Laos: amnesty über Schicksal festgenommener Laoten besorgt

18. Juni 2003, 13:55
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Ausländer durften in Kontakt mit jeweiliger Botschaft treten

Bangkok - amnesty international (ai) ist nach eigenen Angaben zunehmend besorgt über das Schicksal von vier vor zwei Wochen in Laos gemeinsam mit drei Ausländern festgenommenen Laoten. In einer am Mittwoch in Bangkok veröffentlichten Erklärung äußerte sich die Menschenrechtsorganisation ferner sehr beunruhigt über den "kriegerischen Ton" amtlicher Erklärungen zu den Festnahmen. Der laotische Außenminister Somsavath Lengsavath hatte am Sonntag erklärt, die Regierung werde in dem Fall keine Milde walten lassen.

Die Behörden beschuldigen die Ausländer - ein belgischer Fotojournalist und ein französischer Kameramann sowie ein Amerikaner laotischer Herkunft, der für diese als Dolmetscher arbeitete - der Zusammenarbeit mit Verbrechern, um einen Sicherheitsbeamten in einem Dorf zu töten. Die Journalisten berichteten ohne amtliche Erlaubnis über Rebellen vom Volk der Hmong im Nordosten des Landes. Die Hmong-Rebellen begannen mit der Einführung des Kommunismus' in Laos 1975 einen Aufstand. Die Regierung bezeichnet die Rebellen üblicherweise als Verbrecher.

Die Laoten - mutmaßlich Hmong -, die gemeinsam mit den drei Ausländern festgenommen wurden, wurden seither nicht gesehen. Auch ihre Namen sind nicht bekannt. Amnesty forderte die laotischen Behörden auf, Namen und Aufenthaltsort sofort bekannt zu geben und zu gewährleisten, dass die Männer nicht misshandelt oder gefoltert würden. Die Organisation begrüßte die Tatsache, dass die Ausländer inzwischen mit ihren jeweiligen Botschaften in Kontakt treten durften. (APA/AP)

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