Kourou steht Russland offen

19. Juni 2003, 10:00
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Ab 2006 Raketen-Starts in Französisch-Guyana

Moskau - Russland will ab 2006 seine Raketen von der Startrampe Kourou in Französisch-Guyana aus starten lassen. Ein entsprechendes Abkommen mit der Europäischen Raumfahrtbehörde (ESA) ist nach offiziellen russischen Angaben vom Mittwoch bereits erreicht.

Die Modernisierungsarbeiten zur Vorbereitung der Starts von russischen Sojus-Raketen auf Kourou sollten im September beginnen, sagte der Direktor der russischen Raumfahrtbehörde, Juri Koptew. Neben der Verbesserung der Infrastruktur sind auch Verbesserungen an der Rakete selbst bis Ende des Jahres 2005 geplant.

Kosten und Vorteile

Die Kosten für die Arbeiten an der Anlage in Kourou wurden auf 250 Millionen Euro geschätzt. Koptew zufolge wird die Betreibergesellschaft Arianespace die Hälfte der Projektkosten abdecken, während die ESA den Rest bezahlt. Frankreich soll zudem zugestimmt haben, die Hälfte der von der ESA getragenen Kosten zu übernehmen.

Kourou hat gegenüber dem in Kasachstan gelegenen Weltraumbahnhof Baikonur den Vorteil größerer Nähe zum Äquator. Sie erlaubt es den russischen Raketen, schwerere Frachten in höhere Umlaufbahnen zu tragen. Durch die Zusammenarbeit mit Arianespace könnte Russland Koptew zufolge einen größeren Anteil am Satelliten-Weltmarkt erwerben.

(APA/AP)

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