Jüdische Organisation verlangt Intervention des Nahost-Quartetts

18. Juni 2003, 15:01
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"Europäische Juden für einen gerechten Frieden" verurteilt "gezielte Mordanschläge" Israels

Brüssel/Rom/Wien - Die "Europäischen Juden für einen gerechten Frieden" (European Jews for a Just Peace/EJJP) - eine Vereinigung von 18 jüdischen Organisationen aus neun europäischen Ländern - haben an die Mitglieder des so genannten Nahost-Quartetts - USA, Russland, UNO und EU - appelliert, "sofort zu intervenieren" und den Vorschlag von UNO-Generalsekretär Kofi Annan zu unterstützen, eine internationale Eingreiftruppe als Puffer zwischen Israelis und Palästinensern zu stationieren. In einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung des EJJP-Exekutivkomitees wird die israelische Politik der "gezielten Mordanschläge" schärfstens verurteilt.

Aktionen der israelischen Regierung "führen zu einem totalen Krieg"

Mit diesen Aktionen spiele Israels Regierung den Extremisten beider Seiten in die Hände: "Sie führen zu einem totalen Krieg und werden Verzweiflung und Zerstörung für beide Völker bringen", heißt es in der Erklärung. EJJP hat wiederholt darauf aufmerksam gemacht, dass Israel systematisch die Menschenrechte in den Besatzungsgebieten verletzt und gegen die Bestimmungen der Vierten Genfer Konvention über den Schutz der Zivilbevölkerung verstößt. (APA)

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