Polnischer Kommandant "auf das Schlimmste" vorbereitet

18. Juni 2003, 12:34
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Tyszkiewicz: Mit irakischen Angriffen muss gerechnet werden

Warschau - Der künftige Kommandant der polnischen Verwaltungszone im Irak, General Andrzej Tyszkiewicz, geht von einer äußerst schwierigen Mission aus. "Wir müssen auf die schlimmsten Situationen vorbereitet sein", sagte er am Mittwoch im polnischen Rundfunk. Die Aufgabe sei gefährlich, und mit irakischen Angriffen müsse gerechnet werden. Die Lage sei völlig anderes als in den internationalen Einsätzen von Friedenstruppen, an denen polnische Soldaten bisher beteiligt waren. Tyszkiewicz kündigte an, er werde am 3. Juli mit einem Stab von rund 250 Offizieren und Soldaten in den Irak aufbrechen. Sie sollen den fünf irakische Provinzen umfassenden Sektor stufenweise von den Amerikanern übernehmen, und die Ankunft der übrigen Teile der internationalen Truppe mit rund 8000 Soldaten vorbereiten.

Die Zusammenstellung der Einheit sei abgeschlossen, sagte General Tyszkiewicz. Mit allen beteiligten Staaten seien bereits die notwendigen Vereinbarungen getroffen worden. In der internationalen Division, die ein Gebiet von der saudiarabischen bis zur iranischen Grenze mit Babylon als "Hauptstadt" verwaltet, werden unter anderen Spanier, Ukrainer, Litauer, Rumänen und Bulgaren eingesetzt. Polen ist mit etwa 2000 Soldaten beteiligt. Bereits am Dienstag reiste der ehemalige polnische Finanzminister und Ex-Vizepremier Marek Belka nach Bagdad. Er wird als Leiter des Internationalen Koordinierungsbüros in der amerikanischen Zivilverwaltung vor allem die Zusammenarbeit innerhalb der einzelnen Sektoren und die Kooperation mit humanitären Organisationen und den Vereinten Nationen beim Wiederaufbau des Irak und humanitären Projekten koordinieren. (APA/dpa)

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