Powell beginnt schwierige Nahost-Mission in Jerusalem

20. Juni 2003, 09:37
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Getrennte Gespräche des US-Außenministers mit Sharon und Abbas geplant

Jerusalem - US-Außenminister Colin Powell ist am Freitag zu einer schwierigen Nahost-Vermittlungsmission in Jerusalem eingetroffen. Er will sich in Gesprächen mit der israelischen und der palästinensischen Führung für die Umsetzung des internationalen Friedens-Fahrplans (Roadmap) einsetzen. Powell kam mit dem Hubschrauber aus Jordanien. Bei seinem eintägigen Besuch wollte der US-Außenminister zunächst mit dem amerikanischen Nahost-Sonderbeauftragten John Wolf beraten.

Noch am Vormittag wollte Powell mit seinem israelischen Ressortkollegen Silvan Shalom und dann mit Israels Regierungschef Ariel Sharon zusammenkommen. Anschließend wollte der US-Außenminister nach Jericho im Westjordanland reisen, um dort den palästinensischen Ministerpräsidenten Mahmud Abbas (Abu Mazen) zu treffen.

Um den Nahost-Fahrplan zu retten, der bis 2005 zu einem unabhängigen palästinensischen Staat führen soll, verlangen die USA von Israel die Zustimmung zu einem befristeten Waffenstillstand mit den militanten Palästinenser-Gruppen und die Einstellung der "gezielten Tötungen" in den besetzten Gebieten. Die Sicherheitsgespräche zwischen Israelis und Palästinensern sind bisher ergebnislos verlaufen. (APA/AP)

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