein. (APA/AP)

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