KPÖ wählte neue Frauenvorsitzende

18. Juni 2003, 19:02
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Petra Stöckl will verstärkt die Benachteiligung der Frauen in der Arbeitswelt aufzeigen

Innsbruck - Der 32. Parteitag der KPÖ wählte Petra Stöckl zur neuen Frauenvorsitzenden der Partei. Stöckl konnte sich knapp gegen die bisherige Frauenverantwortliche, Heidemarie Ambrosch, durchsetzen.

Die 33-jährige Stöckl lebt in Innsbruck und arbeitet als wissenschaftliche Angestellte in einem Institut der Akademie der Wissenschaften, wo sie sich mit Fragen der Altersforschung befasst. Trotz ihrer jungen Jahre kann sie auf einige politische Erfahrungen zurückblicken, war sie doch 1999 Spitzenkandidatin der KPÖ-Tirol für die Nationalratswahlen.

Stöckl will in ihrer neuen Funktion verstärkt die Benachteiligung der Frauen in der Arbeitswelt aufzeigen: "Frauen verdienen nach wie vor über ein Drittel weniger als ihre männlichen Kollegen. Das liegt aber nicht an schlechteren Arbeitsleistungen, sondern an der Schlechterstellung von Frauen in der kapitalistischen Gesellschaft."

Mit der sogenannten Pensionsreform werden Frauen verstärkt in der Armutsfalle landen. Stöckl abschließend: "Das Pensionssystem nimmt zu wenig Rücksicht auf Frauen mit Kindern. Gerade in Westösterreich gibt es zuwenig Kinderbetreuungseinrichtungen, Frauen müssen deshalb oft aus dem Arbeitsleben ausscheiden und werden mit geringeren Pensionen bestraft." (red)

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