Euroland-Inflation unter 1,9 Prozent

18. Juni 2003, 13:02
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Teuerungsrate erstmals seit einem Jahr unter zwei Prozent, Irland plus 3,9 Prozent, Deutschland plus 0,6 Prozent

Luxemburg - In Euroland herrscht mit einer Inflationsrate von 1,9 Prozent im Mai wieder Preisstabilität. Die Jahres-Rate sank im Mai auf diesen Wert nach 2,1 Prozent im April, teilte die europäische Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mit. Die Behörde bestätigte damit eine erste Schätzung vom Monatsbeginn.

Nach den Regeln der Europäischen Zentralbank (EZB) herrscht Preisstabilität in der Eurozone mit den zwölf Ländern der Gemeinschaftswährung bei einer Inflationsrate unter zwei Prozent. Seit August vergangenen Jahres hatte die Teuerungsrate die Marke von zwei Prozent jeweils erreicht oder überschritten.

In der gesamten EU mit 15 Ländern sank die jährliche Inflationsrate im Mai auf 1,8 Prozent nach 2,0 Prozent im April. Am höchsten lag sie in Irland mit 3,9 Prozent, am niedrigsten in Deutschland mit 0,6 Prozent.

EZB-Präsident Wim Duisenberg hatte unlängst in Brüssel gesagt, Inflationsgefahren drohten derzeit im Euroland nicht. Die durchschnittliche Rate des Gesamtjahres dürfte etwa auf dem Niveau des Mai-Wertes liegen. Für 2004 hatte der EZB-Chef einen wesentlichen niedrigeren Wert vorhergesagt.

Eurostat äußerte sich zudem erneut zu der vor allem in Deutschland geführten "Teuro"-Debatte. Die Behörde bestätigte den Eindruck vieler Verbraucher, dass Preise für einige Lebensmittel oder einen Restaurant-Besuch in den ersten Monaten des vergangenen Jahres gestiegen seien. Dennoch habe die Euro-Bargeldeinführung zum 1. Januar 2002 nur in einer Spanne von 0,09 bis 0,28 Prozentpunkten zur Gesamtjahres-Inflationsrate von 2,3 Prozent beigetragen. Dies sei kein wesentlicher Anteil. (APA/dpa)

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