Burgenland sucht behindertenfreundlichste Gemeinde

18. Juni 2003, 12:18
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Wettbewerb soll zur Integration von Menschen mit besonderen Bedürfnissen beitragen

Eisenstadt - Das Burgenland sucht seine behindertenfreundlichste Gemeinde: In Eisenstadt startete Soziallandesrat Peter Rezar (S) am Mittwoch den Landeswettbewerb "Behindertenintegration in der Gemeinde". Der Wettbewerb, der zum ersten Mal stattfindet, soll dazu beitragen, die Bevölkerung auf die Situation und die Anliegen der Betroffenen aufmerksam zu machen.

Alle burgenländischen Kommunen sind eingeladen, an der Aktion teilzunehmen, so Rezar: "Gemeinden können hier Vieles zur Sensibilisierung der Bevölkerung beitragen und die Situation für Behinderte verbessern."

Fragebogenaktion

Zur Bewertung dient ein Fragebogen, der an alle Gemeinden versandt wird und im Internet unter burgenland.at unter der Rubrik Politik/Verwaltung abrufbar ist. Das Hauptthema bildet die Integration. Gefragt wird beispielsweise wie behindertengerecht und barrierefrei ein Ort seine Einrichtungen gestaltet, welche Beschäftigungsmöglichkeiten es für Menschen mit besonderen Bedürfnissen gibt.

Erhoben wird auch, welche Bemühungen eine Gemeinde zur gesellschaftlichen Einbindung und zur Zusammenarbeit mit Institutionen für behinderte Menschen unternimmt. Eingesendet werden können die Fragebögen bis 22. August.

Preise

Für den Ort, der bei dem Wettbewerb am besten abschneidet, gibt es einen Preis in der Höhe von 2.000 Euro. Platz und drei sind mit 1.000 Euro und 600 Euro dotiert. Geplant sind auch Zusatzpreise wie ein Wellness-Aufenthalt für Menschen mit besonderen Bedürfnissen aus den Siegergemeinden, so Rezar.

Finanziert wird der Wettbewerb von der Sozialabteilung des Landes. An der Erstellung des Fragebogens beteiligten sich auch zahlreiche Partner, darunter die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) für Wien, Niederösterreich und das Burgenland, das Bundessozialamt mit seiner Landesstelle Burgenland, der Behindertensportverband und der Gemeindebund. (APA)

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