Mutmaßlicher Gründer der "Wahren IRA" erklärt sich für nicht schuldig

18. Juni 2003, 23:01
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Prozess gegen Michael McKevitt beginnt in Dublin

Dublin- Der mutmaßliche Gründer der IRA-Splittergruppe "Wahre IRA", Michael McKevitt, hat sich vor einem irischen Sondergericht für nicht schuldig erklärt. Dem 53-jährigen wird "Organisation des Terrorismus" vorgeworfen, eine in der Geschichte Irlands bisher noch nie erhobene Anklage. Der Prozess gegen McKevitt begann am Mittwoch in Dublin. Ihm droht im Fall einer Verurteilung lebenslange Haft.

Die 1997 gegründete Wahre IRA lehnt den Friedensprozess für Nordirland ab und hat sich zum schwersten Anschlag in dem seit mehr als 30 Jahren tobenden Kampf in der Provinz bekannt: Dabei wurden bei einem Bombenanschlag in Omagh im August 1998 29 Menschen getötet und mehr als 300 verletzt. In dem Verfahren gegen McKevitt wurde am Montag mit Spannung die Aussage des FBI-Spions David Rupert erwartet. Rupert war 1999 in die Wahre IRA eingeschleust worden und versorgte die US-Bundespolizei sowie den britischen Geheimdienst mit Informationen über die Gruppe. (APA/AP)

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