Shakin' Stevens: "Meine Musik soll die Leute aufheitern"

19. Juni 2003, 15:54
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Sänger kündigt erste CD seit 1993 an

Wien - Shakin' Stevens hat in den achtziger und neunziger Jahren nicht weniger als 38 Singles auf den Markt gebracht. "Natürlich bin ich stolz auf diese Erfolge", erzählte der Brite am Donnerstagnachmittag in Wien. Shaky gastierte als Hauptattraktion auf der Hauptbühne des Donauinselfestes. "Als man mir gesagt hat, wie viele Leute zu diesem Open Air kommen, war ich sehr begeistert." Bei seinen Auftritten gelte die Devise: "Rausgehen und Rocken."

Obwohl Stevens seit einigen Jahren keine Platten mehr veröffentlicht hat, gehören seine Lieder weiterhin zum fixen Bestandteil jeder Achtziger-Party. Außerdem tourt der Sänger regelmäßig durch die Lande. Auf die Frage, wie er sich diesen anhaltenden Erfolg erkläre, meinte er: "Ich habe nicht wirklich in die achtziger Jahre gepasst. Damals waren Duran Duran, Kraftwerk und Boy George angesagt. Ich habe dagegen eine eher zeitlose Musik gemacht, keinen typischen Achtziger-Sound. Außerdem spricht Rock'n Roll alle Altersstufen an. Meine Musik verbreitet sehr positive Stimmung, ich denke so etwas ist zeitlos."

1993 ist das letzte Album von Shakin' Stevens auf den Markt gekommen. "Ich habe damals angekündigt, nicht mehr ins Studio zu gehen. Aber nun schreibe ich wieder an neuem Material. Zwar sind klassische Shaky-Sachen dabei, aber es gibt auch etwas ernstere Texte." So will der Sänger ein Statement gegen den Kindesmissbrauch und den Zustand der Welt abgeben. "Keine Angst, es wird dennoch keine ausschließlich ernste Sache."

"Lebe nicht in der Vergangenheit"

Besonders gerne erinnert sich Shaky an jenen Moment zurück, als er seine erste goldene Schallplatte überreicht bekommen hat. "Dieser Moment war so intensiv. Vorher habe ich zehn Jahre erfolglos Musik gemacht und plötzlich stand ich an der Spitze der Hitparaden. Als besondere Ehre habe ich es empfunden, als Leute wie Barry Manilow meinen Hit 'Oh Julie' gecovert haben." Seinerzeit wurde Shakin' Stevens in Jugendzeitschriften immer wieder mit Elvis verglichen. "Ich bin froh, dass das vorbei ist. Ich bin Shaky, aber er ist der King."

Privat liebt der Brite ausgedehnte Spaziergänge. "Ich spiele auch etwas Golf und lese gerne. Aber in erster Linie bestimmt Musik mein Leben." An Oldie-Partys will der Evergreen-Interpret nicht teilnehmen. "Ich lebe nicht in der Vergangenheit, sondern blicke in die Zukunft." (APA)

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